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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zwei Baustellen auf dem Campus
 
Genug gerechnet, jetzt wird gebaut
 
Richtfest beim Rechenzentrum
Zwischenüberschrift:
Nach langem Hin und Her: Spatenstich für Studentenwohnheim am Westerberg
 
Land investiert 25 Millionen Euro – Ersatz für das AVZ
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Hoher Besuch auf zwei Großbaustellen: Finanzminister Hilbers zog gestern den Richtkranz über das Rechnezentrum auf, und Wissenschaftsminister Thümler legte den Grundstein für das umstrittene Studentenwohnheim.

Erster Spatenstich für das Krisen-Studentenwohnheim auf dem Westerberg in Osnabrück. Politiker, Planer und die Spitzen von Uni und Studentenwerk Osnabrück zeigten sich am Montag in Feierlaune. Vergessen schien das Hin und Her der vergangenen Wochen.

Osnabrück. War da mal was? Wer die Reden zum ersten Spatenstich für das Studentenwohnheim im Wissenschaftspark in Osnabrück am Montag hörte, wird den Eindruck haben: Hier haben alle Stellen Hand in Hand für ein Vorzeigeobjekt gearbeitet. Dass vor etwas mehr als einer Woche das Wohnheim noch auf der Kippe stand, vernahmen die Wissenden nur zwischen den Zeilen.

Der kommissarische Geschäftsführer des Studentenwerks Osnabrück, Stefan Kobilke, äußerte sich stolz″, dass das Studentenwerk nach dem Bau des Wohnheims Bei den Linden″ nun ein zweites Objekt verwirklicht, das optisch und energetisch Maßstäbe setzt″. Es sei eine schwere Geburt″ gewesen, so Kobilke, mit unerwarteten Kostensteigerungen″ und Missverständnissen, die ausgeräumt wurden″. Am Ende seien einige Begriffe geschärft″ worden, dann sei der Weg für das Zwölf-Millionen-Projekt frei gewesen.

Hinter diesen Andeutungen steckt: Das Studentenwerk hatte sich verkalkuliert. Es hatte den Wettbewerb um den Bau und Betrieb des Studentenwohnheims im Wissenschafts- und Wohnpark an der Sedanstraße mit einem Angebot gewonnen, das sich im Nachhinein als unwirtschaftlich herausstellte. Nachträgliche Korrekturen sollte die Stadt nicht mitmachen. Der Verwaltungsrat der Uni beschloss deshalb vier Wochen vor dem ersten Spatenstich den Rückzug, zog den Rückzug dann aber auf Druck der Stadt wieder zurück. Es reifte die Einsicht, dass ein Ausstieg zu diesem späten Zeitpunkt teurer geworden wäre als ein über Jahre defizitärer Betrieb.

124 Plätze wird das Wohnheim haben. Es sind Einzelappartements und kleine Wohnungen zum Beispiel für Studierende mit Kind vorgesehen. Mitte 2019 soll es fertig sein. Architektin Afra Creutz von PLan.Concept″ versprühte Vorfreude auf ein Bauwerk, das mit ökologischen Baustoffen, dem Passivhausstandard und der auffälligen Keramikfassade einen städtebaulichen Akzent setzen werde. Auch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sprach von einem architektonischen Highlight″, der Entwurf sei frisch und fetzig″. Griesert machte sich seinen eigenen Reim frei nach Wilhelm Busch″ auf das Hickhack um das Wohnheim. Wie Max und Moritz – „ ricke, racke″ lausbubenhaft ihre Scherze trieben, so habe auch das Studierquartier manche Wendung genommen, ehe es nun unter freudigem Gebrumm″ der Öffentlichkeit Wirklichkeit werde.

Björn Thümler (CDU), Niedersachsens neuer Minister für Wissenschaft und Kultur, versicherte, dass das Land sich auch weiterhin um optimale Rahmenbedingungen für Studierende″ kümmern werde. Das Wohnheim löse das Wohnungsproblem in Osnabrück gewiss nicht, aber es trage zur Entspannung bei. Uni-Präsident Wolfgang Lücke sagte, Osnabrück könne sich glücklich schätzen, mit dem Schloss im Herzen der Stadt und dem Campus auf dem Westerberg ein Studienangebot zu haben, das die Studierenden in das Leben der Stadt integriere.

