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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Busse tanken auch Luft
Zwischenüberschrift:
Adventstürchen-Aktion auf dem Betriebshof der Stadtwerke
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Bei einer Fahrleistung von mehr als einer Million Kilometer ist für einen Straßenriesen noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Unser Bus mit der größten Fahrleistung hat jetzt etwas mehr herunter. 200 000 Kilometer muss der aber noch locker schaffen″, ließ Ralf Lüders seine jungen Besucher wissen. Über die großen Zahlen staunten die Teilnehmer der Adventstürchen-Führung auf dem Betriebshof der Stadtwerke natürlich. Zum Vergleich: Wenn ein Auto so viele Kilometer schafft, wie der Bus jetzt noch muss, ist es bereits eine stolze Leistung. Sechsmal weiter als ein Auto sollte es ein Bus also schon schaffen.

Lüders, der bereits seit rund 30 Jahren als Busfahrer bei den Stadtwerken arbeitet, vermittelte bei der Führung eine Flut von Details zum Öffentlichen Personennahverkehr in Osnabrück. Etwas schade war zwar, dass sich nur zwei Jungen, nämlich Emil und Paul, an der Führung beteiligten, obwohl sich einige Kinder mehr dazu angemeldet hatten aber dafür nutzen die beiden Jungen dann umso intensiver die Möglichkeit, sich alles von Lüders zeigen zu lassen und viele Nachfragen zu stellen. Auch ihre beiden Mütter wurden spontan dazu eingeladen, sich an dem Rundgang zu beteiligen.

Lüders zeigte Emil und Paul zunächst, wo nachts die Busse schlafen″, also die große Fahrzeughalle, in der die Busse nach dem Ende einer Fahrschicht von den Fahrern abgestellt und dann wieder für ihren nächsten Einsatz vorbereitet werden. Etwa 1, 5 Stunden lang dauert es, bis alle Arbeiten geschafft sind, die jeweils anfallen. An den Stellplätze der Busse hängen überall grüne Schläuche von Rohren an der Hallendecke herunter. Als Emil und Paul wissen wollten, wozu sie dienen, erklärte Lüders, dass die Busse nicht nur Diesel, sondern auch Luft tanken. Die Bremsen und auch die Türen unserer Busse sind mit Druckluft betrieben. Von der Luft kommt das zischende Geräusch, wenn sich die Türen öffnen″, sagte Lüders.

Anschließend zeigte der Fahrer den Jungen das Cockpit eines Busses: Sie durften sich ans Steuer setzen und dann auch auf die Knöpfe drücken, mit denen die Türen geöffnet werden. Später führte Lüders sogar vor, wie sich die Bustüren per Notschalter öffnen lassen, wenn der reguläre Antrieb einmal versagt. Auch das durften die Jungen ausprobieren. Als Lüders dann noch auf die Nothammer hinwies, mit denen Fahrgäste nach einem Unfall von innen die Scheiben der Busse einschlagen können, wollten Emil und Paul auch die am liebsten gleich ausprobieren dies wurde aber natürlich nicht erlaubt.

Lüders wies darauf hin, dass dem Stadtwerke-Fuhrpark zurzeit 30 Solobusse, 51 Gelenkbusse, 7 Maxi-Busse sowie noch ein Elektrobus angehören. Wie er erklärte, verbraucht ein Bus etwa 60 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Täglich werden auf dem Betriebshof etwa 1200 Liter Diesel verbraucht.

Neben der TWR″-Halle (Tanken, Waschen, Rangieren) gehörten die Buswerkstatt und der Personalbereich der Fahrer zu den Stationen des Rundgangs. Im Personalbereich zeigte Lüders eine Informationstafel, auf der DIN-A4-Zettel mit Baustellen-/ Umleitungshinweisen ausgehängt sind. Die Fahrer müssen sich vor Beginn einer Fahrschicht über die Umleitungen informieren. Wir hatten schon viel mehr gleichzeitig zurzeit ist eigentlich nur die Linie 4 etwas gebeutelt.″

Bei dem Rundgang fiel Emil ein Foto von einem alten O-Bus″ in Osnabrück auf, also einem jener Fahrzeuge, die wie eine Eisen-/ Straßenbahn mit Strom von Oberleitungen angetrieben werden. Sie waren in Osnabrück von 1949 bis 1978 im Einsatz.

Der Junge fand es komisch″, dass sich ein Bus nicht frei bewegen kann, und wollte wissen, was bei einem Lenkfehler passiert sei. Dann sind die Stromabnehmer von den Leitungen gesprungen und mussten anschließend umständlich wieder hereingehoben werden. Das ist einer der Gründe, warum es diese O-Busse heute nicht mehr gibt″, meinte Lüders.

Bildtexte:
Megastark: 12 Tonnen wiegt der Bus, den Paul (links) und Emil bei der Adventstürchen-Führung ganz locker gestemmt haben jedenfalls perspektivisch.
Stolz am Steuer: Paul (l.) und Emil durften bei der Adventstürchen-Aktion auf dem Betriebshof der Stadtwerke auch den Führerstand eines Busses entern.
Fotos:
David Ebener
Autor:
lin


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