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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Belastungen der Bürger selten thematisiert
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Stromnetz unter Druck″ (Ausgabe vom 2. Januar).

Ohne die großen Stromkonzerne gehen unsere Lichter aus: Das neue Jahr beginnt, wie das alte geendet hat. Die Netzbetreiber klagen über zu viel Arbeit und sorgen sich schon fast rührend um die Stromverbraucher, die durch nicht abgeschaltete Kohlekraftwerke anfallende Redispatch-Maßnahmen bezahlen müssen, sollte der Übertragungsnetzausbau nicht so schnell wie geplant umgesetzt werden. Demgegenüber stehen aber und das wird eher selten thematisiert die durchaus immensen Kosten, die dieser Netzbau verursacht und die der Stromverbraucher ebenfalls tragen wird, die reinen Baukosten in Milliardenhöhe, die Entschädigungszahlungen und die Traumrenditen, die die Investoren in den Netzausbau erhalten. [...]

Ganz zu schweigen von den Belastungen, die auf die Bürger zukommen werden, die in der Nähe der Höchstspannungsleitungen wohnen, sowie den Auswirkungen auf Umwelt und Landschaft. Und nicht zuletzt auch auf das Schicksal der Energiewende, denn das geplante, zentralistisch ausgerichtete Übertragungsnetz festigt die Position der (Wind-) Großkraftwerke, der konventionellen Energieerzeugung sowie des internationalen Stromhandels. [...] Eine Energiewende kann aber nur dezentral und bürgernah unter Nutzung aller erneuerbarer Energieformen und Speichermöglichkeiten, die immer effizienter und günstiger werden, gelingen.

Erstaunlich, dass unter diesen Umständen die angebliche Notwendigkeit des Netzausbaus selten hinterfragt wird. [...] Die erneuerbaren Energien werden ausgebremst, von Kohleausstieg ist keine Rede mehr, und die Atomlobby spekuliert schon auf ein Comeback der ach so sauberen Atomkraft. Was bleibt, ist das unverändert geplante, aufgeblähte und teure Übertragungsnetz, immer reicher werdende Großkonzerne, betrogene Bürger und vor allem: keine Energiewende.″

Sabine Driehaus

Bissendorf
Autor:
Sabine Driehaus


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