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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Lärm durch Altglascontainer: Weststadt-Bewohner verärgert
Zwischenüberschrift:
„Einwurfzeiten werden missachtet"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Seit Jahren werden die Einwurfzeiten an Altglascontainern in der Osnabrücker Weststadt missachtet, berichten verärgerte Anwohner. Die Stadt hat jedoch wenig Handhabe.

Fünf Jahre leide Sabine Nickel schon unter dem Lärm des brechenden Altglases, das in die vier Container wenige Meter vor ihrer Wohnung in der Rückertstraße 1 eingeschmissen wird.

Sonntags sei der beliebteste Tag. Zu jeder Tages- und Nachtzeit würden Leute Glas einwerfen, sagt die Osnabrückerin. Sonntags kommen die ersten um sieben Uhr früh. Mitten in der Woche machen manche um ein Uhr nachts vor den Containern halt. Erlaubt ist der Einwurf montags bis samstags von 7 bis 20 Uhr. Nach 20 Uhr und sonntags ist der Einwurf nicht gestattet.

Vis-à-vis ihres Balkons sieht Nickel die Einwerfenden. Oft sagt sie ihnen: Würden Sie sich bitte an die Einwurfzeiten halten? Der Großteil der Leute kenne diese gar nicht. Andere sagen: Ich bin ja gleich wieder weg.″ Viele würden frech, sagt Nickels Partner Peter Krumbach: Zieh doch woanders hin″, riefen die dann. Wieder andere ignorieren die Hausbewohner und werfen weiter ein.

Die Bewohner halten die Hinweise auf den Containern für nicht auffällig genug. Manche blättern ab oder sind gar nicht zu lesen, sagen die Anwohner. Tatsächlich sind die provisorisch aufgeklebten kleinen Schilder teils dreckig, teils kleben sie an Stellen, die nicht sofort zu erkennen sind oder die komplett verdeckt sind. Auch befinden sie sich sehr nah am Gehweg.

Der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) reinige die Standorte regelmäßig mindestens einmal in der Woche mit festem Tourenplan, sagt Detlef Schnier, Abteilungsleitung Abfallwirtschaft. Er bestätigt, dass die Container sehr nah am Gehweg stünden. Altglascontainer sollten eigentlich fünf Meter vom Rad- und Gehweg entfernt sein dafür hatten sich mehrere Bürgerbeteiligungen ausgesprochen. Das sei aber bei Bestandsplätzen oft nicht realisierbar.

Vom Entsorgungsfahrzeug müsse der Standort gut zu erreichen sein. Ebenso von den Bürgern, die Altglas einwerfen wollten. Wir waren bisher der Meinung, dass die Rückertstraße ein guter Standort ist.″

Was die Missachtung der Einwurfzeiten angeht, stellt der OSB fest: Wir können schwerlich bis gar nichts daran ändern, wenn Einwurfzeiten nicht eingehalten werden″, so Schnier. Bei fast jedem der 140 Altglasstandorte komme es zu Lärmbeschwerden, weil es eine direkte Nachbarschaft zu Wohnungen und Häusern gebe, heißt es. Wenn es Beschwerden gibt, schauen wir uns den Standort an und bewerten ihn. In den meisten Fällen kommen wir zu dem Schluss, dass der Aufstellungsort nicht verändert wird.″ Störender Lärm werde meist nicht als hinreichender Grund akzeptiert.

Erst wenn es zu großen illegalen Müllablagerungen, zu Unfallrisiken komme, werde über eine Alternative nachgedacht. 2000 bis 6000 Euro koste dabei die Umstellung eines Containerstandorts. Für die einen ist der Container zu weit weg, für die anderen ist er zu nah″, sagt Detlef Schnier.

Der OSB sei regelmäßig in Kontakt mit dem Entsorgungsbetrieb Meyer, der sich um die Instandhaltung der Container und Anbringung der Hinweisschilder kümmere. Was die Schilder mit den Einwurfzeiten betreffe, mache der OSB der Firma keine Vorgaben.

Bildtext:
Die Altglascontainer an der Rückertstraße 1 in der Osnabrücker Weststadt.

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
cls


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