User Online: 1 | Timeout: 06:43Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hier kommt die „Laga-Familie″
 
Landschaftsgärtner und Floristen suchen die Besten
 
Schöne, aber giftige Schachbrettblume
Zwischenüberschrift:
Die Frohs aus Osnabrück freuen sich auf ein tolles Gartenjahr – Gewinner der NOZ-Aktion
 
Berufswettbewerbe am kommenden Wochenende auf dem gesamten Laga-Gelände
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Gäbe es die Landesgartenschau nicht, dann müsste sie für Antje Froh und ihre Familie erfunden werden. Schon der erste kurze Rundgang über das Gelände in Bad Iburg zeigt: Es ist das perfekte Freizeitvergnügen für die frisch gekürte Laga-Familie″.

Bad Iburg. Anfang April hatte die Neue OZ eine Mehrgenerationenfamilie gesucht, die regelmäßig die Landesgartenschau besuchen möchte und über deren Erlebnisse und Erfahrungen wir auf den Sonderseiten am Samstag berichten. Wir sind eine Draußen-Familie, radeln gerne durch das Osnabrücker Land und entdecken neue Gegenden″, schrieb Antje Froh in ihrer charmanten Bewerbung, die auf Anhieb die Redaktion überzeugte. Die Laga GmbH spendierte Dauerkarten.

Sieben kleine und große Naturliebhaber und Gartenfreunde gehören der Laga-Familie″ an: Antje und Olaf Froh, die mit ihren drei Kindern Janne (12), Finje (9) und Tjelle (4) im Osnabrücker Stadtteil Nahne wohnen, außerdem die Großeltern Gisela und Ralf Kohlitz, die in der Kleinstadt Alzenau in Unterfranken zu Hause sind.

Wie fast alle Laga-Besucher werden auch die Frohs bei ihrer ersten Stippvisite in Bad Iburg magisch vom Baumwipfelpfad angezogen wobei die Kinder zunächst mit Rosalotta herumtollen und unbedingt wissen wollen, ob das Laga-Maskottchen kitzelig ist. Vor allem Tjelle ist ein echter Wirbelwind, rennt Böschungen rauf und runter und hat selbstverständlich auch als Erster die 158 Stufen bis zur obersten Aussichtsplattform des neuen Baumwipfelpfades erklommen.

So hat man Bad Iburg ja noch nie gesehen″, schwärmt Olaf Froh und schaut über den Charlottenseepark zum Schloss. Der 44-Jährige unterrichtet an der Realschule des Kneipp-Kurortes unter anderem Erdkunde und interessiert sich mit fachkundigem Blick insbesondere für die vielen Wissensstationen entlang des Höhenweges. Hier ist jede Menge zu lesen und zu hören, es gibt Ferngläser und Fotos und an einigen Stellen auch Objekte, die Wipfelpfadbesucher anfassen und auf diese Weise im wahrsten Sinne des Wortes begreifen können. Dabei geht es um die Kreidezeit und die Funktionen des Waldes, um Baumarten und Blätter, Fledermäuse und Spechte. Auf der Entdeckungstour bemerkt Janne, dass es fast überall spezielle Erklärungen für Kinder und Erwachsene gibt. Das sei eine großartige Sache. Ihr Bruder Finje bleibt derweil bei den Pilzen stehen. Damit kennt er sich bestens aus, denn er hat schon mal ein Referat über den Hallimasch gemacht, dessen unterirdisches Geflecht riesengroß werden kann.

Wir freuen uns auf ein tolles Gartenjahr″, sagt die 46-jährige Antje Froh, die Mathe- und Sportlehrerin am Gymnasium Oesede ist und im Sommer jede freie Minute draußen verbringt. Den grünen Daumen hat sie von ihren Eltern geerbt. Dabei sind Gisela und Ralf Kohlitz nicht nur Garten- , sondern auch Gartenschau-Experten. Direkt vor ihrer Haustür in Alzenau fand 2015 die bayrische Laga statt. Die beiden 74-Jährigen hatten damals selbstverständlich Dauerkarten und waren Stammgäste auf dem Gartenschaugelände. In Bad Iburg haben sie den direkten Vergleich im Hinterkopf. Der erste Eindruck jedenfalls ist äußerst positiv. Dass ein echter Wald Teil der Landesgartenschau ist, findet Gisela Kohlitz total gut″.

