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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Verlust des Erholungsgebietes Gartlage durch neues Stadion und Universität"
Zwischenüberschrift:
Umweltschutz-Verein: Bei einer Planweiterführung mit Einspruch zu rechnen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Verlust des Erholungsgebietes Gartlage durch neues Stadion und Universität

Umweltschutzverein: Bei einer Planweiterführung mit Einspruch zu rechnen

Den Verlust des Erholungsgebietes Gartlage befürchtet der Umweltschutz-Verein (USV), wenn die Projekte Stadion und Universität hier verwirklicht würden. " Die Chance, wertvolles Naturpotential im Stadtgebiet zu erhalten, wäre vertan", heißt es in einem Schreiben des Vereins an das Stadtplanungsamt, in dem der schon früher gestellte Antrag auf Erweiterung der Landschaftsschutzgebiete in der Gartlage aufrechterhalten und die Ablehnung des Entwurfes zum Bebauungsplan Nr. 255 " Stadion Gartlage" gefordert wird. Oberstadtdirektor Dr. Wimmer antwortete: " Wir suchen nach Lösungen, die ihren Vorstellungen mindestens teilweise entsprechen."
U. a. bringt er (der USV) folgende Bedenken vor:
" Der gesamte Komplex liegt im Landschaftsschutzgebiet hinter dem Haster Weg. Etwa die Hälfte der dort vorhandenen Waldflächen würde durch Hochbauten und Übungsplätze vernichtet.
Der Komplex liegt mitten im Verlauf des restlichen Grünzuges und unterbricht ihn. Durch Zäune und Hochbauten würde das Gebiet für Erholungssuchende abgesperrt.
Die Nutzung der Fläche durch nur einen Teil der Allgemeinheit wäre zu gering und zu einseitig, um den Bau des Stadions im Erholungsgebiet zu rechtfertigen.
Die Umwandlung von Landschaftsschutzgebieten zu nicht landwirtschaftlich genutzten Gewerbeflächen (Der Verein ist bestrebt, mit einem neuen Stadion mehr Geld zu verdienen) ist ohne rechtliche Auseinandersetzung nicht durchführbar.
Zurückgewiesen wurde vom USV das Argument, der neue Sportplatz könne der Universität zur Verfügung gestellt werden: " Für ein Sportstudium wird kein Stadion gebraucht". ...
Gerade an Sonntagnachmittagen, wenn die Bevölkerung kleine Ausflüge in Erholungsgebiete unternimmt, würden der Betrieb im Stadion und der Verkehr die Ruhe erheblich stören, heißt es weiterhin in dem Schreiben.
" Das abgestellte Blech, dem der Spaziergänger gerade entfliehen will, und die unvermeidliche Verunreinigung der Luft würden die Ruhesuchenden vertreiben."
Auch die Verkehrsanbindung der Gartlage sei für die An- und Abfahrt der Zuschauer zu ungünstig.
Zusammenfassend stellt der USV fest: " Nach unserer Auffassung läßt sich aus dem Bebauungsplan " Stadion Gartlage" keine Gesamtkonzeption erkennen. Der Raumplan, der sich durch die Unterschutzstellung bestimmter Gebiete andeutet, wird grob mißachtet. Wenn der Plan im Genehmigungsverfahren weitergeführt wird, ist mit dem Einspruch des USV zu rechnen."
Der USV erinnert im gleichen Schreiben an seinen Antrag vom 1. Februar 1972, die Landschaftsgebiete der Gartlage zu vergrößern und sie zu einem zusammenhängenden Grün- und Freiflächenzug bis in die Innenstadt zu entwickeln.
Für den Fall, daß in der Gartlage ein Uni-Teilstandort vorgesehen wird, beantragt der USV u. a. die zusätzliche Unterschutzstellung einer ebenso großen Fläche zur Vervollständigung eines anderen Grünzuges, die Beschränkung auf das Gelände entlang der Bahnlinie wegen der besseren Verkehrsanbindung an Straßen und Schienen, die Unterbindung des ruhenden Verkehrs in flächensparenden, unterirdischen Parkhäusern und die Begrünung der Flächen zwischen den Gebäuden.
In einem Wettbewerb zur Ausgestaltung der Gartlage, der nach Ansicht des Vereins bald durchgeführt werden sollte, könnte die harmonische Einfügung der Teilstandorte der Universität ebenfalls aufgenommen werden.


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