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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hitler als Lump bezeichnet
Zwischenüberschrift:
„Stolpersteine″ in Osnabrück: Johann Staperfeld
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Bisher sind 17 Stolpersteine in der Stadt verlegt worden, die an das Schicksal Osnabrücker Bürger erinnern, die Opfer des Nationalsozialismus geworden sind. In einer kleinen Serie stellen wir einzelne dieser Menschen vor. Den Auftakt macht Johann Staperfeld.
In der Süster Straße Haus Nummer 10 lebte der am 18. September 1909 geborene Johann Staperfeld. Über ihn ist wenig bekannt, denn der Arbeitersohn lebte in bescheidenen Verhältnissen. Zusammen mit den Mitarbeitern des Friedensbüros der Stadt haben Studierende des Abendgymnasiums Sophie Scholl, die auch die Patenschaft für seinen Stolperstein übernommen haben, die wenigen Lebensspuren des Arbeiters gesammelt.
Staperfeld kam 1936 mit den Nationalsozialisten in Konflikt, als er während eines Gesprächs am Hasetorbahnhof zu einem Bekannten sagte: Adolf Hitler ist ein Lump.″ Wie es scheint, gab ein Denunziant die Worte weiter, und Staperfeld wurde zu drei Monaten Haft verurteilt, die er im Gerichtsgefängnis in Osnabrück verbüßte. Sein Name stand nun in der Kartei der Gestapo.
Dieser Eintrag sollte aber eine ungeahnte Bedeutung bekommen. 1942 wurde ihm Arbeitsbummelei″ vorgeworfen. Es kann sein, dass es vielleicht Sabotage gewesen ist, das lässt sich heute nicht mehr ermitteln″, erklärte der Geschichtslehrer Dr. Rainer Bendick von der Sophie-Scholl-Schule. Jedenfalls kam Staperfeld in ein Arbeitserziehungslager, dann zur Wehrmacht und danach zum Arbeitsdienst. Auch über dieser Zeit schwebt wieder das Wort Arbeitsbummelei″. Staperfeld wurde in das KZ Sachsenhausen geschickt. Wieso er am 18. April 1944 im Polizeigefängnis am Alexanderplatz in Berlin gewesen ist, ist nicht bekannt. An diesem Tag starb er dort an Herzmuskelerschlaffung, wie es der Totenschein vermerkte. Wahrscheinlich ist, dass er den Folgen der Folter während eines Verhörs erlag

Bildtext:
Vor dem Haus Süsterstraße 10 erinnert ein Mahnmal an Johann Staperfeld.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
iza


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