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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Umweltzone: Mehr Weitsicht erforderlich
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Osnabrück: Bald nur noch mit Plakette Stadt plant Umweltzone″ (Ausgabe vom 9. Mai).
Osnabrück, jetzt auch noch hier. Ich finde es prima, wenn sich die Stadtverwaltung Gedanken zur Verringerung von Feinstaub und Stickstoffdioxid macht.
Nur wie! Wenn ich die ganze Nachhaltigkeits- und Umweltdiskussion richtig verstanden habe, dann bin ich besonders umweltfreundlich, wenn ich über lange Zeit Dinge nutze. Der Pullover, der länger als einen Sommer hält und den Anbau von neuer Baumwolle in Monokultur verhindert, das gebrauchte Haus, welches keine neuen, mit viel Energie gebrannten Ziegeln benötigt, oder die Heizung, die erst am Ende der Nutzungszeit gegen ein modernes Aggregat ausgetauscht wird. Nur bei Autos scheint dies nicht zu greifen.
Warum soll ich mein knapp zehn Jahre altes, mit viel Energie produziertes Auto mit nur 90 000 Kilometern und roter Plakette gegen ein neues, mit ebenso viel Energie produziertes Auto mit grüner Plakette tauschen. Leider kann ich keine Filter nachrüsten, weil es sich zu überhaupt keinem Preis lohnen würde und es deshalb keinen Anbieter gibt. Es nützt nichts, wenn wir uns nur über die Umweltschäden durch den Verbrauch Gedanken machen. Vorher und nachher verursacht ein Auto auch Schadstoffe.
Je länger wir diese Autos aber nutzen können, umso geringer fällt die Gesamtbilanz aus. Oder glaubt irgendjemand, dass mein Auto von der Erde verschwindet, wenn ich ein neues kaufe. Im dümmsten Fall fährt dieses Auto dann im Emsland weiter und produziert weiter Schadstoffe. Die machen dann bestimmt nicht vor der Stadtgrenze von Osnabrück halt. Das weiß sogar das Umweltamt.
Ich vermisse mehr Weitsicht und eine damit verbundene Gerechtigkeit. Mein Auto möchte ich noch zehn Jahre fahren und damit 3, 5 andere Autos einsparen. Die kauft der durchschnittliche Bürger nämlich in 20 Jahren. Leider brauche ich da die Hilfe der Stadtverwaltung. Viel weiter würde die Stadt Osnabrück mit einem Park-and-Ride-System kommen.
Dann könnten alle Bürger ihre Autos vor der Stadt stehen lassen, und es würde noch mehr Belastung eingespart. Ich wäre der Erste, der da mitmacht. Die Parkhäuser sind sowieso meistens voll. Übrigens halte ich die Zahl von 3700 für geschönt. Kommen denn keine Autos aus dem Umland nach Osnabrück? Am Westfalentag oder aus den Landkreisen? Viele Bürger müssen oder wollen nach Osnabrück. Es könnte auch andere Lösungen geben.″
Autor:
Philipp Broxtermann


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