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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wohnen mit Baum auf dem Dach
Zwischenüberschrift:
Sturmschaden noch nicht behoben – Stadt wartet auf Spezialgerät – „Ich lebe in einem Provisorium″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Seit über einer Woche wartet ein Mann darauf, dass der bei einem Sturm auf seine Wohnung gefallene Baum endlich entfernt wird. Denn nur dann können die Renovierungsarbeiten starten. Doch der Stadt Osnabrück fehlte bis jetzt das erforderliche Gerät.

Osnabrück. Seit über einer Woche lebt Hartmut Dorst* nun schon mit mehreren Dachschäden und das im wahrsten Sinne. Denn seit am Sonntag, dem 13. Mai, ein Sturm über Osnabrück wütete und eine Eiche in die Decke und Wände seiner Dachgeschosswohnung krachen ließ, lebt der Mann mit den Löchern im Gebälk. Sowohl durch das Badezimmer, die Küche und auch sein Wohnzimmer hätte man freien Blick in den Himmel, wenn der Mann nicht selbst tätig geworden wäre.

Kurzer Rückblick: Der Sturm am vergangenen Muttertag sorgte nicht nur für Überschwemmungen auf der Autobahn und eine Unterbrechung der Maiwoche, sondern auch dafür, dass ein Baum der Stadt Osnabrück auf das Mietshaus im Stadtteil Finkenhügel stürzte. Hätte Dorst in dem Augenblick auf dem Sofa gesessen, wäre er wahrscheinlich schwer verletzt worden, da ein Ast der Eiche nicht nur die Decke, sondern auch die Zwischenwände durchschlug und auf dem Sofa landete. Doch Dorst hatte Glück und sich zu dem Zeitpunkt kurz hingelegt.

Seitdem wartet er jedoch darauf, dass der Baum entfernt wird. Doch bis dato hat sich nichts getan: Der Termin wurde mehrmals verschoben. Ich lebe also im Provisorium und das geht doch nicht″, sagt Dorst und zeigt auf von ihm selbst aufgespannte Planen und Tücher, die die drei Löcher in seiner Dachgeschosswohnung nicht wirklich verschließen, aber doch etwas verdecken. Solange es nicht stark regnet, kommt auch kein weiterer Regen durch. Aber auch nur dann.″ In der Wohnung werden die größten Löcher in der Wand von Bildern bedeckt, und unter einem in der Decke hat er einen Regenschirm aufgespannt.

Dorst versucht, seine Lage mit Humor zu nehmen, aber er ist verärgert über die von ihm als mangelhaft empfundene Kommunikation, denn nach eigenen Angaben musste er immer wieder bei den entsprechenden Stellen der Stadt Osnabrück nachfragen Erst hieß es, ich darf in der Wohnung nichts verändern, dann wurde der Termin zur Baumentfernung immer wieder verschoben und bis dato nur ein paar Äste vom Baum abgetrennt. Bei mir war aber alles nass, und ich habe nach ein paar Tagen einfach damit begonnen, die durchgeweichten Möbel und den Teppich zu entfernen.″

Verwaltet wird seine Mietwohnung von Haus und Grund und dort sei man sehr um ihn und die Renovierung der Wohnung bemüht, sagt Dorst. Wie die dort für diese Wohnung zuständige Mitarbeiterin gegenüber unserer Redaktion erklärt, warte man tatsächlich auf die Entfernung des Baumes durch die Stadt Osnabrück. Erst dann könne mit Reparaturarbeiten begonnen werden. Die Entfernung sei bis dato jedoch daran gescheitert, dass das dafür benötigte Spezialgerät nicht vor Ort sei.

Eine Aussage, die ein Sprecher der Stadt Osnabrück bestätigt. Den erforderlichen Hubsteiger-Kran können wir erst am Mittwoch mieten. An dem Tag wird dann auch endlich der Baum vom Dach des Hauses entfernt.″ Dorst jedoch bleibt skeptisch: Ich glaube erst daran, wenn der Baum wirklich weg ist.″

* Der richtige Name ist der Redaktion bekannt)

Bildtext:
Seit über einer Woche lebt ein Osnabrücker mit den Schäden eines Baumes, der während des Unwetters am 13. Mai auf seine Dachgeschosswohnung gestürzt ist.
Mit Tüchern, Planen und Bildern versucht Hartmut Dorst* die Löcher zu kaschieren, die ein umstürzender Baum in seiner Dachgeschosswohnung geschlagen hat.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Corinna Berghahn


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