Bildtext:
Vor der prächtigen Kulisse des Bad Iburger Schlosses stellt sich die Laga-Familie″ zum Gruppenfoto auf (von links): Ralf und Gisela Kohlitz, Olaf, Finje, Janne, Tjelle und Antje Froh. Bilder unten: auf Tuchfühlung mit Rosalotta und viel Wissens- und Sehenswertes auf dem Baumwipfelpfad.

Fotos:
Swaantje Hehmann

Baumwipfelpfad

Der insgesamt fast 600 Meter lange und bis zu 32 Meter hohe Baumwipfelpfad ist die absolute Attraktion der Landesgartenschau in Bad Iburg. Dafür haben die Verantwortlichen außerhalb des Laga-Etats fünf Millionen Euro ausgegeben, 500 Tonnen Stahl und 140 Kubikmeter Holz verbauen lassen. Der Baumwipfelpfad in Bad Iburg ist der neueste und einer von 18 in Deutschland und bleibt nach der Laga selbstverständlich bestehen. Er soll weiterhin Besucher anziehen und dazu beitragen, die touristische Zukunft des Kurortes zu sichern. Dass sich die hohe Investition langfristig lohnen kann, zeigen andere Standorte von Baumwipfelpfaden. Den 2005 im thüringischen Nationalpark Hainich eröffneten Höhenweg haben bis Ende 2017 rund 2, 5 Millionen Waldfans besucht. Der knapp zwei Jahre alte Baumwipfelpfad an der Saarschleife bei Orscholz hat die Erwartungen übertroffen. Im ersten Jahr kamen 250 000 Besucher 50 000 mehr als veranschlagt. Erwachsene zahlen dort 10 Euro Eintritt.

Bad Iburg. Sie müssen einen kleinen Garten in nur fünf Stunden realisieren: Wie das geht, zeigen 40 angehende Landschaftsgärtner am Freitag und Samstag, 4. und 5. Mai, auf der Laga. Dort startet der Landeswettbewerb Niedersachsen-Bremen des Landschaftsgärtner-Cups, der Deutschen Meisterschaft der Landschaftsgärtner. Die Besucher können den Auszubildenden dabei über die Schulter schauen. Die Standorte sind auf dem gesamten Gelände der Landesgartenschau verteilt. Beim Wettbewerb kommt es auf Pflanzenkunde, Vermessung, Geschicklichkeit, Arbeitssicherheit und Kreativität sowie handwerkliches Können an und vor allem auf Teamwork.

Der Fachverband Deutscher Floristen (LV Niedersachsen) wiederum organisiert am Samstag und Sonntag, 5. und 6. Mai, die niedersächsische Landesmeisterschaft der Floristen die Silberne Rose″ auf der Laga. Insgesamt vier Werkstücke müssen die Nachwuchsfloristen erstellen, unter anderem einen Körperschmuck für Rosalotta. Die Besten aus Bad Iburg qualifizieren sich für die Deutsche Meisterschaft der Floristen in Berlin. Die gefertigten Arbeiten sind bis Donnerstag, 17. Mai, in der Laga-Blumenhalle zu sehen.

Ein Blickfang in der Blumenhalle und auf der Blütenterrasse ist die Schachbrettblume, Fritillaria meleagris. Sie wurde Ende des 16. Jahrhunderts als Gartenpflanze in Mitteleuropa eingeführt″, berichtet Nadine Oestermeyer, verantwortlich für den Bereich Planen, Bauen, Ausstellungen der Laga: Vorher waren diese Liliengewächse nur in Südeuropa beheimatet.″ Die Pflanzen werden 15 bis 20 Zentimeter hoch, und pro Zwiebel erscheinen ein bis zwei Blütenstängel. Die Blütenglocken sind vier bis fünf Zentimeter groß, meist einzeln nickend bis nach unten hängend und purpurrot- oder lila-weiß sowie grünlich-weiß. Nach der Blüte erscheint eine Kapselfrucht. Die Schachbrettblume ist eine vorsommergrüne Zwiebel- und Wildpflanze, die besonders geschützt und giftig ist. Sie benötigt einen sonnigen Standort mit frisch-feuchtem Boden.

Bildtext:
Fritillaria meleagris ist der botanische Name der Schachbrettblume.

Foto:
Laga/ Claudia Sarrazin
Autor:
Holger Jansing, pm, sarr


Anfang der Liste Ende der Liste