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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schüler säen Wildblumen aus
Zwischenüberschrift:
Thomas-Morus-Schule kooperiert mit Landvolk und Landwirtschaftskammer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Im kommenden Frühjahr wird die Klasse 8a der Thomas-Morus-Schule auf dem Feld von Landwirt Friedrich Hardinghaus einen Feldrandstreifen mit Wildblumen anlegen. Initiiert wurde das Projekt von der Aktion Wir machen euch satt″.

Jedes Jahr zur Internationalen Grünen Woche machen das Landvolk und die Landwirtschaftskammer bundesweit mit der Aktion Wir machen euch satt″ auf die Situation der Landwirte und besondere Projekte rund um das Thema Landwirtschaft aufmerksam. Für 2018 heißt das Thema Deutschland blüht auf″. Um das zu erreichen, soll es auch in Osnabrück eine Aktion für mehr Wildblumen geben. Am Freitag besuchten der Landwirt Friedrich Hardinghaus gemeinsam mit Friederike Husmann vom Landvolk und Stefan Müller, Ansprechpartner für das Bienenbündnis und Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer, die Thomas-Morus-Schule, um mit Schülern der Schule ein neues Projekt rund um das Thema Artenvielfalt, Wildblumen und Bienen zu starten: Die Schüler der Klasse 8a von Lehrerin Gertrud Kassing bekommen Saatgut für eine bunte Blütenpracht.

Die Thomas-Morus-Schule arbeitet seit einigen Jahren mit den Schülern zum Thema Landwirtschaft und Artenvielfalt. Am Lernort Nackte Mühle betreibt die Schule beispielsweise einen Schulgarten, den die Schüler selbst in Wahlpflichtkursen pflegen. Dort befassen sie sich unter anderem auch mit dem Thema Bienen. Dazu hat die Schule einen eigenen Bienenstock im Garten der St.-Angela-Schule. Die Bienen sind für das Ökosystem extrem wichtig, da sie für die Befruchtung vieler Pflanzen, auch Nutzpflanzen wie Obstbäumen oder Raps, unersetzlich sind. Jedoch brauchen auch die Bienen Nahrung. Honigbienen fliegen sehr weit, um passende Nahrungsquellen zu finden, Wildbienen sammeln jedoch oft nur wenige Meter um ihren Bau Pollen und Nektar.

Die Schüler erhalten im Rahmen von Deutschland blüht auf″ aber nicht nur Saatgut für einen schönen Wildblumengarten. Friedel Hardinghaus, Landwirt aus Haste und Vorsitzender des Landvolk-Ortsverband Osnabrück, stellt den Schülern einen Teil seiner Ackerfläche zur Verfügung. Der Acker liegt nur gut 150 Meter von der Schule entfernt an der Bramstraße″, sagte Hardinghaus. Auf gut 80 Meter Länge wird der Feldrand im kommenden Frühjahr nicht bestellt werden. Hier soll der Streifen für Wildblumen entstehen. Die Schüler können dann kommen und bei den Arbeiten mithelfen″, lud Hardinghaus ein. Spätestens beim Säen ist dann die Mitarbeit gefragt, den Boden will der Landwirt mit seinen Maschinen vorbereiten. Dann könnt ihr sehen, wie die Saat aufgeht und wächst, blüht und gedeiht.″

Diese Streifen mit einer vielfältigen Wildblumenpopulation sorgen nicht nur für Artenvielfalt bei den Insekten, sondern bieten auch kleinen Tieren Unterschlupf. Die Landwirte machen schon viel in dem Bereich″, sagte auch Husmann. Wildblumen können sehr unterschiedliche Funktionen haben, entsprechend bunt sollte eine Blütenwiese ausfallen. Es gibt unterschiedliche Mischungen″, berichtete Müller. Auf dem Feldstreifen soll die Osnabrücker Mischung″ des Osnabrücker Bienenbündnisses zum Einsatz kommen. Es besteht ausschließlich aus regionalem Saatgut und enthält mehr
als 40 verschiedene mehrjährige Wildblumen- und Grasarten.

Neben den großen Saatgutsäcken hatten die Landwirte auch kleine Tüten für die Schüler dabei. Vielleicht kann man damit den einen oder anderen Steingarten ersetzen″, hofft Hardinghaus. Einige der Schüler hatten sich auch schon privat mit dem Thema beschäftigt. Max beispielsweise hat bereits ein Wildblumenbeet im Familiengarten, Tanja sät auf dem Balkon, und Paul pflanzt im heimischen Garten Gemüse an. Der Wildblumenstreifen wird also sicher gut betreut werden und über die Schule hinaus wirken.

Bildtext:
Schüler der Klasse 8a der Thomas-Morus-Schule bekommen vom Landvolkverband Blumensamen für die Aktion Deutschland blüht auf″. Gemeinsam mit Landwirt Friedrich Hardinghaus dürfen sie im Frühjahr die Samen auf einem Teil seines Ackers an der Bramstraße sähen.
Foto:
Swaantje Hehmann
Autor:
Robert Schäfer


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