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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Ich bin deutscher als alle Deutschen, die ich kenne″
Zwischenüberschrift:
Osnabrück empfängt seine Neubürger im Rathaus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit einer Einbürgerungsfeier begrüßte Bürgermeister Burkhard Jasper 35 neue deutsche Staatsbürger offiziell im Friedensaal des historischen Rathauses. Insgesamt erhielten 257 Neubürger die deutsche Staatsangehörigkeit in Osnabrück.

Mit einer feierlichen Rede hieß Jasper die neuen Deutschen willkommen: Er nahm Bezug auf den 30-jährigen Krieg, der am 23. Mai vor 400 Jahren ausbrach. Ein Datum, das zeige, dass ein Leben in Freiheit und Frieden nicht selbstverständlich sei: Viele Menschen kommen aus Kriegsgebieten hierher. Der Friede hat uns auch heute noch etwas zu sagen″, sagte Jasper. Der Schlüssel für Friede und Freiheit sei die europäische Zusammenarbeit, die seit 70 Jahren ein friedliches Miteinander ermögliche: Die Europäische Union ist die erfolgreichste Friedensinitiative der Welt″, sagte er und erntete Beifall von den neu eingebürgerten Osnabrückern. Damit Friede funktioniere, müssten sich alle dafür einsetzen: Engagieren Sie sich, sagen Sie Ihre Meinung, seien Sie mutig″, appellierte der Bürgermeister. Nach seiner Rede teilte Jasper das Grundgesetz und den Text für die deutsche Nationalhymne aus, die gemeinsam angestimmt wurde: Das haben wir sonst nicht gemacht, aber die neuen deutschen Staatsbürger bestanden darauf″, sagte er.

María Raquel Beluche Valverde aus Costa Rica stimmte dem Bürgermeister zu: Deutschland ist für mich ein Synonym für Frieden.″ Sie fühlt sich frei in Deutschland: Ich kann meine Meinung äußern, ohne dass etwas passiert. Das ist nicht selbstverständlich.″ Obwohl sie ihre Familie und Freunde vermisst, ist sie dankbar für ihre neue Staatsangehörigkeit: Ich bin deutscher als alle Deutschen, die ich kenne. Ich liebe Schlager, ich bin im Kegelclub. Und ich bin sehr direkt″, sagte sie. Auch Samuel Lins aus Brasilien freut sich über seine Einbürgerung: Einen Tag nach meinem Geburtstag bekam ich die Einbürgerungsurkunde. Ein schönes Geschenk.″ Auch er kann sich mit der deutschen Kultur identifizieren. Ihm gefalle die Ehrlichkeit und Direktheit der Deutschen. Nur das Wetter könnte besser sein: Das wäre auch ein Grund, zurück nach Brasilien zu gehen″, sagt der Theologiestudent.

15 Nationen waren bei der Einbürgerungsfeier anwesend. Es sind sehr viele Briten dabei″, bemerkte Jasper. Die Neubürger kamen unter anderem aus der Türkei, Syrien, Angola, Amerika, Weißrussland, Russland, Pakistan, den Niederlanden, Polen, Nigeria, Costa Rica und Sierra Leone.

Bildtext:
Einbürgerungsfeier im Rathaus: Die Anwesenden sangen zusammen die deutsche Nationalhymne.
Foto:
Swaantje Hehmann
Autor:
des


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