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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ist das gerecht?
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Zwangsräumung in letzter Minute abgewendet″ (Ausgabe vom 31. Januar).

Kürzlich las ich [in der , NOZ′] eine herzzerreißende Geschichte über ein Paar, welches aufgrund einer Räumungsklage seine Wohnung verlassen musste. Nun ist es in Deutschland allerdings eher fast unmöglich, jemanden per Gerichtsbeschluss aus seiner Wohnung zu werfen, dem nichts oder nicht außergewöhnlich viel vorzuwerfen ist.

Im weiteren Text ergab sich dann auch, dass sich bereits über einen längeren Zeitraum viele Missstände aufgesummt hatten, die teilweise ekelerregend waren und deren Beseitigung von den besagten Mietern immer wieder ignoriert wurde.

Außerdem beklagten sie sich, lediglich 1780 Euro netto im Monat zur Verfügung zu haben (natürlich aus Sozialleistungen).

Dem gegenüber steht doch aber die Frage, wie vielen alleinerziehenden Müttern wohl ein Bruttogehalt von rund 2654 monatlich zur Verfügung steht? Denn das müssten sie mit der Steuerklasse 2 verdienen, um auf das gleiche Netto zu kommen. [. . .]

Diese Alleinerziehenden vollziehen meistens eine logistische Meisterleistung, um allen und allem gerecht zu werden. Beklagen sie sich aber deshalb? Meistens (leider) nicht. Sie werden bei allen Reformen [. . .] übersehen und leisten doch für uns alle einen erheblichen Beitrag, nämlich Kinder großziehen. Und mit ihren Steuern und Sozialabgaben unterstützen sie auch noch diejenigen, die ohne Erbringung irgendwelcher Leistungen monatlich das gleiche Geld zur Verfügung haben und die dann immer noch mehr einfordern. Ist das gerecht?

Es wird inzwischen allen möglichen Paaren das Privileg des Steuersplittings zuerkannt, warum nicht Familien? Oder ist eine Mutter beziehungsweise Vater mit Kind keine Familie? Doch, gerade sie sind eine Familie, nur ohne erwachsenen Partner. Wann akzeptiert das unsere Gesellschaft endlich? [. . .]″

Eckehard Lohr

Osnabrück
Autor:
Eckehard Lohr


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