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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kampf der Autohasser
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu unserer Berichterstattung der Neumarkt-Sperrung:

Jetzt ist er da! Der Mega-Verkehrsstau in Osnabrücks Innenstadt. Nur ein Beispiel: abends von Lüstringen in die Innenstadt zum Westerberg: Fahrtzeit 1, 5 Stunden. Die Ratsherren waren gewarnt. Aber nun muss der Kampf der Autohasser weitergehen. Die Wälle, der ganze Ring um die Stadt stehen ab 17 Uhr still. Der CO2-Ausstoß erhöht sich erheblich, da immerfort Stop-and-go-Verkehr vorliegt, also Anfahren und Bremsen und Motorenbetrieb im Leerlauf. Die Stadt weiß sich nun nicht anders zu helfen, als eine Busspur in jede Richtung vorzusehen. Andernfalls kommt niemand mehr pünktlich ins Büro. So werden aus vier Spuren nur noch zwei. Wer nun gekaufte Waren nicht tragen kann, wendet sich von der Innenstadt ab und fährt raus aus Osnabrück. Jetzt beginnt das Sterben der Läden in der Innenstadt. Verzweifelt versucht die Stadt nun mit Aktionen wie , Osnabrück isst gut′ gegenzusteuern. Aber es hilft nichts, denn immer mehr geschlossene Geschäfte machen die Innenstadt unattraktiv.

Die Schulden der Stadt steigen. Die Stadt erhöht Gebühren aller Art. Wer kann, der geht nach außerhalb. Die Stadtväter fragen sich endlich: Was haben wir falsch gemacht? Ich mache gerne [...] verschiedene Vorschläge, aber diese werden den Stadtherren nicht gefallen: Unter anderem die Parkhäuser sind oft nur halb gefüllt. Hier hat man das an sich richtige Ziel der Gewinnmaximierung angewendet, hätte aber eher auf volle Auslastung setzen müssen. Von einem Euro auf 1, 50 Euro sind 50 Prozent Erhöhung. Wer kann sich das schon leisten?

Dazu kommt eine Abrechnungsmethode, die nachdenklich macht. Wer eine Minute länger parkt als eine Stunde, zahlt drei Euro. Das sind dann im ungünstigsten Fall 300 Prozent Preiserhöhung. Die Gewinnsituation und die Prämien für die Betreiber mögen erfreulich sein. Aber worum geht es eigentlich bei Parkhäusern? Um ständige höchstmögliche Auslastung, dachte ich!

Dietrich Beinecke

Osnabrück
Autor:
Dietrich Beinecke


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