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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Unfassbare Untätigkeit
Zwischenüberschrift:
Grünen-Kritik wegen nicht geräumter Radwege – OSB widerspricht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Osnabrücker Grünen kritisieren den Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) wegen nicht geräumter Radwege am Sonntag und Montag. Die Fraktion wirft ihm unfassbare Untätigkeit″ vor. Der OSB widerspricht.

Osnabrück. Am Sonntagnachmittag hatte es vergleichsweise stark geschneit. Nach den Schneefällen sei es überhaupt nicht nachvollziehbar, dass der Osnabrücker Servicebetrieb nicht spätestens am Montagmorgen mit dem Winterdienst auf den Osnabrücker Radwegen begonnen habe″, schreibt der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt, Michael Hagedorn, in einer Mitteilung. Viele der viel zu schmalen Radfahrstreifen″ auf dem Wall sowie Hochbordradwege, so Hagedorn weiter, seien lebensgefährlich für Radler gewesen.

Wir haben eine jahrzehntelange Diskussion zu diesem Thema hinter uns, zahlreiche Beschlüsse gefasst und in Maschinen investiert. Das Ergebnis ist jedes Jahr das gleiche: unfassbare Untätigkeit beim OSB″, wird Hagedorn in der Mitteilung zitiert.

Diesen Vorwurf lässt Hans Schröder, OSB-Stadtservice-Leiter, so nicht stehen. Korrekt sei zwar: Am Sonntag haben wir nur die Fahrbahnen und nicht die Radwege gemacht″, sagt er auf Anfrage unserer Redaktion. Es sei nur die halbe Rufbereitschaft im Einsatz gewesen, und diese schaffe nur die Räumung der Fahrbahnen. Bei voller Rufbereitschaft könne der OSB Fahrbahnen und Radwege zugleich räumen, versichert Schröder. Doch aufgrund der Wettervorhersage habe der OSB nur die halbe Rufbereitschaft auf die Straße geschickt.

Dass Radfahrstreifen zugeschüttet werden, lasse sich nicht vermeiden. Irgendwo müssen die Massen an Eis und Schnee ja hin″, sagt Schröder. Die Autofahrer müssten sich die Fahrbahn dann mit den Radfahrern teilen. Da das möglich sei, reinige der OSB zuerst die Fahrbahnen. Die Reinigung sei zudem eine Kostenfrage, sagt Schröder. Es koste, die ganze Rufbereitschaft zu alarmieren vor allem, wenn diese nicht nötig sei, wie es der Wetterbericht vorhergesagt habe, so Schröder.

Nicht zuletzt reagiere der OSB mit mehr kleinen Fahrzeugen zur Radwegreinigung auf die gestiegenen Anforderungen des Radverkehrs: sieben kleine Geräteträger und sieben Schmalspurtrecker. Weitere sollen folgen.

Den Grünen geht das offenbar nicht weit genug. Beim OSB ist man vielleicht noch der Ansicht, das Rad sei ein Verkehrsmittel für den Freizeitausflug am Sonntagnachmittag und kann bei schlechten Wetterverhältnissen im Keller bleiben. Ziel der Stadt ist es aber, das Fahrrad zur echten alltagstauglichen Alternative zum Pkw zu machen. Dem ist auch der OSB verpflichtet″, wird Michael Kopatz, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, in der Mitteilung zitiert. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Finanzvorstand Thomas Fillep seien nun gefordert. Bis zum nächsten Schnee müssten Strukturen geschaffen werden, um Radwegen Priorität bei der Räumung einzuräumen, sagen die Grünen.

Bildtext:
Am Sonntag war das Radfahren schwierig. Doch auch am Montag waren nach Meinung der Grünen zu wenige Radwege geräumt.

Foto:
Michael Gründel
Autor:
Jörn Sanders


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