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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Ich zahle nur zähneknirschend″
Zwischenüberschrift:
30 Euro Bußgeld und ein „sinnloses″ Rauchverbotsschild an der Eingangstür
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Aus 173, 50 Euro Bußgeld wurden 30 Euro, die Hans-Udo Agarius jetzt zahlen will. Zähneknirschend″, wie er sagt. Denn der Sinn der Bürokratie leuchtet ihm nicht ein.
Dem Betreiber des Osnabrücker Pizzahauses war vor einigen Tagen ein Bußgeldbescheid ins Haus geflattert. Weil er es versäumt hatte, am Eingang seiner Gaststätte auf das Rauchverbot hinzuweisen, sollte er 150 Euro Geldbuße und 23, 50 Euro Gebühren und Auslagen berappen.
Das Kuriose daran: Agarius hatte das Pizzahaus schon am 1. Februar 2007 zur rauchfreien Zone erklärt Monate vor dem landesweiten Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden. Zuvor hatte das Familienbündnis seinem Haus als erstem Lokal in der Stadt das Gütesiegel familienfreundliches Restaurant″ verliehen. Da sah er es als selbstverständlich an, Glimmstängel drinnen zu verbieten.
Darauf weisen im Innern auch an gut sichtbaren Stellen Aufkleber mit durchgestrichenen Zigaretten hin. Aber an der Eingangstür, da fehlte der Hinweis, und genau da wolle der Gesetzgeber ein entsprechendes Schild sehen. Nach einem Bericht in der Neuen OZ bemühte sich die Stadt, die Wogen zu glätten: Bei einem Ortstermin wurde der Hinweis auf das Rauchverbot an der gläsernen Eingangstür angebracht. Mein Hinweis, dass das sinnlos ist, weil die Tür den ganzen Sommer über offen steht und das Schild gar nicht zu sehen ist, brachte nichts″, erzählte gestern ein erboster Agarius. Es hätte nur geheißen, dass nun dem Gesetz Genüge getan sei.
Und weil der bis dahin nicht korrekt rauchverbotsbeschilderte Eingang eine Ordnungswidrigkeit sei, solle er nun wenigstens mit 30 Euro büßen. Am liebsten würde er sich weigern, gestand der Gastronom. Aber um des lieben Friedens willen werde er zahlen.
Allerdings solle die Stadt den Umgang mit Gastronomen überdenken. Beim Be- und Entladen vor dem Lokal gebe es immer öfter Knöllchen: Und gerade wir Gastronomen würden nie ohne Grund die Altstadt zuparken.″ Auch damit fühle er sich schikaniert.

Bildtext:
Nicht zufrieden: Hans-Udo Agarius.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
S.


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