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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Eigentlich natürliche Verbündete
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel „, Die Stadt vernachlässigt die Fußgänger′ Massive Kritik im Bürgerdialog Verkehrswende″ (Ausgabe vom 16. März).

Es ist wirklich traurig, dass der Bund der Fußgänger in Osnabrück ausschließlich gegen Radfahrer keilt und dabei übersieht, dass beide eigentlich natürliche Verbündete sind. Konflikte entstehen ja nur, weil sie sich teilen müssen, was der Autoverkehr übrig lässt. Pauschalisierungen helfen hier nicht weiter.

Natürlich haben Radfahrer auf dem Gehweg nichts zu suchen. Es ist aber oft die einzige Alternative zur Fahrbahn, wo sie zwischen Autos schlicht Angst haben zu fahren.

Zielführender wäre ein Dialog, der die Neuverteilung der Verkehrsflächen als Ziel hat. Damit danach Platz für alle ist.

Es ist absurd, dass sich die ohnehin benachteiligten Verkehrsteilnehmer im Schatten der Auto-Privilegierung streiten. Zusammenarbeit wäre hier für alle zielführender. Stattdessen setzt der Fußgängerbund weiter auf Konfrontation, und die Autolobby lacht sich ins Fäustchen.″

Daniel Doerk

Osnabrück

Ein paar Beobachtungen zum Verkehr in Osnabrück aus der Sicht eines Radfahrers, Fußgängers und gelegentlichen Autofahrers: Das Hauptproblem ist und bleibt die Bevorzugung des Autos durch die Stadt. Dies wurde erst kürzlich wieder deutlich, als die , NOZ′ berichtete, dass es laut einer Erhebung der Stadt auf der Martinistraße kein Raserproblem gebe und man deshalb auch keinen Blitzer brauche (geblitzt wird dafür regelmäßig im verkehrsberuhigten Bereich auf der Arndtstraße, wo es tatsächlich kein Raserproblem gibt).

Aber meine tägliche Erfahrung ist, dass es auch Radfahrer sind, die Fußgängern und nicht zu vergessen anderen Radfahrern das Leben schwer machen. Dabei geht es nicht um gelegentliches Ausweichen auf den Bürgersteig, was zum Beispiel auf der viel zu engen Lotter Straße überlebensnotwendig ist. Es geht um die Missachtung elementarer Verkehrsregeln (wie rechts vor links), um Radfahren mit Kopfhörern, mit dem Smartphone in der Hand oder gleich freihändig, und auch um Pöbelei, wenn man auf Fehlverhalten aufmerksam macht. Das macht selbst das Radeln auf der Fahrradstraße Katharinenstraße immer wieder zum Abenteuer.

Und dann wäre da noch das besonders an schönen Sonnentagen verbreitete Radfahren in der Fußgängerzone, welches einen Spaziergang mit Kleinkind zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit macht. Gerade angesichts der weitgehenden Missachtung der Anliegen von Fußgängern und Radfahrern durch die Stadt wäre es wichtig, dass die Radfahrer als noch immer relativ stärkere Verkehrsteilnehmer sich vernünftiger verhalten würden.″

Prof. Dr. Jannis

Panagiotidis

Osnabrück

Ich lebe nun schon gut 50 Jahre in Osnabrück und bin sowohl viel zu Fuß, mit Rad und auch mit dem Auto in der Stadt unterwegs.

Die Diskussionen darüber, welcher Verkehrsteilnehmer wen in der Stadt wie behindert, scheint viele Personen dazu bewegen, sich über die jeweils anderen Verkehrsteilnehmer auszulassen. Sind denn hier nur intolerante Verkehrsteilnehmer unterwegs? Wenn auswärtige Personen die Beiträge über dieses Thema in der , NOZ′ lesen, könnte der Eindruck entstehen, in der Innenstadt geht′s drunter und drüber beziehungsweise es herrscht Krieg auf den Straßen. Normale Bürger, die tolerant gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern sind, gibt es anscheinend nicht.

Ich kann für mich nur feststellen, dass ich mich recht sicher im Straßenverkehr in der Osnabrücker Innenstadt fühle und kaum Probleme habe. Denn wer mit offenen Augen und mit Toleranz sich bewegt, egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder Auto, wird sein Ziel zu 99, 9 Prozent in der Stadt unbeschwert erreichen. Auch wenn hier und da mal ein paar , Rüpel′ unterwegs sind, welches auch gut mal der Fußgänger sein kann, wenn er gedankenlos auf dem Radweg herumspaziert oder bei Rot über die Fußgängerampel geht am besten noch, wenn es kleine Kinder sehen, kann ich nur appellieren, sich nicht immer nur über die anderen auszulassen, sondern sich vielleicht mehr um die wichtigeren Dinge im Leben zu kümmern.″

Jörn Watermann

Osnabrück

Bildtext:
Wo sich Radler und Fußgänger den Platz teilen müssen, kommt es immer wieder zu Konflikten.
Symbolfoto:
dpa
Autor:
Daniel Doerk, Prof. Dr. Jannis Panagiotidis, Jörn Watermann


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