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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Steine statt Rasen vor der Sporthalle?
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum Sutthausen: Anwohner wünschen sich mehr Platz für Autos
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Parkplatz statt Pavillon? Sutthauser wünschen sich an ihrer Sporthalle mehr Platz für Autos. Sie diskutierten im Bürgerforum über Falschparker und über Schleichverkehr.

Osnabrück. Vor elf Jahren ging in Sutthausen an der Hermann-Ehlers-Straße ein Wunsch in Erfüllung: So lange gibt es dort schon die Sporthalle, die der Verein Rot-Weiß Sutthausen zusammen mit der benachbarten Schule nutzt. Doch scheint die Halle vielen Anwohnern etwas zu beliebt zu sein: Bei Veranstaltungen finden sie die Straßen an der immer noch modern wirkenden Halle zugeparkt vor. Einer der Nachbarn ist Jürgen Kriege. Er beobachtet: Der Gröbelweg vom Egon-von-Romberg-Weg bis Zum Töfatt wird dann vollständig zugeparkt, auch im Halteverbot.″ Anwohner kämen dann kaum auf ihre Grundstücke. Und: An der Grundschule Sutthausen auf dem gepflasterten Weg hinter der Hecke wird auf dem Bürgersteig geparkt.″ Wie Osnabrücks Kämmerer Thomas Fillep vortrug, war der Verwaltung das Problem bisher nicht bekannt. Um zielgerichtet kontrollieren zu können″, benötige der Fachbereich Bürger und Ordnung″ Hinweise von Anwohnern. Ein Anwohner meinte dazu: Es ist aber nicht Sinn der Sache, Knöllchen zu verteilen, sondern Parkplätze zu schaffen.″

Darüber hatten sich die Sutthauser Jürgen Kriege und Elisabeth Frohns bereits Gedanken gemacht. Beide brachten ein kleines Grundstück ins Spiel. Noch steht dort ein kleines Gebäude, in dem viele Sutthauser ein- und ausgegangen sind: Der Pavillon an der Ecke zum Egon-von-Romberg-Weg beherbergte einst eine Bäckerei und zuletzt einen Kiosk. Inzwischen ist er verwaist. Das Häuschen mit den schönen Holzstützen wirkt wie eingezwängt zwischen der modernen Sporthalle und der Straße und seine Tage sind gezählt. Eigentümer ist die Stadt. Wie Kämmerer Fillep berichtete, befindet sich der Pavillon in einem schlechten Zustand. Abriss″: So lautet der Beschluss. Das Grundstück soll offenbar zur Grünfläche vor der Halle werden.

Den Wunsch von Anwohnern, dort einen Parkplatz zu schaffen, fasste Fritz Brickwedde, der das Bürgerforum leitete, so zusammen: Wie wäre es, dort Steine zu verlegen, statt Gras anzusäen? Die Verwaltung zeigte sich wegen der Lage direkt an der Kreuzung zwar eher skeptisch, doch Brickwedde schlug vor, dass sich die Sutthauser Ratspolitiker Annette Harding (SPD) und Marius Keite (CDU) interfraktionell″ mit der Verwaltung beraten.

Autofahrer, die Ampeln umfahren, indem sie durch Siedlungen fahren, ärgern die Sutthauser seit vielen Jahren. Die Wulftener Straße ist einer der Schleichwege. Wie der Sutthauser Björn Wöstmann befürchtet, wird sich die Lage noch verschärfen, wenn das Wohnheim der Arbeiterwohlfahrt und die Werkstätten der Heilpädagogischen Hilfe ausgebaut werden. Der Fachbereich Städtebau will die Bürger einbeziehen und bereitet dafür einen Arbeitskreis vor, der im Frühjahr tagen soll. Die Bürger sollen mit einer Hauswurfsendung informiert werden.

Ein weiterer Schleichverkehr fließt über das Straßengeflecht Am Boekenhagen, An der Rennbahn und Wehinghausweg ebenfalls seit vielen Jahren. In diesem Fall sieht es die Verwaltung weniger dramatisch als die Anwohner. Einer Erhebung nach fahren auf der Straße An der Rennbahn 740 Autos am Tag, auf dem Wehinghausweg 300 Autos das sei absolut verträglich″, wie der Fachbereich Städtebau mitteilte. Die Anwohner wünschen sich zumindest Aufpflasterungen, um zu schnelle Autos abzubremsen. Viele Fahrer seien rücksichtslos und zu schnell unterwegs.

Wegen zu schneller Autos auf dem Gröbelweg hat die Verwaltung einen Plan: Dort sollen vorgezogene Seitenbereiche und Aufplasterungen″ den Fahrern der täglich 1600 Autos die Lust am Rasen verleiden.

Bildtext:
Verwaist und vor dem Abriss: Der Pavillon an der Sutthauser Sporthalle soll abgerissen werden. Anwohner wünschen sich dort Platz für Autos, während die Verwaltung bisher eine Rasenfläche bevorzugt.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Jann Weber


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