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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gewerbehallen statt Gänseblümchen
Zwischenüberschrift:
Stadt kann sich Landschaftsschutz auf den GVZ-Flächen nicht mehr leisten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nicht nur der Traum vom Güterverkehrszentrum (GVZ) in Osnabrück ist ausgeträumt. Die Vorstellung, die ursprünglich teilweise als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Flächen am Fürstenauer Weg der Natur zurückzugeben, legt der Rat der Stadt inzwischen auch zu den Akten. Hier sollen jetzt Gewerbegebiete entstehen.
Der Stadtentwicklungsausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit, die nötigen Änderungen der Bebauungspläne anzustoßen. Wenngleich mehrere Mitglieder mit ihren Bauchschmerzen bei diesem Thema nicht hinterm Berg hielten. Horst Simon zum Beispiel hatte Anfang der 90er Jahre als Grünen-Fraktionschef den Ankauf der rund 17 Millionen Euro teuren Flächen für ein GVZ befürwortet. Und dafür Prügel von den eigenen Leuten bezogen. Heute gesteht Simon als hinzugewähltes Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss: Ich habe die Entwicklung damals falsch eingeschätzt.″ Wenn das GVZ tatsächlich realisiert worden wäre, hätten seine positiven Auswirkungen Verlagerung von Güterverkehr von der Straße auf die Schiene die negativen Folgen für die Natur mehr als aufgewogen.
Unter anderem deshalb hatte die damals zuständige Bezirksregierung auch der Umwandlung der Landschaftsschutzgebiete in GVZ-Flächen zugestimmt. Einfache Gewerbegebiete, so, wie sie jetzt geplant werden sollen, wären wohl nicht abgesegnet worden. Das ist auch der Grund, warum Sabine Bartnik (Grüne) die aktuellen Pläne skeptisch betrachtet. Die verschärften ökologischen Auflagen für die Fläche nördlich des britischen Sportplatzes an der Kreuzung Bramscher Straße/ Fürstenauer Weg dürften die Nachteile für die Natur nicht aufwiegen. Gerd Mäscher, Umweltbeauftragter der Stadt, legte Wert darauf, dass der Schaden für die Natur und das Landschaftsbild, der durch die geplante Nutzung entstehen werde, auch benannt werden müsse.
Allerdings: Dass die Stadt aus finanziellen Gründen wohl nicht umhinkommt, die damals gekauften Flächen nun wieder abzusetzen, das vollzog auch der Umweltbeauftragte nach. Die Osnabrücker Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft OGE, die 1993 eigens zur Vermarktung der GVZ-Flächen gegründet wurde, ächzt unter der schweren Erblast. Für 33 Millionen Mark (knapp 17 Millionen Euro) kaufte die Stadt 1993 Freiherr Ostman von der Leye die GVZ-Flächen ab. Ein stolzer Preis, wie Experten schon damals meinten. Andere beurteilten ihn als vertretbar″, denn das Geld sollte durch den Verkauf zurückfließen. Daraus wurde bisher nichts. Die OGE zahlt bis heute Zinsen. Sie dürften eine zweistellige Millionen-Euro-Summe erreicht haben.
Die geplanten Änderungen im Flächennutzungsplan betreffen drei Areale von insgesamt knapp 30 Hektar. Zwei Flächen können über den Fürstenauer Weg, eine über die Honeburger Allee erschlossen werden.

Bildtext:
Gewerbe soll entstehen, unter anderen auf den beiden markierten Flächen in der Bildmitte.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
swa


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