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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
BOB macht nasse Gärten zum Thema
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Überflutungen der Grundstücke unterhalb des Wissenschaftsparks sind heute ein Thema im Rat. Nach Ansicht der Fraktion Bund Osnabrücker Bürger (BOB) sollte die Stadt etwas gegen den starken Grundwasserzustrom von der ehemaligen Scharnhorstkaserne tun mit einer schnelleren Bebauung.

So lange es die Britenkaserne an der Sedanstraße gab, waren die Keller an der Sudetenstraße und der Artilleriestraße weitgehend trocken. Das änderte sich, als die Gebäude 2012 von der Bildfläche verschwanden. Mit der Entsiegelung des Kasernengeländes begann für einige Hauseigentümer eine dramatische Zeit. Der steigende Grundwasserspiegel ließ Wände durchfeuchten und Gärten absaufen. In einigen Häusern breitete sich Schimmel aus, teilweise vom Keller bis zum Obergeschoss.

46 Anwohner beschwerten sich damals bei Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Aber die Osnabrücker Beteiligungs- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (OBG), ein Tochterunternehmen der Stadt, wies die Vorwürfe ab. Für trockene Keller seien die Hauseigentümer selber verantwortlich, und wer im Garten nasse Füße bekomme, müsse eben eine Drainage legen, lautete die Argumentation.

Carsten Schlüter, der im Haus seiner Eltern an der Sudetenstraße lebt, gehört zu den Hauptbetroffenen. Im vergangenen Jahr hat er eine Drainage und eine Kellersanierung in Auftrag gegeben für 62 000 Euro, wie er berichtet. Im Haus ist es jetzt zwar trocken, aber nach starken Regenfällen steht der Garten trotz Drainage immer wieder unter Wasser. Vom Wissenschaftspark fließe einfach zu viel nach, sagt Schlüter. Bei ihm und auf den Nachbargrundstücken sei häufig Land unter. Er fühlt sich von den Verantwortlichen im Stich gelassen und als Nörgler abgestempelt.

Stadtbaurat Frank Otte und Finanzvorstand Thomas Fillep sind dagegen der Ansicht, dass sich die OBG konstruktiv mit den Anwohnern auseinandergesetzt habe.

Die BOB-Fraktion will mit ihrer Initiative im Rat erreichen, dass die Stadt das Problem ernst nimmt und Gegenmaßnahmen veranlasst. Weil die Verwaltung nicht mit einer Sperre in den Wasserhaushalt eingreifen will, favorisiert Ratsherr Ralph Lübbe eine zügige Bebauung des Wissenschaftsparks, um eine stärkere Versiegelung herbeizuführen. Mit einer Senkung der Grundstückspreise könne die Stadt diesen Prozess beschleunigen, lautet seine Überlegung.
Autor:
rll


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