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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Finale im Dauerstreit um die Westumgehung
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Bürgerbefragung im Mai endet mit knapper Ablehnung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Am 25. Mai 2014 bekamen die Osnabrücker Gelegenheit, über die heftig umstrittene Westumgehung abzustimmen. Das Ergebnis fiel knapp aus: 48, 3 Prozent waren dafür, 51, 7 Prozent dagegen. Formal war der Rat zwar nicht an das Bürgervotum gebunden, hatte aber zuvor erklärt, sich ihm zu beugen.

Damit war nun der Rat am Zuge, den belasteten Anwohnern der heimlichen Westumgehung″ mit einem versprochenen Plan B Verkehrsberuhigung oder - minderung vor der Haustür zu verschaffen. Bislang umgesetzt wurden eine engere Taktung des ÖPNV und die Installation von Bremsschwellen („ Berliner Kissen″). Letztere werden von vielen Anliegern, denen sie das Leben leichter machen sollen, wegen gestiegenen Lärms und vermehrter Emissionen abgelehnt.

Planungen der 1960er-Jahre zielten auf eine vierspurige Schnellstraße. Seitdem wurde die Plantrasse von anderweitiger Bebauung freigehalten. Die vierspurige Breite Güntke ist das erste verwirklichte Teilstück. Es endet bis heute im Nichts, weil die politische Großwetterlage sich drehte. Die Stadt sollte nicht mehr autogerecht sein, sondern schonend mit der Umwelt umgehen.

Da gleichwohl die Verkehrsprobleme wuchsen, legte die Stadt 2012 den Entwurf einer Light-Version der Westumgehung vor, den sie Entlastungsstraße West″ nannte: Zweispurige Stadtstraße mit Tempo 50, keine Brücken, keine Ampeln, dafür zwei Kreisverkehre . Das Thema polarisierte die Anlieger, wobei die Wohnsituation in Bezug auf die geplante und die bestehende heimliche″ Westumgehung zumeist den Ausschlag gab, ob man der Pro-Bürgerinitiative Pro West″ oder der Kontra-Initiative Bepo″ beitrat. Im Rat formierte sich der Pro-Block aus CDU und SPD, der Kontra-Block aus Grünen, Linken, FDP, UWG und Piraten. Nicht nur Argumente wurden ausgetauscht, es kam auch zu Sachbeschädigungen.

Bildtext:
Der Protest gegen die geplante Westumgehung hatte Erfolg.

Foto:
NOZ-Archiv/ Thomas Osterfeld
Autor:
Joachim Dierks


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