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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ehepaar bietet Stadtbahn-Wette an
Zwischenüberschrift:
Rollt exakt 60 Jahre nach der Abschaffung wieder eine Tram durch Osnabrück?
Artikel:
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Originaltext:
Wird der Rat beim Thema Stadtbahn zum Prellbock oder zur Lokomotive? Nach einem Bericht unserer Redaktion greifen mehrere Fraktionen die Forderung der Stadtbahninitiative (SBI) auf. Unterdessen bieten Bürger der Stadt eine 1000-Euro-Wette an.

Osnabrück. Die NOZ-Leser Birgitta und Martin Büker aus Osnabrück erklären sich bereit, ihr Portemonnaie für die Jungfernfahrt mit einer neuen Stadtbahn besonders weit zu öffnen sofern diese nicht am Sankt-Nimmerleins-Tag stattfindet, sondern bereits in zwölf Jahren, also exakt 60 Jahre nach Abschaffung der alten Tram in Osnabrück. Bis dahin, so meint zumindest die SBI, sei ein Systemaufbau durchaus möglich, wenn jetzt die Weichen dafür gestellt würden.

Den Bükers scheint dieser Gedanke zu gefallen. Wir möchten unserem Oberbürgermeister Herrn Griesert und dem Rat der Stadt Osnabrück eine Wette anbieten″, schreiben sie in einer E-Mail an unsere Redaktion. Wenn im Jahr 2030 die erste Stadtbahn in Osnabrück fahren sollte, bezahlen wir für die Fahrscheine 1000 Euro. Sollte es die Stadt bis dahin nicht schaffen, endlich wieder eine Bahn auf die Straßenschienen zu bringen, bekommen wir zwei Karten für den Zoo. Wer wettet mit?

Inwiefern ein solches Glücksspiel die Verantwortlichen tatsächlich zum Handeln bewegt, sei dahingestellt. Fakt ist: Das Thema Stadtbahn nimmt in der Politik an Fahrt auf.

Die Osnabrücker Grünen begrüßen den Vorschlag der SBI, den öffentlichen Nahverkehr durch Einbeziehung eines Stadtbahnsystems weiterzuentwickeln. Wir erwarten, dass die anderen Fraktionen im Rat sich der Frage ebenfalls ergebnisoffen widmen″, heißt es in einer Mitteilung. Der Kostenaspekt dürfe kein Totschlagargument sein. Bevor über Finanzierung geredet werde, müsse geprüft werden, ob das Vorhaben verkehrspolitisch sinnvoll ist auch aus regionaler Sicht.

Nach Ansicht der Grünen kämen die Vorzüge einer Stadtbahn besonders dann zum Tragen, wenn sie das Umland einbeziehen würde. Michael Kopatz, verkehrspolitischer Fraktionssprecher, wirbt in diesem Zusammenhang für eine gemeindeübergreifende Kooperation: Was spricht gegen eine neu zu gründende Stadtbahn-Gesellschaft, an der Stadt, Landkreis und Kommunen beteiligt sind?

UWG und Piraten verlangen ein aktuelles Gutachten zum Thema Stadtbahn. Die Ergebnisse einer 2013 erstellten ÖPNV-Machbarkeitsstudie seien für eine ausführliche Diskussion nicht ausreichend″, teilt die Ratsgruppe mit. Das sogenannte Lindschulte-Gutachten berücksichtige beispielsweise nicht den gesamten Verkehrsraum Osnabrück, sondern beschränke sich auf das Stadtgebiet. Außerdem fehle in der damaligen Untersuchung eine fundierte Berechnung des Kosten-Nutzen-Faktors.

Für die Linkspartei fordert Giesela Brandes-Steggewentz, die Planung für eine Stadtbahn in Osnabrück aufzunehmen. Ab sofort müssten Rücklagen für ein solches Projekt gebildet und Fördermöglichkeiten geprüft werden, so die Fraktionsvorsitzende im Rat.

Bildtext:
Vorbild Bielefeld: In Osnabrücks Nachbarstadt möchte niemand die Stadtbahn missen. Sie bringt Jahr für Jahr zig Millionen Menschen dazu, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.
Foto:
moBiel/ Veit Mette
Autor:
Sebastian Stricker


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