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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stromtrasse: Bürgerinitiativen informieren heute
Zwischenüberschrift:
Wie geht es mit 380-kV-Leitung weiter?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück/ Melle. Beim Neubau der Höchstspannungsleitung von Wehrendorf (Bad Essen) nach Gütersloh stehen weiter viele Fragen im Raum. Was ist tatsächlich geplant? Wie soll es weitergehen, und welche Möglichkeiten haben betroffene Anlieger, auf das weitere Verfahren einzuwirken?

Auf all diese Fragen möchte die Bürgerinitiative Keine 380-kV-Leitung am Teuto″ Antworten geben. Sie lädt für den heutigen Abend ab 19 Uhr zu einer Infoveranstaltung in das Haus des Gastes″, Eichendorffstraße 4, im Meller Stadtteil Wellingholzhausen ein, um über das Thema zu informieren.

Hintergrund der Info-Veranstaltung ist die aktuelle Entwicklung, wonach das Amt für regionale Landesentwicklung in Oldenburg erneut das Raumordnungsverfahren zum Bau der 380-kV-Leitung für den Streckenabschnitt von der Umspannanlage in Lüstringen bis zur Landesgrenze eingeleitet hat.

Viel Sachverstand

Auf unserer Informationsveranstaltung möchten wir die Planungen der Firma Amprion für den gesamten Streckenabschnitt vorstellen, das weitere Verfahren erklären und unsere Überlegungen zum weiteren Vorgehen erläutern″, erklären die Initiativensprecher Frank Vornholt von der Bürgerinitiative Wellingholzhausen und Christian Bräke von der Bürgerinitiative aus Bissendorf.

Zum Hintergrund: Zu Beginn des Jahres 2013 wurden die Kommunen entlang der Strecke von Wehrendorf nach Gütersloh vom Vorhabenträger Amprion informiert, dass die bisherige 220 kV-Leitung durch eine 380 kV-Höchstspannungsleitung ersetzt werden soll.

Als Reaktion darauf gründeten sich entlang der gesamten Strecke insgesamt fünf Bürgerinitiativen, die sich gegen eine Freileitung und für den Einsatz einer Erdverkabelung einsetzen wollen.

Zur Verstärkung dieser Forderung schlossen sich die Bürgerinitiativen Ende 2013 zusammen und arbeiten seitdem mit viel Sachverstand und Engagement unter dem Titel BI Keine 380-kV-Freileitung am Teuto″ für ihr gemeinsames Ziel.

Nicht einverstanden

So wurden in den vergangenen Jahren bereits viele Veranstaltungen durchgeführt, Unterschriften gesammelt und Stellungnahmen an die zuständigen Behörden abgegeben. Auch mit Landes- und Bundestagsabgeordneten, Staatssekretären und Ministern aus Land und Bund wurde gesprochen und debattiert.

Nicht umsonst, wie sich Ende 2015 herausstellen sollte. Da wurde die Strecke im Osnabrücker Land vom Bundesgesetzgeber als eine der wenigen Pilotstrecken für Erdkabel aufgenommen. Ein Riesenerfolg für die Bürgerinitiativen.

Seitdem ist es zunächst ruhig um den Bau der Leitung geworden. Amprion war nun gezwungen, die Planungen für die Strecke zu überarbeiten und weitere Prüfungen durchzuführen. Diese Planungen legte das Dortmunder Unternehmen im März dem Amt für regionale Landesentwicklung in Oldenburg vor, das daraufhin erneut ein Raumordnungsverfahren für die Strecke eingeleitet hat.

Bis auf die Einführung in die Umspannanlage beabsichtigt Amprion jedoch in allen anderen Bereichen den Bau einer Freileitung. Weder die Bürgerinitiative noch die betroffenen Kommunen sind mit diesen Planungen einverstanden.
Autor:
awe


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