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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Coffee-to-go-Becher verbannen
Zwischenüberschrift:
Systemanbieter stellt sich in der Bundesstiftung Umwelt vor
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Eigentlich ist die Initiative nicht neu: An der Universität gibt es schon seit 2016 unter dem Label PapplOS″ das Bestreben, Einwegbecher zu verbannen.

Osnabrück. Aber die Uni ist nun mal nicht die ganze Stadt Osnabrück. Um den Pappbecher auch außerhalb der Uni verschwinden zu lassen, bedarf es eines konzeptionellen Ansatzes. Die Firma Logicup meint, diesen Ansatz gefunden zu haben.

Kerstin Albrecht sitzt für den Bund Osnabrücker Bürger (Bob) im Rat und hat dem Gremium in seiner Septembersitzung wärmstens ans Herz gelegt, doch bitte die Verwaltung zu beauftragen, Konzepte für ein freiwilliges Pfandsystem zu entwickeln. Diese erste Forderung fand keine ausreichende Anhängerzahl, die modifizierte Albrecht-Fassung aber, nach der Rat und Verwaltung das bereits bestehende Konzept des Studentenwerks unterstützen und Maßnahmen entwickeln mögen, die das Projekt in der Öffentlichkeit bekannt machen, passierte den Rat.

Gemeinsam mit der Uni Osnabrück und dem Anbieter eines Mehrwegsystems, der Firma Logicup mit Sitz in Westerkappeln, hat Albrecht nun für den 31. Januar zu einer Vorstellung des Systems in die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) eingeladen. Gemeinsam mit Logicup-Chef Klaus Rudolph und Ann-Christine Wöhler von der Uni hofft sie, an diesem Abend ab 18 Uhr vor allem möglichst viele sogenannte Inverkehrbringer in den DBU-Räumen An der Bornau 2 begrüßen zu können.

Wir wollen den Convenience-Gedanken wie beim Einwegbecher für den Kunden beibehalten″, sagt Rudolph. Mit anderen Worten: Der Pfandbecher (50 Cent Pfand) soll genauso bequem sein wie der Mehrwegbecher, indem er zwischen der Gastronomie und den Kunden kreist, gereinigt und wieder befüllt wird. In der letzten Ausbaustufe des Systems sollen die Kaffeetrinker ihre Becher überall in ganz Deutschland zurückgeben können. Die Kunden sollen ihre Becher auch an Rücknahmeautomaten abgeben können″, sagt Rudolph. Ein QR-Code auf dem Becher soll via App demnächst Auskunft geben, wo die nächste Rücknahmestation ist. Der Becher wird aus unzerbrechlichem Polypropylen hergestellt und soll etwa 100 Umläufe halten, bevor er von Logicup zu einem neuen Becher recycelt wird. Die Logicup-Partner sollen vom System profitieren, weil der Gewinn am To-go-Geschäft durch die Umläufe der Becher steigt, bei gleichbleibendem Bequemlichkeitsfaktor für die Kunden. Bei stündlich in der Bundesrepublik ausgegebenen 350 000 Einwegbechern, die für verstopfte Mülleimer in den Städten sorgen, und einem immer stärker ökologisch orientierten Kaufverhalten der Kunden sieht Rudolph gute Chancen für das Logicup-System, das zum Beispiel an den Universitäten in Osnabrück Bonn und Heidelberg bereits Fuß gefasst hat und auch bei Systemgastronomen wie einigen MacDonald′s-Franchisenehmern nach seinen Worten auf großes Interesse stößt.

Die Veranstaltung Papplos 2018 findet in den Räumen der DBU, An der Bornau 2, am Mittwoch, 31. Januar, um 18 Uhr statt. Um Anmeldung unter Tel.: 05 41/ 969-49 08 oder per Mail unter ac.woehler@ uos.de wird gebeten.

Bildtext:
Kaffee leer, Mülleimer voll ein Pfandsystem könnte solche unschönen Bilder wie hier am Rosenplatz Geschichte werden lassen.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Dietmar Kröger


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