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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
A 30 nach Unwetter überschwemmt
 
Maiwoche säuft ab
 
Feuerwehren im Dauereinsatz
Zwischenüberschrift:
Unwetter sorgt Sonntag für frühes Ende – Geteilte Meinungen über das „kleine Maidorf″
 
Volle Keller und überflutete Straßen durch Unwetter
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Eine Gewitterfront ist am späten Sonntagnachmittag über die Region hinweggezogen und hat die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Polizei bis in die Nacht in Atem gehalten. Die Autobahn 30 Richtung Hannover musste wegen Überschwemmungen zwischen Lotter Kreuz und Natbergen voll gesperrt werden. Der Bahnverkehr zwischen Osnabrück und Oldenburg war zeitweilig unterbrochen, weil Äste die Gleise blockierten. Die Maiwoche in Osnabrück ist am Nachmittag für den Rest des Sonntages geschlossen worden. Die heftigen Regenfälle hatten zu Problemen bei der Stromversorgung geführt. Heute soll es dann wie geplant weitergehen.

Das Fazit des ersten Wochenendes der Maiwoche fällt durchwachsen aus. Während am Samstag bei angenehmen Temperaturen gefeiert wurde, führte ein Unwetter am Sonntag zum Abbruch der Veranstaltung.

Osnabrück. Gegen 16.30 Uhr wurde der Himmel über Osnabrück fast schwarz. Starker Regen stoppte die Maiwoche. Die Buden und Stände schlossen umgehend, und die Menschen zog es in die Cafés und Geschäfte. Ich mache natürlich zu, bevor jemandem die Klappe eines Bierstandes auf den Kopf fällt. Wir haben alles gesichert″, betonte Maiwochen-Caterer Christoph Sierp. Er habe mit der Stadt im Dialog gestanden und den Wetterdienst im Auge gehabt. Es soll ja bis etwa 17.30 Uhr regnen. Sobald es wieder trocken ist, machen wir natürlich wieder auf″, so Sierp weiter. Nur wenig später musste er diese Aussage aber revidieren.

Bei einer Sicherheitskonferenz beschlossen die Veranstalter nach dem ersten Wolkenbruch, die Maiwoche für den Sonntag vorzeitig zu beenden. Das war zu viel Wasser in zu kurzer Zeit, das da heruntergekommen ist″, erklärte Sierp. Die Feuerwehr komme nicht hinterher, außerdem gebe es Stromprobleme. Wie Sierp vom Deutschen Wetterdienst erfuhr, sollte später noch mal die gleiche Menge Wasser vom Himmel kommen. Da habe es keinen Sinn, das Programm fortzusetzen.

Dabei hatte der Tag vielversprechend begonnen. Wie geplant konnte das NOZ-Kinderfest mit dem Auftritt von 15 Maskottchen von Unternehmen und Institutionen aus der Region stattfinden. Gemeinsam mit zahlreichen Kindern tanzten und spielten Zappeltier, Rosalotta und Co. zur Musik von Frank und seinen Freunden. Die Kinder hatten sichtlich Spaß an der Veranstaltung, wie zum Beispiel die sechsjährige Sophia. Das Tanzen und Singen macht mit am meisten Spaß″ betonte sie.

Keine großen Erwartungen hatten viele Einzelhändler an die Maiwoche beziehungsweise den damit verbundenen verkaufsoffenen Sonntag. Wir machen heute bestimmt nicht den meisten Umsatz″, erklärte Nancy Duarte von Yves Rocher. Ähnlich sahen es auch die Geschäftsführung bei Bücher Wenner sowie Michael Abeln, Leiter der C& A-Filiale. Der Verlauf ist zufriedenstellend, aber nicht hervorragend. Ich plädiere aber weiter für vier verkaufsoffene Sonntage, um die Attraktivität des Standortes zu steigern″, so Abeln.

Samstag war es voll

Der Samstag war entspannt verlaufen und es wurde voll. Temperaturen von bis zu 22 Grad lockten am Samstagabend Tausende Besucher in die Innenstadt. Wir sind gerade erst hier angekommen und schauen mal, was uns alles erwartet, das Wetter soll ja gut werden″, berichtete ein junges Paar, dass sich in der Großen Straße bei einer Portion Pommes gerade für den restlichen Abend stärkte. Recht sollten sie behalten. Wir kommen gerne zur Maiwoche″, erklärten Birgit und Rolf-Dieter Hannig und tranken Maibowle. Sehr gut bewerteten sie auch das vielfältige kulinarische Angebot von Lachs über Burgerspezialitäten oder Tapas bis hin zur klassischen Bratwurst.

