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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Orang-Utan-Weibchen Dayang neu im Zoo
 
Stachelschwein-Baby Spike ist tot
Zwischenüberschrift:
Zuchtpaar nach Zuzug aus niederländischem Apeldoorn komplett – Dschungeltempel vorübergehend geschlossen
Artikel:
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Originaltext:
Zuwachs bei den Borneo-Orang-Utans im Zoo Osnabrück: Am Dienstag ist Weibchen Dayang aus Holland an den Schölerberg gekommen. Nach der Ankunft von Männchen Damai im November 2017 ist das neue Zuchtpaar damit komplett. Insgesamt besteht die Menschenaffen-Gruppe jetzt aus vier Tieren.

Osnabrück. Die zwölfjährige Dayang solle in den kommenden Wochen schrittweise an ihre drei Artgenossen Damai, Buschi und Astrid herangeführt werden. Wir möchten Dayang eine kleine Eingewöhnungsphase geben″, teilte der Zoo Osnabrück am Mittwoch mit. Der Orang-Utan-Dschungeltempel bleibe deshalb für Besucher vorübergehend geschlossen.

Bislang lebte Dayang im Apenheul Primate Park″ im niederländischen Apeldoorn. Die zweistündige Fahrt nach Osnabrück steckte das Tier offenbar gut weg: Schnell sei es aus der Transportkiste in den ihm zugeteilten Bereich des Innengeheges geklettert, bevor es sich an den dicken Seilen durch die Anlage schwang und sie von der Plattform des Klettergerüsts aus in Augenschein nahm.

Beim Kennenlernen ihrer neuen Umgebung erhält Dayang in den nächsten Tagen die Unterstützung einer Tierpflegerin aus dem Affenpark Apeldoorn. So sieht Dayang ein bekanntes Gesicht, und uns kann die Kollegin mit Insider-Infos zu Dayang helfen von Futtervorlieben bis hin zu bestimmten Verhaltensmustern″, erklärt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück. Sein erster Eindruck von der jungen Affendame: Sie hat einen eher ruhigen und zurückhaltenden Charakter, kann aber auch sehr bestimmt auftreten.

Mit Dayang leben nun insgesamt vier Orang-Utans am Schölerberg. Der Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Orang-Utans, Clemens Becker, hatte den Zoo gebeten, zusätzlich zu den Osnabrücker Exemplaren Buschi und Astrid ein zuchtfähiges Paar aufzunehmen. Hintergrund sei, dass sich die Situation dieser zotteligen Urwaldwesen in der Wildbahn dramatisch entwickelt habe, wie Zoodirektor Michael Böer erklärt: Durch die Lebensraumzerstörung sinkt der Bestand bedrohlich. Beide Unterarten, sowohl Borneo- als auch Sumatra-Orang-Utan, gelten als vom Aussterben bedroht.″ Die Aufgabe von Zoos sei es, durch Nachzucht eine stabile Population unabhängig von der Entwicklung in der Wildbahn aufzubauen. Und das Osnabrücker Menschenaffenhaus biete nach dem Umbau Platz für fünf erwachsene Orang-Utans plus Nachwuchs unterm Strich 10 bis 15 Tiere.

So kam Ende November bereits das 14-jährige Männchen Damai aus dem Zoo Sóstó (Ungarn) nach Osnabrück. Dayang hingegen sollte noch bis zum Frühjahr in Apeldoorn bleiben, um dort die Aufzucht eines Jungtiers miterleben zu können. Eine sehr wertvolle Erfahrung″, wie Böer betont. Schließlich soll das Weibchen eines Tages selbst Mutter werden.Zunächst jedoch muss die Osnabrücker Menschenaffen-WG, zu der auch drei Weißwangenschopfgibbons gehören, sich miteinander vertraut machen. Kurator Klumpe: Wir entscheiden individuell und je nach Verhalten der Tiere, wie wir weiter vorgehen. Jetzt ist Dayang zunächst in einem separaten Bereich. Im zweiten Schritt soll sie Damai über ein Kontaktgitter kennenlernen. Verstehen sie sich gut, lassen wir sie zusammen.″ Später werde Dayang dann auch Buschi und Astrid vorgestellt. (Weiterlesen: Wissenswertes aus dem Zoo Osnabrück Warum ein Affe Buschi heißt)

Wissenschaftlich begleitet wird die Eingewöhnung vom Fachteam des Zoos in Kooperation mit der Universität Osnabrück (Arbeitsgruppe Ethologie) und der Freien Universität Berlin (Arbeitsgruppe Vergleichende Entwicklungspsychologie), außerdem vom Veterinäramt. So beobachten Studenten die vier Orang-Utans sowie die Weißwangenschopfgibbons täglich für mehrere Stunden und protokollieren ihr Verhalten, um so eine fundierte Basis für die nächsten Entscheidungen zu haben. Außerdem nehmen die Tierpfleger regelmäßig Kotproben der Primaten, um physiologische Daten zu gewinnen.

Warum Astrid zuletzt zweimal operiert werden musste, lesen Sie auf noz.de/ zoo

Bildtext:
Noch etwas müde von der Reise, erkundet Orang-Utan-Weibchen Dayang sein neues Zuhause im Zoo Osnabrück.
Foto:
Zoo Osnabrück/ Hanna Rickert

Osnabrück. Keine zwei Wochen nach seiner Geburt am 5. April ist Stachelschwein-Baby Spike im Zoo Osnabrück über Nacht gestorben. Tierpfleger fanden es am Mittwochmorgen leblos im Stall. Eine Ursache für den plötzlichen Tod des Stachelschweinchens sei nicht erkennbar, teilt der Zoo mit. Das Jungtier habe bis dato keine Auffälligkeiten gezeigt.

Spike, wie das Stachelschwein auf Besucheranregung genannt wurde, hatte sich zum Liebling unter den Mitarbeitern entwickelt. Es war der erste Nachwuchs bei dieser Nagetierart im Zoo Osnabrück seit 2014.

Bildtext:
Wurde nur wenige Tage alt: Spike.
Foto:
Zoo/ Hanna Rickert
Autor:
Sebastian Stricker


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