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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Rat hält an Förderschule fest
Zwischenüberschrift:
Schule an der Rolandsmauer bleibt mindestens zehn weitere Jahre bestehen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nachdem die neue Landesregierung den befristeten Bestand der Förderschulen Lernen bis zum Jahr 2028 beschlossen hat, sprach sich auch der Osnabrücker Rat für den Fortbestand der Schule an der Rolandsmauer und die Gewährung eines Bestandsschutzes für die kommenden zehn Jahre aus.

Osnabrück. Die Entscheidung des Rates fußt auf einem dreiteiligen Antrag der CDU/ BOB-Gruppe. Während die grundsätzliche Entscheidung über den Fortbestand der Schule bei CDU, SPD, UWG, BOB und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert eine breite Zustimmung fand, einigten sich die Fraktionen mehrheitlich, die ebenfalls in dem Antrag formulierten weiteren konkreten Schritte in den Schulausschuss zu verweisen.

Es sei zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer möglich, wie zum Beispiel gefordert, schon die Eltern über die Einschulungsmöglichkeiten zu informieren. Hier bedürfe es erst noch der konkreten Beschlüsse der Landesregierung, meinte Jens Martin (SPD). Der Vorsitzende des Schulausschusses wollte die Zustimmung seiner Fraktion zu dem CDU/ BOB-Antrag auf gar keinen Fall als Abkehr der SPD von der Inklusion verstanden wissen. Der Beschluss sei vor allem auch als Signal für die Lehrer an der Schule an der Rolandsmauer wichtig″, erläuterte Martin mit Blick auf die geplante Neue Schule, die als Neugründung aus der Hauptschule Innenstadt, der Möserrealschule und eben der Schule an der Rolandsmauer entstehen soll.

Es ist uns bewusst, dass einige Punkte noch nicht geklärt sind″, verwies Petra Knabenschuh (CDU) auf in Hannover noch zu leistende Arbeit. Gleichwohl sei es wichtig, schon jetzt mit den Vorarbeiten zu beginnen, um nicht Gefahr zu laufen, noch einen Jahrgang zu verlieren. Die Vorlage müsse umfassend diskutiert werden, forderte Thomas Klein (Grüne), damit alle Beteiligten die Chance hätten, zu Wort zu kommen. Dazu bedürfe es aber zunächst einmal der gesetzlichen Grundlagen.

Die ehemalige Landesregierung aus SPD und Grünen hatte das Ende der Förderschulen Lernen eingeläutet. Bereits im vergangenen Jahr durfte die Schule an der Rolandsmauer wie andere Förderschulen Lernen landesweit auch keinen neuen Jahrgang fünf mehr aufnehmen. Dass die neue Landesregierung nun den befristeten Fortbestand der Förderschule Lernen in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben hat, ist auf eine bislang äußerst holprig verlaufene Inklusion zurückzuführen, die bei vielen Lehrern, aber auch Eltern auf heftigen Widerstand gestoßen ist. Wir brauchen diese Atempause, um zu Fortschritten beim inklusiven Lernen zu kommen″, beschrieb Brigitte Neumann diese Situation. Es müsse allen Eltern das Recht auf Wahlfreiheit eingeräumt werden. Allerdings dränge die Zeit, da die Anmeldung für die weiterführenden Schulen kurz bevorstehe.

Darüber, dass der Bestand der Schule an der Rolandsmauer gesichert werden soll, bestand bei CDU, SPD, UWG, BOB und Oberbürgermeister Einigkeit, die diesen Teil des Antrags mehrheitlich verabschiedeten. Die weiteren konkreten Schritte wie Elterninformationen oder die ebenfalls im CDU/ BOB-Papier geforderte Entwicklung eines stadtweiten pädagogischen Inklusionskonzepts, das mit den Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren Inklusive Schule (RZI) sowie den inklusiven und kooperativen Schulen gemeinsam abgestimmt werden soll, werden demnächst im Schulausschuss diskutiert.

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Bildtext:
Der Fortbestand der Schule an der Rolandsmauer ist gesichert.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Dietmar Kröger


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