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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bombe am Stadion
 
Bombenalarm an der Bremer Brücke
Zwischenüberschrift:
Bei Bauarbeiten an der Nordtribüne Rest eines Sprengkörpers entdeckt
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Bei den Bauarbeiten an der Nordtribüne in der osnatel Arena sind gestern Reste einer Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg entdeckt worden. Experten der Feuerwehr und des Kampfmittelräumdienstes, die in Osnabrück inzwischen ein eingespieltes Team bilden, waren schnell zur Stelle und konnten Entwarnung geben. Ein Zünder war nicht mehr vorhanden, so dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Stadionbesucher oder die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle bestanden habe. Das Loch wurde wieder zugeschüttet. Die Reste der britischen Fünf-Zentner-Brandbombe sollen am Montag beseitigt werden. Derweil gehen die Bauarbeiten an der Bremer Brücke planmäßig weiter. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass die neue Nordtribüne im August eröffnet werden kann.

Osnabrück. Diese Nachricht alarmierte gestern Mittag Polizei und Feuerwehr (und einige VfL-Fans und Funktionäre): Bei den Abrissarbeiten an der Nordtribüne im Stadion war eine Bombe ans Licht gekommen.
Baggerfahrer Herbert Theile war gerade damit beschäftigt, Schutt und Füllboden der früheren Nordtribüne zu verladen, als seine Baggerschaufel einen länglichen Metallgegenstand freilegte. Theile alarmierte Polizei und Feuerwehr und stellte vorerst die Arbeit ein: Was will man auch machen?″, sagte er später stoisch dazu.
Der erste Anruf setzte dann das mittlerweile perfekt eingespielte Räderwerk unter dem Stichwort Blindgänger″ bei Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und Kampfmittelräumdienst in Gang. Während die Fundstelle abgesperrt wurde, inspizierte Norbert Lauxtermann den Metallzylinder. Seine Diagnose: Rest einer britischen Fünfzentner-Brandbombe, wahrscheinlich entschärft oder eben ausgebrannt. Ein Zünder war nicht mehr vorhanden. Bomben dieses Typs enthielten meistens ein Benzol-Kautschuk-Gemisch und dazu eine relativ geringe Sprengladung aus Schwarzpulver. Es kann sich aber auch um eine Leuchtbombe oder eine Markierungsbombe gehandelt haben.
Die deformierte und leere Hülle der Bombe wurde gestern provisorisch wieder abgedeckt. In der kommenden Woche werden die Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Hannover den Metallzylinder abtransportieren.
Wie der Blindgänger unter die VfL-Tribüne kam, blieb gestern offen. Wahrscheinlich wurde er mit Trümmerschutt und Füllboden erst bei den Bauarbeiten in der Nachkriegszeit zur Bremer Brücke gefahren. Runtergekommen ist das Ding hier jedenfalls nicht″, sagte Norbert Lauxtermann angesichts der Fundsituation dazu.

Bildtext:
Deckel drauf: Jürgen Wiethäuper von der Stadtverwaltung (links) und Gerhard Schratz von der Polizei deckten gestern den Bombenrest provisorisch ab. Am Montag wird die Hülle abgefahren.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
fhv


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