Auch eine Gruppe von zehn jungen Damen, um die 25 Jahre alt, die am Samstag extra aus Emsbüren angereist waren, hatte Spaß. Eines fehlte ihnen jedoch, das große Maidorf aus den vergangenen Jahren. Man hat gar kein Ziel″, sagte eine der jungen Frauen. Wir setzen uns auch dafür ein, dass es nächstes Jahr wieder kommt″, ergänzte eine andere in bestimmtem Ton und mit einem Lächeln. Wie genau dies aussehen soll, ließen sie aber offen.

Anders sahen es die Besucher des kleinen Maidorfs, das als Alternative an die Stelle seines großes Bruders rückte. Der Tenor bei den dort Anwesenden war, dass eine tolle Atmosphäre″ herrschte, die viel entspannter″ und gemütlich″ sei. Zwar sei das kleine Maidorf wetterabhängig, da es nach oben offen sei. Aber so ist die Maiwoche″, betonte eine Besucherin. Diese Eindrücke bestätigte auch ein Gastwirt, der mit seinem Stand vor Ort ist: Es ist nicht so hektisch, und auch das Publikum ist ein anderes. Jetzt sind hier viele Familien und auch ältere Menschen, die abends zum Beispiel Wein und Käseplatte bei Kerzenschein genießen.″

Ein positives Fazit der ersten Tage zog auch der Osnabrücker Musiker Todor Toscho″ Todorovic als Betreiber der Bühne am Rathaus. Der erste Tag war trotz Regens ganz gut. Freitag und Samstag hätten nicht besser sein können″, berichtete er. Musikalisch ist das Programm der Oberhammer. Ich freue mich auf jede Band″. Die erste Gruppe, die am Freitag auf der Bühne am Rathaus auftrat, war Another Kind of Boom″, die bei der Maiwoche ihre Premiere hatte. Hier aufzutreten ist wie ein innerliches Blumenpflücken″, freute sich Sängerin Franzika Gorff. Das Publikum quittierte den Auftritt der Band mit reichlich Applaus.

Härtere Töne schlugen die Lokalmatadore von Dirty Deeds″ auf der NOZ-Bühne an der Georgstraße an. Die AC/ DC-Coverband begeisterte das Publikum mit Hard Rock und der markanten Stimme von Sänger Markus Lütkehoff, sodass auf dem Platz kaum ein Durchkommen war. Es ist immer wieder etwas Besonderes vor heimischem Publikum aufzutreten″, so Lütkehoff.

Bildtexte:
Als gegen 16.30 Uhr am Sonntag Starkregen einsetzte, war das Stadtfest für diesen Tag beendet.
Beim Konzert von Dirty Deeds″ war auf der Georgstraße am Samstagabend kein Durchkommen.
Das neu geschaffene kleine Maidorf lockt die Besucher mit entspannter Biergarten-Atmosphäre.
Fotos:
André Havergo

Ein Unwetter hat am Sonntag Feuerwehren in Stadt und Landkreis in Atem gehalten: Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet, abgebrochene Äste blockierten die Straßen. Die A 30 musste wegen Überschwemmungen zwischen dem Lotter Kreuz und Natbergen voll gesperrt werden.

Osnabrück. Etwa 150-mal mussten die Feuerwehren in Stadt und Landkreis bis 21 Uhr ausrücken. Allein rund 100 Einsätze hatte die Feuerwehr in Osnabrück zu verzeichnen. In erster Linie ging es um vollgelaufene Keller. Zudem mussten zeitnah abgebrochene Äste beseitigt werden. In zahlreichen Straßen konnte das Kanalsystem die plötzlich aufkommenden Wassermassen nicht komplett fassen. Das Resultat: überschwemmte Straßen, wie beispielsweise in Hagen, Bad Iburg oder im Osnabrücker Stadtteil Nahne. Von dort meldete sich am Spätnachmittag Anwohner Jürgen Goldberg in unserer Redaktion und berichtete von Schlammlawinen und Überschwemmungen rund um sein Grundstück. Menschen sind laut einem Sprecher der Feuerwehr nicht verletzt worden.

