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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Verbrechen oder Leichtsinn?
Zwischenüberschrift:
Fischsterben in der Hase
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Verbrechen oder Leichtsinn? - Fischsterben in der Hase

Gleich dreimal gab es in der letzten Woche Großalarm für Angler und Naturfreunde: Viele zum Teil sehr wertvolle Fische quälten sich an der Oberfläche der Hase im Hafengebiet langsam zu Tode. Mehrere Tausend Fische aber waren bereits verendet.
Die Angler der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung Osnabrück (NWA) versuchten, den Schaden von rund 4 000 DM zu mildern und transportierten noch lebende Fische in andere Gewässer. Die Hauptarbeit aber blieb der Feuerwehr, die mehrere Zentner Fischleichen einsammelte und vernichtete. Die Polizei nahm den Schaden auf, und das Niedersächsische Wasseruntersuchungsamt war nahezu pausenlos damit beschäftigt, Wasserproben zu nehmen und zu analysieren.
Die mehrjährigen Bemühungen der NWA, die Hase im Stadtgebiet wieder zu einem für die gesamte Bevölkerung interessanten und gesunden Gewässer zu machen, sind weitgehend gescheitert. Die aus der Elbe bei Lüchow-Dannenberg und aus Schleswig-Holstein stammenden Fische, die von den Anglern unter Aufwendung von erheblichen finanziellen Eigenmitteln nach Osnabrück gebracht worden waren, leben nicht mehr. Aber auch die Arbeit, der Zeitaufwand und die zum Teil nächtlichen Transportfahrten waren umsonst.
NWA-Vorsitzender Günter Tomcik kommentierte: " War es verbrecherische Profitgier, die jeden Pfennig scheut, schädliche Flüssigkeiten ordnungsgemäß zu entgiften, oder   handelt es sich um sträflichen Leichtsinn? Wir Angler sind   tätige Umweltschützer, wir reden nicht nur. Wir wissen seit   langem, daß die Gewässer um Osnabrück... qualitativ zu den   schlechtesten in Niedersachsen zählen. Wir prozessieren   laufend gegen Abwassersünder. Würden unsere Gewässerwarte   Walter Ahrends und Herbert Gäde nicht ihre Freizeit kostenlos   zur Verfügung stellen und alle Beweise erbringen, würde manch Gewässerverschmutzer von seinem Anwalt vor Gericht herausgepaukt werden.
Es ist an der Zeit, daß die gesamte Bevölkerung lernt, daß der Fisch, für den wir die Arbeit leisten, nur eine Art Anzeigeinstrument ist, das uns anzeigt, ob das Gewässer in Ordnung ist oder nicht. Alle sollten aber auch wissen, daß ohne gesundes Wasser unsere durch die Umweltverschmutzung schon nicht mehr einwandfreie Gesundheit weiter geschädigt wird.
Erhebliche Steuermittel sind notwendig, um die vielen Schäden, die erst durch die Fischsterben sichtbar werden, zu beseitigen. Wann endlich werden unsere Umweltschutz-Redner nicht mehr nur reden? Wir erwarten von ihnen strenge Gesetze, die uns vor den Umweltverschmutzern schützen. Unsere Gesundheit und unser Leben sind bedroht."


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