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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadt nimmt Anträge für Osterfeuer entgegen
Zwischenüberschrift:
Nur öffentliche Veranstaltungen haben eine Chance
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Osterfeuer dürfen in Osnabrück seit einigen Jahren nur noch mit Genehmigung abgebrannt werden. Wer einen Antrag stellen möchte, hat dazu noch bis 16. März Zeit. Privatleute können sich die Mühe allerdings sparen Chance auf eine Erlaubnis haben nur Vereine oder Verbände, die eine öffentliche Veranstaltung planen.

Der Fachbereich Grün und Umwelt nimmt bis spätestens Freitag, 16. März, Anträge für Osterfeuer entgegen″, heißt es in einer am Freitag verbreiteten städtischen Pressemitteilung, sie werden unter bestimmten Bedingungen genehmigt sofern sie öffentlich zugänglich sind″. Alle genehmigten Feuer werden von der Verwaltung im Vorfeld öffentlich angekündigt. Sie können dann von jedermann besucht werden der Ausrichter darf seine Veranstaltung also nicht zur geschlossenen Gesellschaft″ erklären.

Verboten sind Osterfeuer den Angaben zufolge in der Innenstadt und in den bebauten Ortsteilen. Tabu sind auch Kleingartenparzellen, da hier die Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden können. Für die übrigen Bereiche sind als maximale Grundfläche 25 Quadratmeter bei einer Aufschichthöhe von maximal vier Metern zulässig. Es darf lediglich Gehölz- und Strauchschnitt aufgeschichtet werden. Wegen des Tierschutzes ist das Brennmaterial einen Tag vor dem Abbrennen noch einmal komplett umzuschichten. Es sind grundsätzliche Mindestabstände zu Gebäuden und Gehölzen abhängig von der Grundfläche einzuhalten.

Wer wissen möchte, ob sein Grundstück grundsätzlich infrage kommt, kann sich unter osnabrueck.de/ osterfeuer auf einer interaktiven Karte im Internet informieren.

Die schriftlichen Anträge müssen spätestens bis Freitag, 16. März, eingegangen sein. Ist es der erste Antrag, nimmt der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz die Fläche zuvor kostenpflichtig ab. Weitere Infos gibt es im Fachbereich Grün und Umwelt in der Hannoverschen Straße 6–8 (Raum 2 C 06), bei Heiko Brosig, Telefon 05 41/ 323-24 34.

Die Osterfeuer-Regeln der Stadt gelten nicht im Umland. In den umliegenden Gemeinden wird zum Teil eine deutlich liberalere Politik verfolgt. So kann es sein, dass wenige Meter von der Stadtgrenze entfernt auf dem Gebiet einer der Umlandgemeinden ein privates Osterfeuer brennt, das in Osnabrück verboten ist.

Der Hintergrund der strengen Regelungen geht auf das Jahr 2009 zurück, als eine sogenannte Inversionswetterlage über Ostern dafür sorgte, dass der Geruch der Feuer tagelang nicht aus der Stadt abzog. Viele Menschen fühlten sich davon belästigt und klagten über Gesundheitsprobleme. Der Rat kam daraufhin überein, Privatleuten die Kokelei aus Umwelt- und Gesundheitsschutzgründen zu verbieten, zumal der Eindruck entstanden war, dass viele Feuer nicht primär aus Gründen der Traditionspflege brannten, sondern vor allem, um Gartenabfälle zu entsorgen.

Nicht genehmigungspflichtig und auch Privatleuten erlaubt sind übrigens Lagerfeuer, bei denen ausschließlich abgelagertes Brennholz angezündet wird zum Beispiel in einer Feuerschale.

Bildtext:
Öffentliche Osterfeuer (hier beim Schützenverein Ohrbeck im April 2017) dienen der Brauchtumspflege und der Geselligkeit. Wer hingegen lediglich bequem seinen Gartenabfall entsorgen möchte, kann zumindest im Osnabrücker Stadtgebiet Ärger mit dem Amt für Grün und Umwelt bekommen.
Foto:
Archiv/ David Ebener
Autor:
ack


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