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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Himmlische Zeiten im Zirkuszelt
Zwischenüberschrift:
Premiere des Circus Roncalli begeistert aufgenommen
Artikel:
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Originaltext:
Einen himmlischen Abend haben die Besucher der Auftakt-Show des Circus Roncalli am Donnerstagabend im ausverkauften Zirkuszelt an der Halle Gartlage erlebt.

Osnabrück. Obwohl der Weihnachtscircus schon im vierten Jahr in Folge in Osnabrück gastiert, werden die Hasestädter nicht müde, den Akrobaten, Artisten und Clowns zuzusehen. Das Publikum war begeistert, und nach der etwa zweieinhalbstündigen Vorstellung gab es stehende Ovationen zu Recht.

Aufgrund des großen Andrangs begann die Premieren-Vorstellung mit 20-minütiger Verspätung. Die Manege gehörte zunächst dem Schweizer Komiker Baldrian. Er wolle mit den Osnabrückern eine Entschleunigungstherapie in diesen schnelllebigen Zeiten machen, sagte er. Seine Lebensphilosophie beschrieb er so: Wenn ich Lust auf ein Hähnchen habe, kaufe ich mir ein Ei und warte.″

Doch Zeit für Muße und Entschleunigung gab es nicht es wurde viel mehr ziemlich rasant. Die Luftakrobatin Adèle Fame wirbelte durch den Zirkushimmel. Mehrere Gänge hoch schalteten danach die Jambo Brothers. Zu der Musik von den Blues Brothers, die exzellent von der Zirkus-Band gespielt wurde, bildeten die fünf Kenianer im Eiltempo menschliche Pyramiden und Kunststücke beim Seilspringen, die sie bestimmt nicht in der Gymnastikstunde gelernt haben. Mit mehreren Salti, einer Menge Übermut und viel Charme sprangen sie durch das Springseil und eroberten die Herzen der Osnabrücker im Sturm. Leider war ihr Auftritt viel zu kurz.

Das galt auch für Footit und Chocolat mit ihren Elefanten aus Stoff. Die waren neben der Schildkröte namens Botox und der Luftschlange Gisela von Baldrian die einzigen Tiernummern″ im Programm.

Trotz der tollen Darbietungen des spanischen Ballkünstlers Jemile Martinez, der kraftvollen und eleganten Nummer der italienischen Fratelli Caveagna sowie des urgewaltigen Ukrainers Sergey Mischurenko mit seinem luftigen Stangentanz waren die Lateinamerikaner auf der Beliebtheitsskala ganz vorn: Clown Chistirrin aus Mexiko trieb den Leuten mit seiner überdrehten Komik Lachtränen in die Augen. Der 26-Jährige war der Liebling des Publikums, was am Schlussapplaus deutlich erkennbar war. So kunstvoll wie er legt sich kaum jemand auf die Klappe ob auf der Leiter, vom Trapez oder vom Einrad. Neben seinen Slapstick-Einlagen zeigte er aber auch, dass er ein hervorragender Musiker und Jongleur ist. Nur das hohe C, das nahm ihm keiner ab. Das kam vom Band.

Für einen Schreckmoment sorgten die vier Brüder Brian, Kenny, Rommy und Brandon Cedeño aus Ecuador. Sie jonglierten sich gegenseitig auf den Füßen. Als einer von ihnen es übertrieb und nach mehreren Salti stürzte und zudem seinen Bruder traf, sah es aus, als hätten sie sich ernsthaft verletzt. Dem Publikum stockte der Atem. Einer der Brüder machte Gesten der Beruhigung, sagte: Tranquilo, tranquilo.″ (Deutsch: Ruhig, ruhig.) Da wäre Baldrian vonnöten gewesen. Doch beim nächsten Versuch klappte die Jonglage tadellos mehr noch: Am Ende des Auftritts legten sie noch ein paar Umdrehungen drauf.

Den finalen himmlischen Moment besorgten schließlich Schüler der Gesamtschule Schinkel, die mit einem Überraschungsauftritt die luftigen Umdrehungen von Sergey Mischurenko begleiteten. Zum Abschluss tanzten die Artisten und Akrobaten noch mit Zuschauern einen Walzer in der Manege, das gehört zum Circus Roncalli dazu.

Für die Cedeño Brothers und Chistirrin gab es am Ende Sonderapplaus, für alle Mitwirkenden stehende Ovationen. Die Osnabrücker scheinen nicht genug vom Circus Roncalli zu bekommen. Aber das ist verständlich, denn die Darbietungen werden von Jahr zu Jahr besser. Auf ein Neues also an Weihnachten 2018.

Bildergalerie auf www.noz.de

Bildtexte:
Lieblinge des Publikums: Die Cedeño Brothers aus Ecuador zeigten im Circus Roncalli rasante Akrobatik.
Hoben ab: Der Komiker namens Baldrian (Mitte) bildete Schutzengel aus und entschleunigte das Publikum bei der Premiere des Circus Roncalli in Osnabrück am Donnerstag.
Foto:
André Havergo
Autor:
Thomas Wübker


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