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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die Kunst gegen das Soziale ausgespielt
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Braucht das Klinikum teure Kunst? und dem Kommentar Ohne Augenmaß und Sensibilität″ von Wilfried Hinrichs (Ausgabe vom 10. Januar) sowie zum Artikel Klinikum verkauft Bild mit Gewinn″ (Ausgabe vom 11. Januar).

Ohne Augenmaß und Sensibilität sind Kommentar und Artikel [...], mit dem ein Vergehen des Geschäftsführers des Osnabrücker Klinikums Alexander Lottis konstruiert werden soll. Es ist ein Skandal, dass sich die , NOZ′ dafür hergibt, eine Schmutzkampagne gegen Herrn Lottis zu führen, einen Menschen persönlich zu diskreditieren, dem offensichtlich partout kein Fehlverhalten nachzuweisen war und ist. Im Gegenteil, er hat das Klinikum erfolgreich saniert.

Das geschieht hier populistisch durchaus erfolgreich, indem mal wieder die Kunst gegen das Soziale ausgespielt wird. Und es muss mal wieder die junge Krankenschwester herhalten, die angeblich die Verschwendungssucht finanzieren muss.

Als ob die Ausstattung der Klinikräume mit Kunst unnötig wäre. Man stelle sich nur vor, wie der Neubau ohne Kunst aussehen würde und ob dort irgendjemand arbeiten oder behandelt werden wollte. Das gilt im Übrigen auch für die Konferenzräume eines Klinikums. Nicht umsonst empfiehlt das Bundesbauministerium einen Anteil von 1, 5 Prozent der Baukosten für Kunst zu investieren. Angesichts dessen ist teure Kunst sicher etwas anderes.

Die Forderung nach dem Verkauf des Bildes ist ein direkter Schlag ins Gesicht des Osnabrücker Künstlers Helle Jetzig, der ja einen sehr großzügigen Rabatt eingeräumt hatte, eben weil es sich bei dem Käufer um das Osnabrücker Klinikum handelte.″

Regina Böker

Osnabrück

Freude kam bei mir auf ob der Tatsache, dass das in wenigen Jahren heruntergewirtschaftete Klinikum offenbar auf wundersame Weise zu so viel Geld gekommen ist, dass für öffentlich nicht zugängliche Räume ein teures Originalkunstwerk beschafft werden konnte.

Anlässlich meiner Notaufnahme (Nierenstein) am 8. Januar hätte ich wohl einen anderen Eindruck bekommen. [...]

Wenn sich der Herr Geschäftsführer vielleicht regelmäßig im Klinikum umsehen würde, wäre ihm sicher klar, unter welchen fast unmenschlichen Bedingungen große Teile des ärztlichen und des Pflegepersonals arbeiten, welche Ausmaße der verordnete Personalmangel angenommen hat und welche Mühe es unter diesen Bedingungen kostet, gegenüber den Patienten freundlich und menschlich zu bleiben.

Schämen sollte sich der Herr Lottis, dass er von seinem Personal schon über Jahre hinweg Lohn- und Gehaltsverzicht fordert und dass er unter diesen Umständen überhaupt noch daran denken kann, verschlossene Räume mit teurer Kunst zu dekorieren.″

Prof. i. R. Dr. Manfred Tücke

Hasbergen

Das Bild verkauft die Situation gerade noch gerettet. Und was passiert nun mit den 14 000 Euro? Sind die für die Kunst flöten? Dem Chefkunsteinkäufer des Klinikums sei ein Besuch bei den Osnabrücker Künstlerinnen und Künstlern ans Herz gelegt, zum Beispiel am 22. September, am Tag der Offenen Ateliers. Dort gibt es dann qualitätsvolle Originalgrafik aus Künstlerhand. Für 14 000 Euro bekommt er 50, 70, mit ein bisschen Verhandlungsgeschick vielleicht sogar 100 Grafiken. Für das kleine Portemonnaie, so hat es schon Dürer mit der Druckgrafik gesehen, oder , preisgünstiger′, wie von Herr Brickwedde gewünscht.

100 Originalgrafiken auf den Krankenhausfluren damit wäre doch allen gedient: den Patienten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Osnabrücker Künstlerschaft, und Herr Lottis hätte seine , soziale Kompetenz′ (Moritz Gallenkamp) unter Beweis gestellt.″

Manfred Blieffert

Osnabrück
Autor:
Regina Böker, Prof. i. R. Dr. Manfred Tücke, Manfred Blieffert


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