User Online: 1 | Timeout: 09:53Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zukunftsweisende Ideen für Jugend forscht
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Schüler entwickeln zuckerfreie Nutella und konstruieren lokale Wetterstation
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Jugend-forscht-Wettbewerb fördert jedes Jahr eine große Bandbreite an Ideen zutage. So haben sich drei Schülerinnen des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums ein Rezept für eine zuckerfreie Nutella einfallen lassen. Zwei Schüler des Gymnasiums In der Wüste″ füttern ihre eigene Wetterstation mit Daten aus Osnabrück.

Osnabrück. In Asien wird immer mehr Regenwald abgeholzt, um Platz für Palmölfelder zu schaffen″, sagt Eveline Hulm. Das Öl werde unter anderem für die Herstellung von Nutella gebraucht. Mit ihren Mitschülerinnen Ella Seibt und Charlotte Castan möchte die Sechstklässlerin vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (Ema) ein Rezept für eine umweltfreundlichere Variante entwickeln. Ganz nebenbei soll die auch noch zuckerfrei sein, damit auch Diabetiker bei dem süßen Aufstrich zugreifen können. Fünf Rezepte haben die Schülerinnen ausprobiert. Das erste stammt noch aus dem Internet, für die vier weiteren hat die Gruppe eigene Ideen gesammelt und das vorhandene Rezept verändert. Den Zucker haben die Mädchen durch Ersatzstoffe wie Xylit oder Stevia ausgetauscht.

Nutella Zero″

Die Versuche haben aber nicht alle so gut geklappt″, sagt Ella. Durch das fehlende Palmöl seien die ersten Ergebnisse nicht so streichzart gewesen. Zudem war die Nutella Zero″, wie die Schülerinnen ihren Versuch genannt haben, bereits nach kurzer Zeit verschimmelt. Beim fünften Anlauf waren sie dann aber doch zufrieden. Wir haben Kokosöl, Milch, Haselnüsse und Süßungsmittel verwendet″, erzählt Charlotte. Damit ist der Gruppe eine streichzarte und zuckerfreie Alternative zur Nutella gelungen, die sie in dieser Woche beim Jugend-forscht-Regionalentscheid im emsländischen Lingen präsentieren wird.

Neben dem Nutella-Zero-Experiment gibt es aber noch zahlreiche weitere Projekte am Ema. So bauen einige Schüler mithilfe eines Farbsensors eine eigene Sockensortiermaschine, forschen an vielseitig einsetzbarer Kleidung inklusive eingebauter Lampe und Kamera oder programmieren eine Termin-App, die den Schulalltag erleichtern soll. Auch im Fach Mathe forschen die Schüler fleißig unter dem Titel Vom n-Eck zum Kreis″ oder Eine Untersuchung von Pi und anderen irrationalen Zahlen″. Eine sechste Gruppe bestimmt durch eine sogenannte gaschromatografische Untersuchung, welche Gase nach der Ernte aus Heu austreten und warum sie dies tun.

Spezialgebiet Informatik

Malte Busmann und Yannik Vierkötter vom Gymnasium In der Wüste″ haben die Informatik zu ihrem Spezialgebiet erklärt. Die beiden Elftklässler gehen bei Jugend forscht mit einer selbst gebauten Wetterstation an den Start. Uns ist aufgefallen, dass die großen Wetterwebseiten nur ungefähr alle halbe Stunde aktualisiert werden″, berichtet Yannick. Auch seien die lokalen Daten nicht so genau und würden eher größere Gebiete abdecken. Mit ihrer Wetterstation erheben die Schüler nun seit Mai vergangenen Jahres alle fünf Minuten die lokale Temperatur, den Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit. Eine immense Menge an Daten, die die Jungs auf einer selbst programmierten Website in verschiedenen Grafiken sichtbar machen können. Deutlich zu sehen ist darin zum Beispiel der abfallende Luftdruck, kurz bevor Sturmtief Friederike im Januar über Deutschland gefegt ist.

Jochen Temmen betreut die Roboter AG am Gymnasium In der Wüste″, aus der die Idee hervorgegangen ist. Die Jungs haben eigene Algorithmen programmiert, die Daten aus der Wetterstation auslesen und sogar Messfehler erkennen und ausgleichen können. Eine beachtliche Leistung″, so der Physiklehrer. Darüber hinaus erforschen die Schüler aus dem Wüstengymnasium auch den Wassergehalt in verschiedenen Lebensmitteln, machen sich Gedanken darüber, wie das Auto der Zukunft aussehen könnte, oder entwickeln hochwertiges Papier, das auch ohne Holz hergestellt werden kann.

Weitere Gruppen ergründen, welches Material am besten für die Hülle eines Heißluftballons geeignet ist, welche Nährstoffe Pflanzen für ein optimales Wachstum brauchen oder wie die Funktionsweise von Überwachungskameras optimiert werden kann. Das neunte Projekt am Gymnasium In der Wüste″ soll einen voll funktionsfähigen Fallschirm zum Ergebnis haben, der von einer Drohne abgeworfen werden kann.

Bildtexte:
Für Jugend forscht haben Maria Eveline Hulm (12), Ella Seibt (11) und Charlotte Therese Castan (12, von links) eine zuckerfreie Nuss-Nugat-Creme entwickelt. Das Rezept dazu haben die Schülerinnen selbst entwickelt.
Eine Wetterstation, die alle fünf Minuten Daten zu Luftdruck, Temperatur und Luftfeuchtigkeit sammelt, haben Malte Busmann (links) und Yannis Vierkötter gebaut.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Bastian Rabeneck


Anfang der Liste Ende der Liste