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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Preis bleibt hoffentlich kein Papiertiger
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Osnabrück nun , fahrradfreundlich′″ (Ausgabe vom 2. Dezember).

Zur Ernennung zur , fahrradfreundlichen Kommune′ kann man der Stadt Osnabrück und ihrer Radbeauftragten Ulla Bauer nur gratulieren. Radfahren ist gesund, spart Verkehrsraum und ist darüber hinaus ausgesprochen ressourcenschonend, umwelt- und klimafreundlich. Ich selbst in meinem salomonischen Alter verdanke ein gut Teil meiner Gesundheit dem täglichen Radfahren.

Die erfreuliche Meldung kommt gerade zur rechten Zeit: An diesem Wochenende kommt der Wintereinbruch. Da möchte ich einen Aspekt ins Gedächtnis rufen, bei dem Osnabrück leider noch nicht fahrradfreundlich ist. Alle Jahre wieder: Wenn es schneit, werden die Fahrbahnen für die Autos geräumt und die Radwege zugeschmissen. Und dabei bleibt es dann. Die Radler müssen sich erst durch den Schneepflugmüll kämpfen, abends gefriert der Radweg zu einer gefährlichen Eisspurenbahn, und es ist schon ein Wunder, dass wir noch keine schwer verletzten Radler aus diesem Grund zu beklagen haben. Oder doch? Wann werden endlich die Radwege zeitgleich von Schnee geräumt, damit Radfahren auch im Winter sicher wird? , Das kostet Geld, und das haben wir nicht′, bekomme ich wiederholt zu hören. Natürlich ist es zu einfach, immer mehr und noch mehr von der Stadt zu fordern, ohne zu sagen, wie es denn bezahlt werden soll. Darum hier mein kostenneutraler Vorschlag:

1. Die Schneepflüge schmeißen ihren Dreck in der Regel in die Mitte der Straße und nicht seitlich auf die Radwege. Keine Mehrkosten.

2. Ein Teil der Schneepflug-Besatzungen setzt sich auf die verfügbaren Gehweg-Maschinen und räumt die Radwege. Auch keine Mehrkosten. Die Gehweg-Maschinen haben wir schon.

3. Einige Straßen werden dann eben später geräumt und einige Nebenstraßen gar nicht, denn zusätzliches Personal soll ja nicht eingestellt werden. Auch keine Mehrkosten.

Der Grund für diese Forderung ist ganz einfach: Fahrräder können bei Schnee leicht umfallen, Autos erwiesenermaßen nicht. Wann wird Osnabrück auch in diesem Punkt fahrradfreundlich?

Klaus Kuhnke

Osnabrücker Klimaallianz

In Anlehnung an den irischen Literatur-Nobelpreisträger George Bernard Shaw: , Man nennt mich allenthalben einen Meister der Ironie, aber auf die Idee, ausgerechnet die Stadt Osnabrück als fahrradfreundliche Kommune zu zertifizieren, wäre nicht einmal ich gekommen.′″

Hermann Schröder

Osnabrück

Zunächst möchte ich der Stadt Osnabrück zu diesem Preis gratulieren! Nur frage ich mich, wer diesen Preis vergibt. Sind die Jurymitglieder schon mal in Osnabrück Rad gefahren? Oder wird ein Konzept ausgezeichnet, das bisher nur auf dem Papier existiert? Wenn dem so ist, hoffe ich nicht, dass es ein Papiertiger bleibt. Bezeichnend ist, dass , fahrradfreundlich′ in Anführungszeichen gesetzt ist. So habe ich die Hoffnung, dass auch der/ die Redakteur/- in Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Preises haben. Ich selbst fahre fast jeden Tag mit dem Rad in die Stadt und erledige soweit dieses möglich ist alle Wege mit dem Rad. Und leider muss ich zugeben, dass sich viele Radfahrer/- innen nicht verkehrsgerecht verhalten, aber dieses gilt auch für viele Autofahrer/- innen. Durch bessere Bedingungen für den Radverkehr könnten viele Konflikte beseitigt werden. Es reicht nicht, ein Prestigeprojekt wie den Radschnellweg nach Belm zu initiieren. Besser wäre es, die vielen maroden Radwege endlich zu sanieren und dem Radverkehr in Osnabrück Platz/ Fläche einzuräumen. Zum Schluss, unabhängig von der Zertifizierung, wünsche ich mir mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr! Und vielleicht versteht die Stadt Osnabrück die Zertifizierung als Ansporn, dem Radverkehr einen höheren Stellenwert einzuräumen!

Marianne Moß

Hasbergen

Bildtext:
Wie fahrradfreundlich ist die Stadt Osnabrück? Darüber wird aktuell wieder diskutiert.

Foto:
David Ebener
Autor:
Klaus Kuhnke, Hermann Schröder, Marianne Moß


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