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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Alice Graschtat mit Elisabeth-Siegel-Preis geehrt
Zwischenüberschrift:
Frühere SPD-Ratspolitikerin gilt der Stadt Osnabrück als streitbare Kämpferin für Frauenrechte – Prämie wird gespendet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zum neunten Mal wurde im Osnabrücker Rathaus der Elisabeth-Siegel-Preis verliehen. In diesem Jahr erhält ihn Alice Graschtat. Die SPD-Politikerin und frühere Ratsfrau sei eine im positiven Sinne streitbare Person, die sich nicht vom Weg abbringen lasse, heißt es in der Begründung der Jury.

Was Oberbürgermeister Wolfgang Griesert beim Empfang im Rathaus bestätigte. Sie habe leidenschaftlich gegen Unrecht gekämpft und sich wie Elisabeth Siegel nie einschüchtern lassen. Freunde und Kontrahenten hätten es zwar nicht leicht mir ihr, aber ihre Zuverlässigkeit werde von allen geschätzt. Die Fähigkeit zur schnellen Analyse und sachlichen Argumentation sowie ihre Offenheit für Neues und Fairness seien Eigenschaften, die Griesert mit der Preisträgerin verbinde. Die Journalistin und ehemalige NOZ-Redakteurin Ulrike Schmidt hob in ihrer Lobrede Graschtats Ehrlichkeit und Verlässlichkeit hervor. Sie habe in ihrer politischen Laufbahn Durchhaltevermögen bewiesen und sei dabei auch scharfzüngig gewesen. Als erste Frau im Aufsichtsrat der Osnabrücker Stadtwerke und ebenso als erste Frau, die eine Fraktion im Stadtrat anführte, setzte die Geehrte sich unter anderem für erneuerbare Energien ein und den Ausbau von Kita-Plätzen.

Mut bewiesen

Schmidt, die 2003 selbst den Elisabeth-Siegel-Preis erhalten hatte, erwähnte auch, dass der Anteil der Frauen in der Bundes- und Landespolitik wieder rückläufig sei. Daher müssten Frauen noch immer kämpfen und ihren Mut unter Beweis stellen. Und das macht Alice Graschtat″, schloss Schmidt ihre Laudatio ab.

Graschtat, die Mitglied bei der Menschenrechtsorganisation Amnesty International und beim VfL Osnabrück ist, bedankte sich vor allen bei ihren Kindern, die durch ihre Arbeit in der Öffentlichkeit viel hätten ertragen müssen. Ihr Ziel sei immer eine positive Entwicklung der Stadt gewesen. Auch habe sie viel von Elisabeth Siegel lernen können, die sie noch persönlich habe kennenlernen dürfen. Wenn ich etwas ändern will, muss ich mich kümmern und es anpacken.″ Es sei zwar nicht leicht, aber jedermanns Liebling zu sein gehöre nicht zu ihrem Lebensstil.

Graschtat saß ab 1986 für die SPD im Osnabrücker Rat. 2003 wurde sie in den Niedersächsischen Landtag gewählt.

Graschtat erhält ein Preisgeld von 1000 Euro. Dieses möchte sie spenden. 300 Euro gehen an einen von ihrer Tochter betreuten Flüchtling in Oldenburg, der zurzeit eine Ausbildung macht und einen Führerschein anstrebt. Den Rest will Graschtat an terre des femmes″ spenden, eine Menschenrechtsorganisation für Frauen.

Der Elisabeth-Siegel-Preis wird alle zwei Jahre an Osnabrücker Frauen vergeben. Erstmals erhielt 2001 die Künstlerin Gertrud Krüger die Ehrung. Weitere Preisträger sind Ulrike Schmidt und Tilly Bakker-Grunwald, Biochemikerin an der Universität Osnabrück, Hela Lahrmann, Gründerin des Büchercafés Mother Jones und des internationalen Frauennetzes Osnabrück, Monika Budke, Mitbegründerin und langjährige Vorsitzende des Runden Tisches Schölerberg/ Fledder und Gründungsmitglied des Runden Tisches Rosenplatz, Nadia Nashir-Karim, Gründerin und Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins, Martina Scholz, Kulturplanerin der Lagerhalle Osnabrück, sowie Antonia Martin Sanabria, Streetworkerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Osnabrück.

Bildtext:
Auszeichnung: Alice Graschtat (Mitte) erhielt den Elisabeth-Siegel-Preis 2017 von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und der Osnabrücker Gleichstellungsbeauftragten Katja Weber-Khan.

Foto:
Hermann Pentermann
Autor:
ansk


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