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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ein Stadtteilbus für die Berningshöhe
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke kündigen Änderungen im Netz 07 an
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Ab August 2008 wird ein Stadtteilbus die Berningshöhe über Iburger und Johannisstraße mit dem Neumarkt verbinden zunächst versuchsweise. Die Linie E 51 wird eingestellt. Das sind zwei der geplanten Änderungen im Netz 07″, die Stadtwerke-Verkehrsvorstand Stephan Rolfes am Dienstagabend Vertretern Osnabrücker Bürgervereine vorstellte.
Die hatten nach der Einführung des neuen Busliniennetzes zum Teil massive Kritik an den Neuerungen geübt und Änderungen eingefordert. Die Entwicklung der Fahrgastzahlen gibt den Planern aber unter dem Strich recht. Martin Meyer-Luu, bei den Stadtwerken für das Verkehrsangebot zuständig, berichtete den Bürgern von einer Verdopplung der Fahrgastzahlen auf der so genannten Hochschullinie. Auf der Linie 21, die den Hochschulstandort am Westerberg direkt mit dem Hauptbahnhof verbindet, schnellten die Zahlen von 2750 auf 5589 im Tagesschnitt hoch. Auch bei den Fahrgastzahlen aus den Stadtteilen Eversburg und Atter stellten die Zähler steigende Tendenz fest von 7610 auf durchschnittlich 9352 am Tag.
Alle weiteren Busverbindungen in der Stadt haben im Wesentlichen konstante Fahrgastzahlen. Durch die Änderungen an der Berningshöhe sanken die Fahrgastzahlen dort von 2176 auf 2000, das entspricht etwa acht Prozent.
Die Vertreter des Bürgervereins Neustadt begrüßten das Vorhaben der Stadtwerke, die E 51 zu streichen und den Stadtteilbus zum Neumarkt einzurichten. Wolfgang Quade: Ich bin froh, dass vor allem die älteren Bürger so wieder den Salzmarkt direkt erreichen können.″
Für die Verbindung Berningshöhe–Neumarkt–Berningshöhe wird der ehemalige Flughafenbus eingesetzt werden. Das kurze Fahrzeug kann am Neumarkt wenden. Um Kinderwagen oder Rollatoren transportieren zu können, wird das Fahrzeug noch etwas umgebaut. Rolfes betonte, dass der Aufsichtsrat das Projekt gebilligt habe unter der Maßgabe, dass es nicht mehr koste als die bisherigen Verbindungen. Rolfes warnte die Bürger aber auch vor verfrühten Siegesfeiern: Wir werden zählen. Aber wenn wir dort demnächst einen Doppeldeckerbus einsetzen müssen, freuen wir uns natürlich.″ Wenn die Fahrgastzahlen aber den Einsatz des Stadtteilbusses nicht rechtfertigen, wird das Angebot wohl nicht aufrechterhalten werden. Dem Wunsch nach einem Buswartehäuschen an der Haltestelle Bergerskamp wollen Stadt und Stadtwerke möglichst bald nachkommen.
Im Bereich Eversburg wurden von den Bürgervereinen die Umstiegszeiten am Eversburger Platz kritisiert, die durch Verspätungen stadteinwärts teilweise zu knapp für die Fahrgäste seien. Hier wollen die Stadtwerke Osnabrück nachbessern. Auch die Gestaltung des intensiv genutzten Umsteigepunktes Eversburger Platz″ mit einem Wartehäuschen stadteinwärts und einer behindertengerechten Ausstattung werde durch die Stadt Osnabrück so schnell wie möglich in Angriff genommen.
Mit der Umstellung auf die neue Fahrplanperiode sollen zudem vereinzelte Taktprobleme zum Beispiel auf der Iburger Straße gelöst werden.

Bildtext:
Klein und wendig ist der Flughafenbus. Deshalb soll das Fahrzeug nach den Sommerferien als Stadtteilbus zwischen Berningshöhe und Neumarkt pendeln.
Foto:
Uwe Lewandowski

Kommentar
Sachliches Gespräch

Nach der Vorgeschichte war das nicht zu erwarten gewesen: Die sachliche und konstruktive Atmosphäre, in der sich Stadtwerke und die Kritiker aus den Bürgervereinen jetzt begegneten, trägt nicht nur zur Verbesserung des Klimas, sondern auch zur Optimierung des Busangebotes in der Stadt bei. Dass die Zahlen insgesamt den Planern recht geben, ist nicht von der Hand zu weisen. Die deutlichen Zuwächse auf der Hochschullinie sind ein wirtschaftlicher und auch ein ökologischer Erfolg. Dass Studenten jetzt durch Netz 07 vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen, ist prima. Bleibt noch zu hoffen, dass das neue Angebot für die Bewohner der Berningshöhe nicht nur als Sieg der Hartnäckigkeit des Bürgervereins Neustadt gefeiert, sondern auch intensiv genutzt wird. Sonst ist es bald wieder weg.
Autor:
swa, Michael Schwager


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