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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadtwerke testen fahrerlosen Bus
Zwischenüberschrift:
Osnabrück an Millionenprojekt „Hub Chain″ beteiligt – Neue Pläne für VOS-Pilot-App
Artikel:
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Originaltext:
2019 soll in Osnabrück ein selbstfahrender Minibus ausprobiert werden. Bereits jetzt werden die technischen Vorkehrungen für den autonomen Shuttledienst getroffen. Wegweisende Neuerungen versprechen die Stadtwerke auch für ihre Mobilitätsapp VOS-Pilot.

Osnabrück. Der Feldversuch mit einem Roboterwagen im Osnabrücker Nahverkehr ist Teil eines dreijährigen, vom Bundesverkehrsministerium mit drei Millionen Euro geförderten Projekts namens Hub Chain″. Es soll Ende Januar starten, und die Stadtwerke sind daran nach eigenen Angaben federführend beteiligt.

Ziel sei es herauszufinden, ob und wie sich ein ausschließlich computer- und sensorgesteuertes Fahrzeug im ÖPNV sinnvoll nutzen lässt. Denkbar sei beispielsweise eine Verwendung als abrufbereiter Buszubringer in Bereichen der Stadt, wo die nächste Haltestelle weit entfernt ist, sagt Werner Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot. Als Teststrecke in Osnabrück kommt nach Recherchen unserer Redaktion das Gewerbegebiet Netter Heide (ehemalige Winkelhausen-Kaserne) in Betracht. Der mutmaßlich in fünf Abschnitte eingeteilte Rundkurs wäre gut 1, 4 Kilometer lang und würde an der Bramscher Straße an die Linien 41, 81 und 82 anknüpfen.

Ermöglicht werden solche Fortschritte durch eine neue Entwicklungspartnerschaft zwischen den Stadtwerken Osnabrück und dem international renommierten Softwarehersteller Hacon (Hannover), die am Mittwoch vorgestellt wurde. Der Verkehrsbetrieb verspricht sich davon unmittelbaren Einfluss auf die weitere Ausgestaltung seiner Mobilitätsapp VOS-Pilot sowie wirtschaftliche Vorteile. Die auf Computerprogramme für die Verkehrs- und Logistikbranche spezialisierte Ingenieurgesellschaft wiederum seit Juni 2017 eine 100-prozentige Siemens-Tochter erwartet durch die enge Bindung ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse der Endkunden.

Linnenbrink zufolge handelt es sich um die weltweit erste und einzige Kooperation dieser Art″. Sie beinhaltet neben der für 2018 geplanten Schaffung einer IT-Plattform für den fahrerlosen Shuttlebusverkehr auch die Arbeit an einem neuartigen System zur Bestpreisabrechnung, das spätestens 2019 praxisreif sein soll. Außerdem soll nach der unlängst erfolgten Einführung des Handytickets der VOS-Pilot schon bald mit weiteren, innovativen Funktionen zum Vorteil der Kunden angereichert werden etwa mit sogenannten standortbezogenen Diensten″ (Local Based Services).

Dabei werden Angebote des Osnabrücker Einzelhandels zum Beispiel mit Fahrplanauskünften und Routenplanung verbunden. Details wollen die Stadtwerke in Kürze bekannt gegeben. Im Internet finden sich allerdings schon jetzt Hinweise auf einen Dienst im Messenger-Style, der außer Shopping auch die Kategorien Gastronomie, Sport & Freizeit sowie Sonstiges umfasst.

Osnabrück wird elektromobil: mehr zum Thema lesen Sie auf noz.de/ verkehr-os

Bildtext:
Ein fahrerloser Minibus ähnlich diesem soll 2019 in Osnabrück ausprobiert werden.
Foto:
dpa

Kommentar
Autonom, elektrisch, appgesteuert

Die Stadtwerke Osnabrück denken zukunftsorientiert und bereiten sich schon heute auf den öffentlichen Nahverkehr von morgen vor. Und der lässt sich im Kern mit drei Adjektiven beschreiben: autonom, elektrisch, appgesteuert.

Die neue Entwicklungspartnerschaft mit dem Softwarespezialisten Hacon kann deshalb entscheidend dazu beitragen, die Mobilität der Menschen in Osnabrück spürbar zu verbessern und so einfach wie möglich zu gestalten. Das Hannoveraner Unternehmen ist dabei nicht irgendwer: Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) wählte es 2015 in seine Liste der 50 smartesten Firmen weltweit.

Die Aufgabe in Osnabrück ist aber auch für Hacon nicht leicht: In einer Stadt, wo Busse die zentrale Rolle im ÖPNV spielen, fällt es schwerer, die Menschen vom eigenen Auto loszueisen, als dort, wo U- und S-Bahnen fahren. Bei allem, was Stadtwerke und Programmierer sich künftig ausdenken, muss also der Mehrwert für den Nutzer klar erkennbar sein.
Autor:
Sebastian Stricker


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