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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schweiger zeigt Herz für Flüchtlinge
Zwischenüberschrift:
Osnabrück gelingt die Aufnahme von Asylbewerbern weitgehend problemlos
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 2015 war der bisherige Höhepunkt der Flüchtlingskrise. Über Verteilungsschlüssel bekamen die einzelnen Kommunen bestimmte Quoten aufzunehmender Migranten zugewiesen. Auf Osnabrück entfielen 2015 rund 2300 Asylbegehrende.

Es wären mehr gewesen, wenn nicht der Stadt die Installation einer Erstaufnahmeeinrichtung im ehemaligen Bundeswehr-Krankenhaus am Natruper Holz in den Schoß gefallen wäre. Ein Anrechnungsverfahren sorgte dafür, dass entsprechend weniger bereits registrierte Flüchtlinge mit Bleibeperspektive unterzubringen waren. So schaffte es die Stadt, keine Turnhallen belegen oder Zeltstädte errichten zu müssen. Für etwa zwei Drittel konnten Wohnungen auf dem privaten Wohnungsmarkt angemietet werden. Sammelunterkünfte ließen sich etwa im früheren Sozialgericht an der Petersburg, an der Atterstraße, Peiner Straße, im ehemaligen Nord-Hotel Hansastraße und in den ehemaligen Kasernen Landwehrstraße sowie am Limberg einrichten. Um der Schulpflicht der Kinder mit Asylstatus zu genügen, wurden Sprachlernklassen an zahlreichen Osnabrücker Schulen aufgemacht.

Insgesamt war die Resonanz in der Osnabrücker Öffentlichkeit durchgehend erstaunlich positiv. Das von der Diakonie geführte Flüchtlingshaus wurde zeitweise mit Sachspenden geradezu überrannt. Die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer etwa im Sprachunterricht, in der Kleiderkammer oder bei Sportangeboten war vorbildlich. Schauspieler Til Schweiger sagte bei einem Besuch zusammen mit Innenminister Boris Pistorius im Oktober 2015 den Bau einer Kindertagesstätte und eines Fitness-Centers zu. Beides wurde im Folgejahr verwirklicht. Die von der Bürgerschaft gezeigte positive Willkommenskultur hielt an. Im Gegensatz zu anderen Landesteilen gab es keine erheblichen Straftaten durch oder gegen Migranten, die das fremdenfreundliche Klima in der Stadt auf eine Belastungsprobe gestellt hätten.

Bildtext:
Dank von Flüchtlingskindern: Schauspieler Til Schweiger 2016 bei der Einweihung der von seiner Stiftung finanzierten Kindertagesstätte in Osnabrück.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Joachim Dierks


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