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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
TV-Meteorologe für mehr Klimaschutz
Zwischenüberschrift:
Sven Plöger als Stargast beim fünften regionalen Klimagipfel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Beim fünften regionalen Klimagipfel haben sich 400 Teilnehmer in Osnabrück mit dem Thema Bildung für unser Klima″ befasst. Prominenter Referent des Tages war der Meteorologe und TV-Moderator Sven Plöger.

Osnabrück. Das Ziel von Bildung für Klima″ brachte Andrea Hein, Mitarbeiterin für Umweltbildung im Museum am Schölerberg, ganz einfach auf den Punkt: Klimabildung verhindert im Vorfeld, dass Fehler gemacht werden″, sagte sie mit Blick auf Verhaltensweisen, die das Klima schädigen können. Umso wichtiger sei es, möglichst früh umweltschonendes Verhalten zu vermitteln, damit Kinder von Anfang an ganz selbstverständlich danach handelten.

Hein hat gemeinsam mit einem Vertreter des Landkreises eines von elf Foren geleitet, in dem sich die 400 Teilnehmer des regionalen Klimagipfels verschiedenen Aspekten von Bildung widmeten: Da ging es um Energiesparen an Schulen und im Vorschulalter, Klimaschutz durch die Ernährung, Konsumfragen, die Unterstützung junger Menschen, die sich für die Umwelt engagieren, sowie im Workshop von Andrea Hein Klimabildung an außerschulischen Lernorten.

Zum fünften Mal fand ein regionaler Klimagipfel statt, nach Rheine beim vergangenen Mal war jetzt Osnabrück Station. Hier bot er neben den Foren einen Markt der Möglichkeiten, auf dem regionale Institutionen ihre Angebote präsentierten, Podiumsdiskussionen und am Ende des Tages einen Vortrag mit dem TV-Meteorologen Sven Plöger.

Darf ich mich ausziehen?″, fragte der Wetterexperte zu Beginn seines Beitrags. Er wollte sein Jackett ablegen angesichts der sommerlichen Temperaturen, die nicht nur draußen, sondern auch in der Aula der Hochschule herrschten.

Womit Plöger gleich beim Thema seines Vortrags war. Unter dem Titel Gute Aussichten für morgen?!″ sprach er über die Veränderungen des Klimas und das Wechselspiel verschiedener Faktoren, die gegenseitig bedingen, dass es immer wärmer wird. Plöger erläuterte den Anteil der Menschen an diesen Veränderungen und zeigte auch auf, wie wir durch unser Verhalten dafür sorgen können, dass die Erwärmung des Klimas ein Tempolimit erhält. Das Problem ist die Geschwindigkeit″, sagte Plöger. Der Rasanz, mit der sich das Klima ändere, könnten Lebewesen und Pflanzen nicht so schnell folgen und sich nicht darauf einstellen.

Verhaltensmöglichkeiten und ihre große Bedeutung aufzuzeigen sei besonders wichtig bei einem Thema, das so komplex sei wodurch sich wiederum die Konsequenzen des Handelns nicht unmittelbar zeigten, betonte Plöger, der den Einsatz von Wind- und Sonnenenergie zum Schutz des Klimas befürwortet und für einen Perspektivwechsel plädierte: Wenn Sie die Windräder stören, dann denken Sie doch mal an die Strommasten. Die werden akzeptiert, weil sie schon so lange in unserer Landschaft stehen. Viel ist also auch eine Frage der Gewohnheit.″

Kathrin Pohlmann hatte gemeinsam mit einer Vertreterin der Aktion Humane Welt ebenfalls ein Forum beim Regionalen Klimagipfel geleitet. Pohlmann ist die verantwortliche Redakteurin für das Heft Himbeergrün″ aus dem Medienhaus Neue OZ, in dem Schüler über selbst recherchierte Umweltthemen schreiben. In unserem Magazin sollen sie sich damit kreativ und journalistisch auseinandersetzen. Nur so lernen sie, Themen wie etwa den Plastikverbrauch in der Gesellschaft zu durchdringen″, sagte Pohlmann.

Andrea Hein weiß, wie wichtig es ist, junge Menschen zum eigenen Handeln anzuregen, aber: Klimabildung bekommt zu wenig Geld.″ Dabei sei Kommunikation doch der Anfang von allem. Auch beim Klimaschutz.

Bildtext:
Bekanntes Gesicht aus dem Fernsehen: Beim regionalen Klimagipfel 2018 sprach in Osnabrück unter anderen der Meteorologe Sven Plöger.
Foto:
André Havergo
Autor:
Marie-Luise Braun


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