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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mehr Strom aus Wind erzeugen
Zwischenüberschrift:
Die Stadtwerke planen weitere Windräder für den Piesberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadtwerke wollen den Anteil an regenerativ erzeugtem Strom ausbauen und setzen dabei zunächst auf die Kraft des Windes. Wenn das Verfahren zur Genehmigung wunschgemäß abgeschlossen wird, sollen die vier Windräder auf dem Höhenzug des Piesbergs noch Ende 2009 Verstärkung bekommen. Wir wollen hier zwei oder drei große Windkraftanlagen aufbauen und damit unsere bisherige CO2 - Einsparquote verdoppeln″, sagt der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann. Bisher beträgt diese Quote bis zu 12 000 Tonnen CO2 pro Jahr, durch die geplanten Windräder sollen noch einmal bis zu 10 000 Tonnen CO2 gespart werden.
Der Antrag zum Bebauungsplan ist gestellt, nächste Woche soll das Projekt europaweit ausgeschrieben werden. Zwischen acht und zehn Millionen Euro werden die neuen großen Geschwister der jetzigen Windkrafträder auf der Felsrippe des Piesbergs kosten. Zusammen mit dem aus dem Deponiegas gewonnenen Strom, der bisher 2200 Haushalte im Jahr mit Strom versorgen kann, soll die neue Windkraft den Stromverbrauch von 7500 Haushalten abdecken.
Mit einer maximalen Höhe von 150 Metern und einen Rotorendurchmesser zwischen 80 und 100 Metern werden die geplanten Windkrafträder die nur gut 40 Meter hohen Veteranen deutlich in den Schatten stellen. Eines der alten Windräder, die zum Teil seit 1992 in Betrieb sind, muss auf jeden Fall den neuen Giganten weichen.
Vorrangig geschieht dies aus Platzgründen: Hinter einem Rotor entstehen Turbulenzen in der Luft. Wenn da ein weiteres Windrad zu nahe dransteht, kommt es zu einer ungleichmäßigen Belastung, das wirkt sich negativ auf das Getriebe und die Standsicherheit aus″, erklärt Karl-Heinz Meyer, Leiter der Energiedienstleistungen.
Die restlichen alten Anlagen sollen noch einige Jahre parallel mitlaufen. Auch den jährlichen Ertrag der jetzigen Windräder von rund vier Millionen kWh sollen die neuen Anlagen mit bis zu 16 Millionen kWh deutlich übertreffen.
Ob Ende 2009 nun zwei oder drei Anlagen aufgestellt werden können, hängt vom Verlauf des Genehmigungsverfahrens ab denn es gilt, neben der Erzeugung regenerativen Stroms auch andere Interessen zu berücksichtigen: Anwohner-Rechte, Artenschutz-Aspekte und auch der Betrieb des Steinbruchs spielen eine Rolle. Ultraschallgeräte beobachten das Flugverhalten der am Piesberg heimischen Fledermäuse. Wir wollen etwas Gutes für die Umwelt und die Region bauen″, betont Hülsmann. Momentan beträgt die Quote des regenerativen Stroms in Osnabrück 15 Prozent, mittelfristig wollen die Stadtwerke den Anteil auf 20 Prozent erhöhen.
Autor:
klu


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