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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Humorvolle Zeitreise
Zwischenüberschrift:
Saisonstart der „Osnabrücker Stadtspieler″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Verhandlungen zum Westfälischen Frieden gehören zweifelsfrei zu den bedeutendsten Ereignissen der Osnabrücker Geschichte. Wie war es damals, als Gesandtschaften aus ganz Europa in der Hasestadt jahrelang hart verhandelten und in dieser Zeit natürlich auch zu leben wussten? Das Ensemble der Osnabrücker Stadtspieler″ zeigte dies am Freitagabend eindrucksvoll beim Auftakt in die Spiel-Saison 2018.

Osnabrück. Mit großer schauspielerischer Klasse und humorvoller Dramaturgie stellen die Laiendarsteller nun bis Oktober im Rahmen von zweistündigen Stadtführungen historische Szenen an Originalschauplätzen nach. Wie wäre es wohl gewesen, wenn der heutige Medienzirkus bereits vor 370 Jahren über den Erfolg der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden aus Osnabrück berichtet hätte?

Unter anderem auf diese interessante wie auch amüsante Frage erhielten die Teilnehmer der ersten diesjährigen Stadtführung der Osnabrücker Stadtspieler″ eine Antwort. So waren sie live″ dabei, als das Vertragswerk im Friedenssaal des Rathauses von den Gesandten des Kaisers und der Schweden beschlossen wurde. Eine äußerst engagierte″ Fernsehreporterin versuchte möglichst viele Interviews mit den gestressten Unterhändlern zu führen. Diese zogen es allerdings vor, sich nach den jahrelangen Strapazen verdienterweise in den Ratskeller zurückziehen.

Ähnlich augenzwinkernd führte das aufwendig kostümierte Ensemble der talentierten Laienschauspieler, durch vier weitere Szenen aus der für die Hasestadt so bedeutenden Zeit der Friedensverhandlungen.

Die reinen historischen Fakten kamen durch die spannenden, fachkundigen Erläuterungen der Stadtführerinnen Dörthe Schmidt und Tanja Dziedzioch allerdings auch nicht zu kurz. Vor und nach jeder Darbietung erfuhren die Zuschauer etwa von den nicht immer angenehmen Begleitumständen, des über fünf Jahre währenden Kongresses. Für eine Stadt von damals mit nicht mehr als 7000 Einwohnern war die Beherbergung der anspruchsvollen, Hunderte Personen umfassenden Gesandtschaften schließlich ein gewaltiger Kraftakt.

Teilnehmerin Susanne Storck zeigte sich von der außergewöhnlichen Stadtführung begeistert. Vom Westfälischen Frieden hat ja jeder bereits einmal etwas gehört, sich aber auf solche Weise auf Zeitreise zu begeben ist schon etwas Besonderes″, so die Bohmterin. Neben diesen Zeitreisen″ in das 17. Jahrhundert bieten die Osnabrücker Stadtspieler″ auch solche in die Zeit der Stadtgründung und des Mittelalters an.

Bis Oktober finden an Wochenenden noch elf weitere öffentliche Führungen, zu einem Preis von 10 Euro je Erwachsenen statt. Die Einnahmen werden dabei für die Pflege und den Ausbau des Kostüm- und Requisitenbestandes verwendet.

Wer einmal selbst als Darsteller in die Rolle historischer Personen der reichen Osnabrücker Geschichte schlüpfen will, kann sich jederzeit bei den derzeit 15 Ensemble-Mitgliedern melden und an deren Proben teilnehmen. Im Vordergrund steht dabei der Spaß am Spiel, welcher auch an diesem Freitag alle Zuschauer überzeugte.

Bildtext:
Nach jahrelangen Verhandlungen endlich Einigkeit: Die Gesandten Schwedens und des Kaisers beschließen den Frieden im Osnabrücker Rathaus.
Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
Alexander Adams


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