Bildtext:
Spatenstich für das neue Studentenwohnheim: Kunststudenten nutzen die öffentliche Aufmerksamkeit für einen Protest gegen die geplante Schließung des Kunsthistorischen Instituts.
Foto:
David Ebener

Osnabrück. Nächster Schritt bei der Neugestaltung des Campus Westerberg: Im Beisein von gleich zwei Ministern aus Hannover hat die Universität Osnabrück am Montag das Richtfest des neuen Rechenzentrums gefeiert. Mit einem Budget von fast 25 Millionen Euro ist das Bauprojekt derzeit eines der größten in der Region.

Neun Monate nach Baubeginn steht der Rohbau des neuen Rechenzentrums der Uni Osnabrück am Campus Westerberg. Der IT-Bereich der Universität soll ab Frühsommer 2019 von hier gesteuert werden. Zudem finden auf den rund 3000 Quadratmetern Nutzfläche in drei Etagen das Dezernat Gebäudemanagement und Lehr- und PC-Räume einen Platz.

Wer baut, denkt an die Zukunft″, betonte Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers. Für die Standortentwicklung am Westerberg sei das Projekt ein wichtiger Beitrag. Der Neubau war nötig geworden, weil das Allgemeine Verfügungszentrum (AVZ) an der Albrechtstraße nicht mehr brandsicher ist und seit 2013 nur noch eingeschränkt genutzt werden darf. Das neue Rechenzentrum ist neben dem Zentrum für Zelluläre Nanoanalytik und der Verbundbibliothek von Hochschule und Uni das jüngste Bauvorhaben am Campus Westerberg.

Hilbers lobte die Konzeption des Projekts. Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit stünden in einem gesunden Verhältnis. Die Bauarbeiten kämen gut voran, nach neun Monaten sei bereits vieles zu erkennen. Auch der ökologische Faktor werde nicht vernachlässigt: Das Gebäude könne in Zukunft mit einer effizienten Energieversorgung punkten. Genau wie Oberbürgermeister Wolfgang Griesert wies Hilbers auf die Bedeutung von Investitionen in den Bereich Wissenschaft hin, denn Wissen sei unser größter Rohstoff″.

Florian Steinhoff, stellvertretender Leiter des staatlichen Baumanagements Osnabrück-Emsland, erklärte, das Rechenzentrum sei der vorerst letzte Baustein der Neugestaltung nach dem Ausscheiden des AVZ. Universitätspräsident Wolfgang Lücke freut sich, den so dringend benötigten Raum″ endlich bereitstellen zu können. In den neuen Lehr- und PC-Räumen könnten künftig zum Beispiel elektronisch unterstützte Klausuren abgehalten werden. Das Entwicklungskonzept Westerberg sei sehr gut aufgestellt, einzig die Parksituation lasse noch Raum für Verbesserungen.

Zuvor hatte Lücke den neuen niedersächsischen Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) an der Universität begrüßt. Dabei war unter anderem die Zukunftskonzeption UOS 2020″ ein Thema, die Lehr- und Forschungsschwerpunkte festlegt. Thümler betonte, der Entwurf sei der krönende Abschluss einer konstruktiven, gemeinsamen Arbeit aller Verantwortlichen in der Universität Osnabrück″.

Der CDU-Politiker besuchte das erst im November 2017 eröffnete, bundesweit einmalige Zentrum für Zelluläre Nanoanalytik und erhielt einen Einblick in den wissenschaftlichen Betrieb. Mithilfe modernster Technik wird dort an der Schnittstelle von Zellbiologie und Nanowissenschaft geforscht. Zum Abschluss gab es noch eine positive Nachricht: Auch in den kommenden drei Jahren kann die Uni Osnabrück eigenständig über die Berufung neuer Professoren entscheiden. Ein entsprechendes Schreiben hatte der Wissenschaftsminister mitgebracht. Neben Osnabrück verfügen mit der Leibniz Universität Hannover und der Technischen Universität Braunschweig nur zwei weitere niedersächsische Hochschulen über dieses Recht.

Bildtext:
Hoch hinaus: Auf dem Rechenzentrum der Universität am Westerberg steht der Richtkranz.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
stsi, Wilfried Hinrichs


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