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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Karmann mit Umsatzminus
 
Umsatzminus bei Karmann
Zwischenüberschrift:
Autobauer trotzdem optimistisch
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Einen Umsatzrückgang von 16 Prozent auf 1, 5 Milliarden Euro hat der Osnabrücker Autobauer Karmann im vergangenen Jahr hinnehmen müssen.Die Zahl der Mitarbeiter in der Firmengruppe blieb zum Stichtag Ende Dezember mit 6925 nahezu konstant.

Osnabrück. Der Osnabrücker Autobauer Karmann hat im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Der Umsatz der Gruppe blieb mit 1, 5 Milliarden Euro (minus 16 Prozent) erwartungsgemäß″ unter dem Niveau des Vorjahres, wie das Unternehmen gestern in der Hasestadt mitteilte.
Dieses Minus habe mit der planmäßigen Stückzahlentwicklung″ zu tun. Im letzten Jahr liefen bei Karmann in den Werken Osnabrück und Rheine noch 41 666 Fahrzeuge vom Band nach 48 120 im Jahr 2006. Zum Vergleich die Zahlen der Vorjahre: 54 547 (2005); 93 630 (2004).
Trotz dieses Rückgangs blickt die Geschäftsführung des Traditionshauses optimistisch in die Zukunft. Die Unternehmensgruppe sei aktuell robuster aufgestellt als jemals zuvor, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Innovationskraft von Karmann ist ungebrochen″, wird Peter Harbig, Sprecher der Geschäftsführung, zitiert. Das Haus führt seinen Optimismus auf die Stabilität und das Wachstum in den Bereichen Dachsysteme und Technische Entwicklung sowie die forcierte globale Entwicklung zurück. Gleichzeitig habe man solide Bilanzkennziffern wie eine von 31 auf 33 Prozent gestiegene Eigenkapitalquote vorzuweisen.
Vor den ersten 500 Kündigungen im Januar 2008 waren zum Stichtag 31. Dezember 2007 in der Karmann-Gruppe noch 6925 (Vorjahr: 6929) Mitarbeiter beschäftigt, davon im Fahrzeugbau 3018 (3397).
Der Cabrio-Spezialist ist wie andere europäische Fremdfertiger davon betroffen, dass immer mehr Auftraggeber ihre Nischenfahrzeugeim eigenen Hause fertigen. Bei Karmann soll dieKomplettfahrzeugproduktion am Fließband nach den derzeitigen Plänen 2009 auslaufen, wenn bis Ende Juni dieses Jahres kein neuer Auftrag für diesen Bereich hereinkommt.

Kommentar
Nach vorne schauen

Es ist traurig: Aber wenn kein Wunder geschieht, läuft beim Traditionshaus Karmann im nächsten Jahr das letzte Komplettfahrzeug vom Fließband Schluss, aus.
Über 1500 Mitarbeiter in den Werken Osnabrück und Rheine werden bis dahin ihren Job dort verloren haben. Hoffentlich finden sie schnell wieder eine Stelle, gerade in der Metallindustrie dürfte dies qualifizierten Kräften derzeit nicht schwerfallen.
Aber wie geht es bei Karmann weiter? Fehler der Vergangenheit sind jetzt nur schwer oder gar nicht auszubügeln. Hier heißt es nach vorne schauen und die anderen Standbeine der Firma zu festigen. Große Hoffnung setzen die Karmänner hier in die Fertigung von Dachsystemen, früher profan Verdecke genannt. Dort sind Spezialisten gefragt, und die gibt es in Osnabrück. Der Personalaufbau hier und in den anderen Bereichen wie Technischer Entwicklung oder Betriebsmittelbau weist in die richtige Richtung.
Karmann kann es im internationalen Wettbewerb schaffen. Wie sagte gestern ein Firmensprecher: Die Lage ist besser als die Stimmung.
Autor:
Gerhard Placke


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