Autofahrer auf den Autobahnen hatten aufgrund des heftigen Regens mit eingeschränkter Sicht zu kämpfen. Teilweise bildeten sich durch die Gewitterschauer ganze Seen auf der Fahrbahn, die höhere Geschwindigkeiten nicht mehr zuließen. Die A 30 musste in Richtung Hannover zwischen dem Lotter Kreuz und Natbergen gesperrt werden, weil es zu massiven Überschwemmungen der Fahrbahn gekommen war. Bis Redaktionsschluss war noch nicht abzusehen, wie lange die Vollsperrung in Richtung Hannover andauern würde. Die Autobahn muss jetzt erst einmal komplett gereinigt werden″, sagte der diensthabende Beamte der Bramscher Autobahnpolizei gegenüber unserer Redaktion. Neben Feuerwehr und Autobahnmeisterei sei eigentlich alles vor Ort, was wir an Einsatzkräften haben″, so die Auskunft.

In Hagen hatte sich Schlamm vom Ellenberg in Richtung Dreskamp ergossen, wo die Feuerwehr die Fahrbahnen vom Dreck befreien musste. Wir zählen bisher 21 Einsätze wegen verschmutzter Straßen und vollgelaufener Keller″, sagte Ortsbrandmeister Heijo Wöhrmann gegen kurz nach 20 Uhr gegenüber unserer Redaktion. Kurz danach musste er das Telefonat abbrechen, weil die Feuerwehr schon zum nächsten Einsatz am Ellenberg gerufen wurde.

Melle kam bis zum Abend glimpflich davon, wie der stellvertretende Stadtbrandmeister Michael Finke berichtete. Nur drei Einsätze waren bis 20.30 Uhr zu verzeichnen: Der Regen hatte Schlamm auf die Sondermühlener Straße in Wellingholzhausen gespült, den die Einsatzkräfte beseitigten. Außerdem musste die Feuerwehr zwei kleinere Äste entfernen, die Straßen blockierten.

Im Stadtgebiet von Bad Iburg musste die Feuerwehr zu insgesamt 20 Einsätzen ausrücken, wie Stadtbrandmeister Stephan Pax berichtete. Außerdem sei der Charlottenburger Ring vielfach überspült und mit Morast und Erde bedeckt worden. Hohe Priorität habe ein Vorfall in der Dingbank-Siedlung gehabt. Hier drohten zwei Tanks hochzuschwimmen″ und das darin befindliche Öl auszulaufen. Letztlich mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Iburg 18 Keller auspumpen, die aufgrund der starken Regenfälle voll Wasser gelaufen waren.

Kurz, aber heftig war auch das Unwetter, das am späten Sonntagnachmittag über Teile der Stadt Bersenbrück hinweggezogen ist. Im Ortsteil Talge hielten drei Bäume den starken Sturmböen nicht stand und stürzten gegen 17.30 Uhr auf die Bahnlinie Osnabrück–Oldenburg. Der Zugverkehr musste kurzfristig unterbrochen werden. Etwa 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bersenbrück und Talge rückten aus, um die Bäume darunter eine stattliche Eiche mit einem Stammdurchmesser von 60 Zentimetern vom Bahngleis zu holen. Nach etwa einer Stunde waren die Hindernisse beseitigt, sodass der Bahnverkehr am frühen Abend wieder freigegeben werden konnte.

Gegen 21 Uhr war auch die zweite Gewitterfront über die Region hinweggezogen. Nach Auskunft der Leitstelle am Schölerberg begann sich die Lage zu diesem Zeitpunkt zu entspannen. Die Aufräumarbeiten hielten die Einsatzkräfte an den Brennpunkten allerdings noch bis in den späten Abend auf Trab.

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Bildtexte:
Die Autobahn 30 Richtung Hannover war am Sonntagabend bei Nahne komplett überschwemmt.
Im Bersenbrücker Ortsteil Talge hielten drei Bäume den starken Sturmböen nicht stand und stürzten gegen 17.30 Uhr auf die Bahnlinie Osnabrück–Oldenburg.
Fotos:
Feuerwehr Osnabrück, NWM-TV
Autor:
Ulrich Eckseler, Stephanie Kriege, Bastian Rabeneck, Christian Geers, Nadine Grunewald


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