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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Unternehmer loben Standort Osnabrück
Zwischenüberschrift:
Besonders innovationsfreudig – Commerzbank-Studie: Gute Zahlen, gedämpfte Erwartungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Stadt Osnabrück genießt bei Unternehmern einen guten Ruf als besonders innovationsfreudiger Standort. Das hat eine Umfrage der Commerzbank ergeben.

Osnabrück. 44 Prozent der Unternehmer aus Osnabrück bewerten den Standort als innovationsfreudig. Im Bundesdurchschnitt stellen nur 35 Prozent der Unternehmen ihrer Kommune ein ähnlich gutes Zeugnis aus. Ein Innovationstreiber ist der gut ausgebildete Nachwuchs, wie drei Viertel der befragten Unternehmer in einer von der Commerzbank beauftragten Untersuchung zu Protokoll gaben. Und daran knüpft die ganz große Mehrzahl der Unternehmer auch eine konkrete Forderung an die neue Bundesregierung: 90 Prozent der Befragten fordern mehr Anstrengungen in der Bildungspolitik. Denn die größte Sorge der Wirtschaft ist der Fachkräftemangel.

Zum vierten Mal hat die Commerzbank bundesweit 3210 Unternehmerkunden um ihre Einschätzung über die wirtschaftliche Entwicklung, das Innovationsklima, den Stand der Digitalisierung und Finanzierungsfragen gebeten. 50 mittelständische Unternehmer aus Osnabrück aus Dienstleistung, Handel, verarbeitendem Gewerbe, Freiberufler und Handwerker mit bis zu 15 Millionen Euro Jahresumsatz beteiligten sich an der Befragung, die ein Meinungsforschungsinstitut im Juli und August durchführte. Die Befragung sei damit repräsentativ, so die Commerzbank. Ein Ziel der Untersuchung ist: Wir wollen die Unternehmen verstehen″, sagt Tobias Schaefer, Leiter Geschäftskundenberater in Osnabrück.

Die Zahlen sind offenbar besser als die Gemütslage. 90 Prozent der befragten Osnabrücker Unternehmer sagen, die Auftragslage sei aktuell besser als vor sechs Monaten oder zumindest gleich geblieben. Aber nur 78 Prozent erlebten die wirtschaftliche Entwicklung 2017 in ihrer Branche als positiv oder stabil. Auffällig ist die wachsende Zahl der Pessimisten. 22 Prozent sagen, die wirtschaftliche Entwicklung in ihrer Branche habe sich verschlechtert. Vor einem Jahr äußerten sich nur 14 Prozent so pessimistisch. Für 2018 erwarten 46 Prozent eine Stabilisierung auf hohem Niveau mit positiver Entwicklung″. Vor einem Jahr blickten noch 56 Prozent derart zuversichtlich in die Zukunft.

Angst um Altersvorsorge

Unbehagen bereitet vielen Unternehmern die Altersvorsorge. 40 Prozent äußerten in der Umfrage ihre Sorge, die private Altersvorsorge könne durch die Niedrigzinsen in Gefahr geraten. Vor einem Jahr glaubten das nur 20 Prozent der Befragten. Auch die betriebliche Altersvorsorge etwa durch Versorgungswerke beschäftigt viele Unternehmer. Vor einem Jahr äußerten vier Prozent ihre Sorgen, in diesem Jahr hat mehr als ein Viertel (26 Prozent) Zweifel am Erfolg dieser Vorsorgeart.

In diesen Zahlen spiegelt sich nach Meinung von Filialleiter Christian Weber auch ein anderes Zukunftsproblem vieler mittelständischer Firmeninhaber wider: 40 Prozent der Unternehmer suchen in den kommenden fünf Jahren einen Nachfolger. Die geburtenstarken Jahrgänge kommen jetzt ins Rentenalter. Da steht jetzt ein Generationswechsel an″, sagt Weber.

Luft nach oben haben viele Unternehmen offenbar noch bei der Digitalisierung ihrer Kundenbeziehungen und internen Geschäftsabläufe. Nur 18 Prozent der befragten Osnabrücker Unternehmer wickeln nach Aussage der Commerzbank-Umfrage einen Großteil (mehr als zwei Drittel) des Geschäfts online ab. Deutschlandweit sind es 21 Prozent.

Bei der Finanzierung halten es die Osnabrücker eher konservativ. Der Großteil der Investitionen wird aus dem laufenden Geschäftsbetrieb finanziert, nur 15 Prozent der Gesamtinvestitionen holen sich die Unternehmer von der Bank trotz der extrem niedrigen Zinsen. Wichtig für die Commerzbank ist die Erkenntnis, dass bereits jeder Vierte ein Cash-Management-System benutzt. Die Commerzbank hat gerade den Cash-Radar″ eingeführt, ein Programm, das die Liquiditätsentwicklung für die kommenden Monate prognostiziert. Das kann davor schützen, in Liquiditätsengpässe zu geraten″, sagt Tobias Schaefer.

Bildtext:
Besonders innovationsfreudig Commerzbank-Studie: Gute Zahlen, gedämpfte Erwartungen

Foto:
dpa
Autor:
Wilfried Hinrichs


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