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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Handgiften erst am Montag
Zwischenüberschrift:
Rat begründet neue Tradition
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Über 500 Jahre wiederholte sich das Ritual: Am ersten Arbeitstag des Jahres reichten sich die gewählten Mitglieder des Rates die Hand zum Zeichen ihres Willens, gemeinsam das Beste für Osnabrück zu bewirken. Seit 2015 ist nicht mehr der erste Arbeitstag des neuen Jahres der Handgiftentag, sondern der erste Tag nach Ende der Ferien. In diesem Jahr ist es der kommende Montag, 8. Januar. Eine neue Tradition nimmt ihren Anfang.

Der Verwaltungsausschuss (das höchste Gremium nach dem Rat) beschloss es so 2014 mit Rücksicht auf das veränderte saisonale Freizeitverhalten. Immer mehr Menschen nutzen die Zeit zwischen den Jahren für einen Urlaub oder konsequenten Ruckzug ins Private. Das gilt auch für die ehrenamtlich tätigen Ratsmitglieder. So werden sie sich erst am kommenden Montag förmlich in die Hand versprechen, gemeinsam zum Wohle der Stadt zu wirken.

Auch eine andere Tradition kann dieses Mal nicht fortgesetzt werden: die Verleihung der Justus-Möser-Medaille. Sie ist der französischen Schriftstellerin und Philosophin Hélène Cixous zuerkannt, die zu den großen französischen Intellektuellen gezählt wird. Ihre Großmutter stammt aus Osnabrück. Weil Hélène Cixous aus terminlichen Gründen nicht anreisen konnte, wird der Festakt im April nachgeholt.

Zum Auftakt des Handgiftentages (Beginn: 18 Uhr) spricht der Oberbürgermeister. Wolfgang Griesert (CDU) wird auf Ereignisse und Entscheidungen des vergangenen Jahres zurückblicken, vor allem aber die wichtigsten Aufgaben im neuen Jahr skizzieren. Anschließend sprechen die jeweiligen Fraktionsvorsitzenden und das verlangt den Teilnehmern einiges an Ausdauer ab. Sieben Redner oder Rednerinnen von CDU, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, FDP, Linken, BOB und UWG/ Piraten werden anschließend namens ihrer Fraktionen das Wort ergreifen.

Die Entstehung des Handgiftentages ist mit den Ursprüngen der städtischen Selbstverwaltung eng verbunden. Die aus dem Jahr 1348 in mittelalterlicher niederdeutscher Sprache überlieferte Sate, die Verfassung der Stadt Osnabrück, beschreibt, was den Handgiftentag auszeichnete: „. . . jeder Bürger, der einen eigenen Hausstand innerhalb Osnabrücks hat, ohne jene, die im Rat gesessen haben, soll jedes Jahr am Tag nach Neujahr zum Rathaus gehen, wo man die Ratsherren wählen soll, sobald die Glocke läutet; wer das nicht tut, den soll man mit drei Schillingen Osnabrückischer Münze bestrafen, wie es der Stadt altes Recht ist″.
Autor:
hin


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