User Online: 1 | Timeout: 03:28Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
DBU fördert Mauersanierung
 
Eine Mauer vereint Gegensätze
Zwischenüberschrift:
DBU-Geld für Kloster-Projekt
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 62 475 Euro legte die DBU zur Sanierung der Mauer des Klosters Nette dazu. Die seltene Pflanzen- und Tierwelt, die sich über die Jahre in der Wehrmauer am Ufer der Nette ausgebreitet hat, soll erhalten bleiben.

Osnabrück. Sie ist ein wahres Kleinod, die Mauer des Klosters Nette. Doch die Einfriedung aus dem 16. Jahrhundert ist stark vom Verfall bedroht. Dank einer kräftigen Finanzspritze der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) kann das denkmalgeschützte Bauwerk nun saniert werden.
Genau 62 475 Euro legte die DBU dazu. Die seltene Pflanzen- und Tierwelt, die sich über die Jahre in der alten Wehrmauer am Ufer der Nette ausgebreitet hat, soll unbedingt erhalten bleiben.
Was das Team um die Architektin Monika Demann und den Botaniker Dr. Peter Borgmann vor haben: Zunächst sollen die Pflanzen aus der Mauer herausgenommen werden. Sie werden dann im Botanischen Garten der Universität gelagert″, erklärte Demann am Mittwoch beim Start des Projekts. Erst dann können die Sanierungsarbeiten beginnen. Nach einem Jahr, so schätzt die Architektin, kehren die Pflanzen wieder an die Klostermauer zurück und die Sanierung ist beendet.
Der Sanierungsplan des Klosters ist ein vorbildliches Unterfangen, denn oft kämpfen Denkmalpflege und Naturschutz gegeneinander″, sagte DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde. Im Projekt sitzen auch Universität und Denkmalpflege mit im Boot.
Die Ordensschwestern des Klosters Nette sind froh, dass die Sanierungsarbeiten nun endlich beginnen. Lange schon wollen wir sanieren″, sagte Schwester Maria Karola Wamhof, Generalökonomin des Klosters, jetzt wird der Plan endlich umgesetzt.″
Die Flora und Fauna in und an der Mauer ist nach Ansicht der Experten unbedingt schützenswert. Eidechsen wärmen sich an der Mauerwand, verschiedene Spinnenarten spannen ihre Netze in den Zwischenräumen, Grabwespen nisten in der Mauer. An ihr wachsen schützenswerte Moose, Farne und Flechten. Das alles lässt interessante Einblicke in das vielschichtige Gefüge der Mauerökologie zu″, erklärte Botaniker Borgmann.
Während des Katholikentags im Mai erwartet das Kloster zahlreiche Besucher. DBU-Chef Brickwedde will diese Zeit nutzen, um die Mauer als Demonstrationsobjekt für die Umweltbildung zu nutzen: Das Projekt zeigt, dass Natur- und Umweltschutz zusammengehören müssen.″

Bildtext:
Mit der Förderzusage kam Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU, jetzt zu Schwester Maria Karola Wamhof, Generalökonomin des Klosters Nette.
Die wertvollen Mauerblümchen werden umgesiedelt.
Fotos:
Michael Hehmann
Autor:
tomb


Anfang der Liste Ende der Liste