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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Von Dunkelmännern hinter Athleten
Zwischenüberschrift:
Wie Fritz Wolf die Olympischen Spiele und ihre Schattenseiten ins Bild setzte
Artikel:
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Originaltext:
Die Geschichte der Olympischen Spiele ist auch verbunden mit Doping, Korruption und Machtkalkül. Über Sauber- und Dunkelmänner hinter den Aktiven hat sich der Osnabrücker Karikaturist Fritz Wolf wiederholt seine eigenen Gedanken gemacht.

Osnabrück. Vom 17. September bis zum 2. Oktober versammelte sich die Jugend der Welt″ 1988 zu den Olympischen Sommerspielen in Südkoreas Hauptstadt Seoul.

Zu deren Auftakt setzte Fritz Wolf für die Neue Osnabrücker Zeitung″ den Einmarsch der Olympiateilnehmer″ ins Bild: Im Zwergenformat betritt ein Athlet die sportliche Bühne gefolgt von einer Phalanx energischer Gestalten: Funktionäre, Sportartikelbranche, nationales Prestige, Pharmaindustrie, Werbung und Sportmedizin verfolgen im Hintergrund ihre eigenen Ziele.

Abgesehen vom leicht bekleideten Sommersportler ist die Zeichnung von trauriger Aktualität, denn Staatsdoping und politischer Druck auf Sportverbände sorgten auch im Vorfeld der Winterspiele 2018 für reichlich Verdruss.

Überhaupt verwendete Wolf im Umfeld Olympischer Spiele seit 1984 wiederholt das Bild des kleinen, geradezu ohnmächtigen Aktiven, dem zumeist unmittelbare Berater wie Trainer, Psychologen oder Mediziner regulierend auf den Fersen sind.

Aufs Korn nahm Wolf zudem Hobby- Olympioniken″, die sich von ihren Idolen zu waghalsigen Rekordversuchen am Abfahrtshang, in der Loipe, auf dem Schlitten oder auf Schlittschuhen inspirieren lassen. In seinen zeichnerischen Anmerkungen zum wintersportlichen Wettstreit″ stellte er 1984 im Heft 4 der Frauenzeitschrift Brigitte″ fest: Die Übertragung der Olympischen Spiele bleibt nicht ohne Einfluss auf den Ehrgeiz normaler Wintersportler.″ Vielleicht galt diese Erkenntnis ja auch für ihn selbst, wenn er gemeinsam mit seinem Freund Heinz-Wilfried Munsberg die Skier unterschnallte.

Dass der olympische Friede″ in der Neuzeit eher eine Fiktion bleibt, merkte der Zeichner 1998 an: In Zeichen der sich zuspitzenden Irak-Krise lässt er US-Präsident Bill Clinton eine bedrohlich große Schneekugel Richtung Japan rollen, wo Abfahrtsläufer, Rennrodler und Skispringer gerade in Nagano ihre Kräfte messen.

Zur Person: Hermann Queckenstedt ist Sprecher des Fritz-Wolf-Kuratoriums und Direktor des Diözesanmuseums Osnabrück.

100 Jahre Fritz Wolf im Spiegel seiner Karikaturen

Die Neue Osnabrücker Zeitung widmet ihrem langjährigen Hauskarikaturisten Fritz Wolf zum 100. Geburtstag am 7. Mai eine Karikaturen-Serie. Das Diözesanmuseum eröffnet bereits am 8. März unter dem Titel Er war ein Osnabrücker! eine Sonderausstellung mit Karikaturen des Altmeisters zu regionalen Themen.

Gesucht werden bislang unbekannte Stücke, um sie im Begleitbuch zu veröffentlichen und als Reproduktion oder sogar im Original in der Ausstellung zu zeigen. Ansprechpartner bei der Fritz-Wolf-Gesellschaft ist der Medienwissenschaftler Sebastian Scholtysek, Telefon 01 76/ 31 11 06 63,

E-Mail: post@ Fritz-Wolf.de
Autor:
Hermann Queckenstedt


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