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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Diese Konflikte müssten nicht sein
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Osnabrücks erster Mobilitätsknoten″ (Ausgabe vom 21. März).

Am 21. März schrieb Herr Hinrichs: , Der Platz vor dem Sutthauser Bahnhof zeigt heute, wie die Mobilität morgen aussehen kann.′ Das trifft wohl leider für die Osnabrücker Verkehrsplanung nicht zu: Dem neuen, zukunftsweisenden Kotenpunkt fehlt leider ein vom Fußweg getrennter Radweg, den es in der Vergangenheit allerdings dort gab.

Am 23. Januar 2018 bat ich die Stadt Osnabrück, Fachbereich Städtebau/ Verkehrsplanung um eine Stellungnahme dazu. Ich erhielt am 24. Januar 2018 folgende Antwort: , Die Radverkehrsführung im Bereich des Bahnhofs in Form eines gemeinsamen Geh-Radwegs ist in der Tat ein Kompromiss, der aber nach Abwägung aller Anforderungen an den eng bemessenen Straßenraum aus Sicht der Planung alternativlos und in Anbetracht des nur temporär vorkommenden Fußverkehrs auch vertretbar ist. Gemeinsame Geh-Radwege werden im Stadtgebiet aus den von Ihnen genannten Gründen möglichst vermieden und nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Auch die Verwaltung hätte sich eine Separation des Fuß- und Radverkehrs gewünscht, hierfür fehlten jedoch gerade im Bereich der Bushaltestelle und des Bahnübergangs sowie aufgrund des Bedarfs einer Mittelinsel für die gesicherte Querung der Hermann-Ehlers-Straße in Richtung Riesenallee/ Marienheim schlichtweg die Breiten. Die zukünftige Breite des Geh-/ Radweges beträgt 3.0 m, im Bereich der stadteinwärtigen Bushaltestelle 4.0 m.′

Die im letzten Satz angegebenen Maße sind übrigens gerade im Bereich der Haltestelle und im Wartebereich vor der Verkehrsinsel nicht erreicht, also genau da, wo zumindest zu den Stoßzeiten viele Menschen stehen. Es liegt außerhalb meiner Vorstellungskraft, dass Osnabrück als eine im letzten Jahr erst ausgezeichnete fahrradfreundliche Stadt einen 1, 3 Millionen teuren Parkplatz baut, aber keinen separaten Fahrradweg an diesem Straßenstück einplant. Im morgendlichen Berufsverkehr konkurrieren am Sutthauser Bahnhof Zugpendler, Busse, Lkws, Fußgänger (Schüler der BBS im Marienheim), Pkws und demnächst auch noch die Park& Ride-Pkws mit den Fahrrädern darunter viele E-Bikes. Morgens ist dort reger Fahrradverkehr, viele Menschen fahren bis in die Stadt und stellen ihr Fahrrad nicht am Sutthauser Bahnhof ab. Für Autos, Busse und Lkws scheint gesorgt zu sein.

Müssen wir Radfahrer uns tatsächlich durch Schülergruppen beziehungsweise zwischen Bussen, Lkws und Pkws durchdrängeln? Sollen wir uns den Weg zwischen parkenden Autos suchen? Der Parkplatz selber wurde großzügig gestaltet. Dass es dort keinen Platz für einen separaten Radweg gibt, erschließt sich mir nicht. [...]

Erst vor Kurzem wurden in der NOZ einige Leserbriefe zum Konflikt zwischen Radfahrern und Fußgängern veröffentlicht. Diese Konflikte müssten nicht sein, wenn die Stadt Osnabrück endlich eine zeitgemäße Verkehrsplanung machen würde.″

Sigrid Dierker

Georgsmarienhütte
Autor:
Sigrid Dierker


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