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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Busfahrer streiken morgen
 
Busfahrer streiken am Mittwoch
Zwischenüberschrift:
Kein Schülerverkehr in der Stadt
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Busfahrer der Stadtwerke streiken am Mittwoch. Sie folgen einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi und legen von morgens vier Uhr bis um ein Uhr am Donnerstag die Arbeit nieder. Es wird im gesamten Stadtgebiet keinen Schülerverkehr geben.

Sie nutzen den Bus, um zur Arbeit oder zur Schule zu kommen? Dann sollten Sie sich für den Mittwoch ein alternatives Transportmittel suchen, denn die Busfahrer der Stadtwerke Osnabrück folgen einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi und legen von morgens vier Uhr bis um ein Uhr am Donnerstag die Arbeit nieder.

Osnabrück. Mit ihrem ganztägigen Warnstreik wollen die Mitarbeiter den derzeit laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst Nachdruck verleihen. Gewerkschaftsseitig steht eine Forderung von sechs Prozent auf dem Zettel, die aber von den Arbeitgebern bislang als zu hoch abgelehnt wird. Ebenso wie die zweite Forderung der Gewerkschaften nach einen Mindestbetrag von 200 Euro mehr pro Monat.

Mit einem Verhandlungsergebnis rechnet der Verdivertreter bei den Stadtwerken, Franz-Josef Schriewer, nicht. Mit ihrem Streik wollen die Stadtwerke-Beschäftigten den Gewerkschaftsforderungen Nachdruck verleihen, denn ihre Tarife hängen am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes.

Schriewer erwartet durch die Arbeitsniederlegung massive Einschnitte″ im Berufs- und Schülerverkehr. Etwa 50 Prozent des Linienverkehrs erledigen die Stadtwerke mit eigenen Mitarbeitern. Die anderen 50 Prozent werden von Subunternehmern übernommen, die laut Schriewer an die Friedenspflicht gebunden sind. Mit anderen Worten: Diese Fahrten sind von dem Streik ausgenommen. Gleichwohl rechnet er mit einem Ausfall von mindestens 50 Prozent der Fahrten im Stadtgebiet.

Die Stadtwerke arbeiten nach Worten ihres Sprechers Marco Hörmeyer aktuell an einem Notfallprogramm. Informationen zur aktuellen Verkehrslage am Mittwoch können über den Twitterkanal www.twitter.com/ vos_info im Internet unter www.swo.de/ streik, im Mobilitätszentrum am Neumarkt oder telefonisch unter 05 41/ 20 02-22 11 abgerufen werden. Schon jetzt steht fest, dass es am Mittwoch im gesamten Stadtgebiet keinen Schülerverkehr geben wird. Der weitere Regionalverkehr der Partner der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) sowie die Flughafenlinie X150 werden vom Streik jedoch nicht betroffen sein″, heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke, die gleichzeitig darauf hinweisen, dass es im gesamten VOS-Verkehrsgebiet aufgrund des Streiks zu Engpässen und deutlichen Verspätungen kommen kann″.

Neben dem Streik wollen die Mitarbeiter der Stadtwerke am Mittwoch gegen 11 Uhr auch noch mit einer Kundgebung und einem Marsch über den Neumarkt auf ihre Forderungen aufmerksam machen.

Kommentar
Alle Räder stehen still?

Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.″ So klang es 1863 im Bundeslied des allgemeinen deutschen Arbeitervereins, der Vorläuferorganisation der SPD. Heute sieht das anders aus. Denn durch die an eine Friedenspflicht gebundenen Subunternehmer der Stadtwerke läuft der Busverkehr rudimentär weiter.

Der Hang der Unternehmen und hier bildet die Tochter der Stadt Osnabrück keine Ausnahme –, einzelne Geschäftsfelder auszulagern und so der Tarifbindung zu entgehen, ist ungebrochen. Das Streikschwert wird immer stumpfer, Arbeitnehmerinteressen sind immer schwerer durchsetzbar.

Die vom Mitgliederschwund geplagten Gewerkschaften haben es bislang nicht geschafft, der Tarifflucht quer durch alle Branchen machtvoll entgegenzutreten. Die Folge: Der Arm wird schwach, die Räder drehen sich weiter.
Autor:
Dietmar Kröger


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