User Online: 1 | Timeout: 22:01Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Punktueller Aktionismus
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Bald Tempo 30 auf Hauptstraßen? (Ausgabe vom 25. November).

Tempo 30 auf Hauptstraßen ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber leider nur , Flickschusterei′. Warum will man die angrenzenden Wohnstraßen von der Regelung auslassen? Es ist eine Binsenweisheit, je langsamer der fließende Verkehr ist, umso ungefährlicher ist die Situation für alle Verkehrsteilnehmer. Innerhalb einer geschlossenen Ortschaft sollte Tempo 30 eingeführt werden. In dem Fall könnte auf geeigneten Straßen mit sicheren Radwegen das Tempo-30-Gebot aufgehoben werden.″

Jürgen Bergmann

Osnabrück

Mit Freude habe ich gelesen, dass Osnabrück bei dem Modellversuch wohl mitmachen wird. Insbesondere freue ich mich für meine Freunde, die an der Iburger Straße wohnen und besonders unter dem Lärm leiden, der von einzelnen Autofahrern erzeugt wird, die noch deutlich schneller als mit 50 km/ h über die Straße brettern. Zu hoffen bleibt, dass die Tempokontrollen scharf sein werden, insbesondere abends.″

Renate Heise

Osnabrück

Kaum ist die jahrelange Neumarktdiskussion in ruhigerem Fahrwasser, wird schon das nächste Fass aufgemacht. Tempo 30 auf den stark frequentierten Straßen (zwei in direkter Anbindung zur BAB) lässt die Kraftfahrer nur noch den Kopf schütteln. Die Bevormundung vorrangig der Motorisierten ist schon augenfällig! In Schleswig-Holstein, NRW und Niedersachsen wurde Rot-Grün abgewählt erst wenn die letzte rot-grüne Bastion gefallen ist, wird auch den Kommunalpolitikern klar, dass die Kraftfahrer Wähler sind, die täglich über die bestens ausgebauten Hauptstraßen schleichen müssen. Sie werden am Wahltag nicht am Vergessenssyndrom leiden. Laut ADAC ist Tempo 30 schlechter für die Umwelt, es müsse in niedrigerem und somit ungünstigerem Gang gefahren werden. Untersuchungen hätten ergeben, dass Lärm- und Schadstoffemissionen nicht verringert werden könnten, und der Verbrauch würde steigen. Die 760 täglichen Busfahrten allein auf Martinistraße und Iburger Straße würden die Fahrzeiten stark verlängern, wie sollen da Selbstfahrer vom Umstieg überzeugt werden? Oder ist die mögliche Einnahmeseite auch eine Triebfeder, da bei sechs km/ h Überschreitung schon geblitzt wird?

Lothar Pülm

Osnabrück

Ein Thema mit hoher emotionaler Brisanz und vielen postfaktischen Argumentationen. Mit erstaunlicher Beharrlichkeit versucht die Ratsmehrheit mit ihrem tatsächlichen Anteil aller Wahlbürger, circa 38 100 Stimmen von 131 077 (2016), ihre ideologisch geprägte Stadtentwicklung für alle Bürger mit punktuellem Aktionismus zu diktieren. Die städtische Verkehrs-/ Mobilitätsplanung basiert auf Ratsbeschlüssen aus dem Zeitraum 2008 bis 2010. Diese sind als solche weder systemisch noch inhaltlich komplett richtig. Sie berücksichtigen nur die verkehrlichen Belange der Stadt Osnabrück ohne Berücksichtigung systemischer und dynamischer Planungsfaktoren in den darauffolgenden Jahren sowie den Einfluss des Faktors Einwohnerzahl Stadt Osnabrück mit circa 163 000 Einwohnern (2008), wie die Einwohnerzahl von 1998 (!) ohne den sogenannten Speckgürtel, das heißt alle die direkt an der Stadtgrenze liegenden Gemeinden/ Städte mit insgesamt 123 000 Einwohnern. Ebenso werden dabei nicht die aktuellen verkehrlichen Behinderungen (Stadt und Landkreis einschließlich Autobahn) innerhalb der nächsten zwei Jahre berücksichtigt noch die tatsächlich gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten, bedingt durch Ampelschaltungen und Verkehrsaufkommen auf den vorgeschlagenen Straßen. Dies sind keine Straßen mehr, die tatsächlich eine Geschwindigkeit von 50 km/ h zulassen, bedingt durch Verkehrsaufkommen und Ampelschaltung. Selbst mit einem Fahrrad (bis 30 km/ h konstant) ist man auf der Iburger Straße (von Nahne bis Rosenplatz) nicht in der Lage, dieses umzusetzen. Selbst die bisher umgesetzte Fahrradplanung und der Ist-Zustand sind durch planerisches Fehlverhalten geprägt wie zum Beispiel Parkstraße mit beidseitigem Fahrradstreifen, anstatt die Radfahrer über die Kiwitt- oder Lange Straße zu führen, oder zum Beispiel die Bodenschwellen am Kirchenkamp, die den Fahrradfahrer zwingen, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Ergänzend dazu kommen noch die notwendigen personal- wie auch verwaltungstechnischen Kosten für diese Testphase. Nicht zu vergessen all die Ratsmitglieder, die online bestellen und dadurch den stationären Handel benachteiligen und dabei den Lkw- und den Anlieferungsverkehr fördern.″

Wolfgang Wesseler

Georgsmarienhütte

Bildtext:
Auf der Martinistraße, dem Schlosswall und der Iburger Straße soll Tempo 30 eingeführt werden.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
Jürgen Bergmann, Renate Heise, Lothar Pülm, Wolfgang Wesseler


Anfang der Liste Ende der Liste