User Online: 1 | Timeout: 05:53Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Wo sie ruhen″
Zwischenüberschrift:
Hasefriedhof und Johannisfriedhof erhalten Bundesförderung für digitales Leitsystem
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Hasefriedhof und Johannisfriedhof gehören jetzt zu den 45 historischen Friedhöfen in ganz Deutschland, deren denkmalgeschützte Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten mit einer Smartphone-App erkundet werden können.

Osnabrück. Um die unter Marmor und Granit verborgene( n) Geschichte( n) lebendig werden zu lassen, muss man nur die App Wo sie ruhen″ auf das eigene Mobiltelefon herunterladen und die Stadt eingeben. Das Programm dirigiert den Besucher dann zu ausgewählten Grabmalen.

Wenn er beispielsweise vor dem Grab von Franz Hecker steht, bekommt er ein Porträt des großen Heimatmalers auf sein Handy geschickt. Ein dreiminütiger Audio-Beitrag, von dem Schauspieler Hans-Jürgen Schatz (ARD-Serie Der Fahnder″) eingesprochen, liefert sodann einen kurzen Abriss der Lebensgeschichte und der Lebensleistung Heckers bis zu seinem tragischen Ende bei einem Bombenangriff im November 1944.

Zu den zwölf in dieser Weise beschriebenen Gräbern auf dem Johannisfriedhof gehören neben Hecker unter anderem Johann Mathias Seling, Heinrich Riepe, Bernhard und Mathias Wieman, Lukas Memken, Hermann Hammersen und Gustav Tweer. Auf dem Hasefriedhof wird man zu 13 Gräbern navigiert, darunter die von Bernhard Schopmeyer, Gerhard Friedrich Wagner, Jenny von Voigts, Carl Hermann Gosling, Friedrich Vordemberge-Gildewart, Siegfried Pelz, Agnes und Felix Schoeller und Reinhold Tiling.

Autor der insgesamt 25 biografischen Abrisse der Osnabrücker Persönlichkeiten ist Niels Biewer vom Förderkreis Hasefriedhof-Johannisfriedhof. Unsere beiden historischen Friedhöfe mitten in der Stadt sind Grünanlagen mit 200-jähriger, in Stein gehauener Stadtgeschichte″, sagte Biewer bei der Vorstellung der App und des begleitend dazu herausgegebenen Flyers auf dem Johannisfriedhof. Es war eine harte Nuss, unter der Vielzahl der schönen und bedeutenden Grabstätten eine Auswahl von nur 25 zu treffen, aber das waren die Rahmenbedingungen, um überhaupt in das bundesweite Programm aufgenommen zu werden″, so Biewer.

Die App liefert nicht nur Informationen über die 25 Osnabrücker Persönlichkeiten, sondern über 1200 Prominente, die auf 45 Friedhöfen bundesweit verteilt anzutreffen sind. Die aneinandergereihten Podcasts ergeben eine Spieldauer von 60 Stunden. Das Navigationskonzept ermöglicht neben der Suche über die Orte auch die Suche über Kategorien wie Politiker, Architekten, Künstler, Geistliche, Mediziner, Wissenschaftler, Unternehmer, Dichter und Denker.

Projektbetreuerin Christa Ringkamp vom Büro Hortec war aus Berlin angereist, um die App für die Osnabrücker Friedhöfe zu präsentieren. In ihren Händen lag auch die Akquise der nötigen Fördergelder, etwa 15 000 Euro allein für die Osnabrücker Abteilung. Hauptgeldgeber ist das Amt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters.

Daneben konnte Ringkamp die Von-Hinckeldey-Stiftung Berlin anzapfen und speziell für das Osnabrücker Budget die Senator-Friedrich-Lehmann-Stiftung.

Eva Güse von der Friedhofsverwaltung der Stadt Osnabrück unterstrich einmal mehr die gute Zusammenarbeit mit dem Förderkreis und der Lehmann-Stiftung: Es ist ermutigend und beispielhaft, wenn die Osnabrücker Bürgergesellschaft sich so für ihr kulturelles Gedächtnis einsetzt.″

Für besonders wertvoll hält sie das Projekt auch deshalb, weil damit jüngere Menschen für Friedhofskultur und Stadtgeschichte interessiert werden können.

Weitere Infos im Internet auf wo-sie-ruhen.de

Bildtext:
Die Grabanlage von Johann Mathias Seling auf dem Johannisfriedhof gehört zu dem friedhofskulturellen Erbe, das mit der App Wo sie ruhen″ benutzerfreundlich aufgefunden werden kann und beschrieben wird.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Joachim Dierks


Anfang der Liste Ende der Liste