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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zwölf Tage Party auf Osnabrücks Maiwoche
 
Pünktlich zur Eröffnung hört der Regen auf
Zwischenüberschrift:
Maiwoche gestartet
Artikel:
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Originaltext:
Geprüft und für gut befunden gemeinsam mit Bierkönig Gambrinus nahm Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert am Donnerstag den ersten Schluck Bier und eröffnete damit die 46. Maiwoche vor dem Rathaus. Unter dem Beifall der ersten Besucher und vor allem der Gäste aus den Partner- und Freundschaftsstädten ging dem OB der Fassanstich locker von der Hand. In den kommenden elf Tagen erwartet Osnabrück wieder mehrere Hunderttausend Besucher zum größten Straßenfest in der Region.
Foto:
David Ebener

Ja, ja es ist Maiwoche, und es hat gestern ein bisschen geregnet. Aber das wird den wahren Maiwochenfan nicht vom Besuch des größten Osnabrücker Straßenfestes abhalten, das Oberbürgermeister Wolfgang Griesert am Donnerstag im Beisein mehrerer Delegationen aus Osnabrücks Partnerstädten eröffnete.

Osnabrück. Bis zum Montag, 21. Mai, tobt wieder das pralle Leben in Osnabrücks Innenstadt. Mehrere 100 000 Besucher werden in den kommenden elf Tagen in die Hasestadt strömen, um auf der 46. Maiwoche ausgelassen zu feiern.

Zentrale und vor allem traditionelle Anlaufstelle sind die Handwerkerbühne und der Bierbrunnen auf dem Marktplatz. Hier eröffnete Oberbürgermeister Wolfgang Griesert die Maiwoche mit einer Ansprache und einem gelungenen Fassanstich unter den wachsamen Augen des Osnabrücker Bierpatrons Gambrinus. Die ersten 100 Liter Freibier waren schnell getrunken, und der Tross um den OB, zu dem neben den Delegationsvertretern und der lokalen Politprominenz auch der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius gehörte, machte sich unter den Klängen der Gentlemen of Jazz″ auf den Weg zum Nikolaiort, wo die Eröffnung des Europadorfes auf dem Programm stand.

Griesert hatte zuvor beim Empfang für die internationalen Gäste im Friedenssaal des Rathauses an die Ursprünge der Maiwoche als gemeinsames Fest mit den Partnerstädten erinnert. Osnabrücks OB unterstrich die friedensstiftende Bedeutung der Partner- und Freundschaftsverträge in immer unsicherer werdenden Zeiten.

Aber auch für die Osnabrücker sei die Maiwoche ein traditioneller Treffpunkt, zu dem sich ehemalige Osnabrücker regelmäßig einfänden, um alte Freunde wiederzutreffen, sagte Griesert bei seiner Eröffnungsrede auf der Handwerkerbühne. Das Thema Sicherheit habe in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, so Griesert mit Blick auf die Sperren, die nach den diversen Attentaten unter anderem auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin auch in Osnabrück notwendig geworden sind.

Nehmen Sie das Angebot an den Ständen auf der Maiwoche wahr und verzichten Sie darauf, selber Getränke mitzubringen″, forderte der OB die Gäste auf. Nur so sei die Maiwoche als eintrittsfreie Veranstaltung auch weiterhin zu gewährleisten.

Weitere Bilder und Informationen zur Maiwoche finden Sie im Internet auf noz.de

Bildtexte:
Schon am frühen Abend füllte sich der Marktplatz mit feierwilligen Maiwochenbesuchern.
Als Osnabrücker wollte sich auch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (M.) die Eröffnung der Maiwoche und den gemeinsamen Bummel mit Bierkönig Gambrinus und OB Griesert nicht entgehen lassen.
Fotos:
David Ebener

Kommentar
Ohne Einnahmen kein Fest

Die überwiegende Mehrheit der Osnabrücker liebt die Maiwoche. Davon ist auszugehen, die Besucherzahlen sprechen da ihre eigene Sprache. Von den wenigen Nörglern und Miesepetern sollten sich die Maiwochenfans und - organisatoren also nicht beeindrucken lassen.

Die regelmäßig an die Oberfläche schwappende Kritik an Bühnenprogramm und Preisen auf Osnabrücks größtem Straßenfest ist ermüdend, geht ins Leere und auf die Nerven. Die Kosten für die Maiwoche tragen die Gastronomen und Standbetreiber. Aus den Einnahmen für Speisen und Getränke müssen sie nicht nur das Bühnenprogramm finanzieren, sondern unter anderem auch die Standgebühren. Die sind saftig, vor allem weil die Sicherheitsauflagen für Open-Air-Veranstaltungen dieser Art immer umfangreicher werden. Hinzu kommt der nicht eben geringe Risikofaktor Wetter.

Die Ausgabenseite ist also ebenso wenig zu unterschätzen wie es verwunderlich oder unanständig ist, dass die Festbeschicker mit ihrer Arbeit Geld verdienen möchten.

Die Stadt ist gut beraten, die Standgebühren nicht in unermessliche Höhen zu schrauben, aber auch die Besucher sind gefragt, ihr Bier bitte nicht von daheim mitzubringen, sondern an den Ständen zu kaufen, um dieses bunte und fröhliche Fest noch viele Jahre am Leben zu halten.
Autor:
Dietmar Kröger


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